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Upcycling: ‘Mantel ohne ‘Ärmel’ aus Jacke

Beschreibung

Meine Mutter hatte diese Jacke ausgemustert. Die Jacke ist ca. 20 Jahre alt (von meiner Mutter wurden die fransenden Nähte des Futters bereits mehrfach restauriert), und gelb ist meine Lieblingsfarbe 🙂 Da mir die Ärmel der Jacke viel zu kurz waren, beschloss ich, mir einen Hundespaziergangs-Mantel ohne Ärmel daraus zu basteln.
Der Oberstoff der Jacke hatte Raglanärmel, Futter und Klimamembrane hatten ‘normale’ Ärmel. Daher habe ich erst Futter- und Klimamembrane-ärmel an den Nähten herausgetrennt. Nur eine der Ärmeleinsetznähte war mit Klebeband verschweisst. Mir war diese Schlamperei sehr recht, weil ich so nur einseitig das Klebeband vorsichtig herausziehen musste. Anschliessend wurde dieser ursprünglichen Ärmeleinsetznaht entsprechend der Oberstoff zugeschnitten.
Der Rücken war mir, wie er ursprünglich war, etwas langweilig. Besticken kam nicht in Frage, weil ich wegen der Klimamembrane, deren Nähte weitestgehend verschweisst waren, nicht mehr auftrennen wollte als unbedingt nötig. Also habe ich mit Wachspastellen und Stoffmalfarbe bemalt. Als Malunterlage wurde eine Schneidematte durch ein Armloch zwischen Klimamembrane und Oberstoff geschoben. Welches meiner Fotos mir als Inspiration diente, zeige ich lieber nicht :)))
Die Seitennähte konnte ich nur wenig schmaler nähen, da ich sonst mit dem Pseudo-Koller kollidiert wäre und die Klimamembrane ebenfalls hätte aufschneiden müssen. Zudem hatte meine Mutter ja bereits mit dem stark fransenden Futter gekämpft. Aber da das Armloch ohnehin recht groß ist, passt das so, wenn ich mein ‘neues’ Kleidungsstück mit dem Band in der Taille etwas in Form ziehe 🙂
Die Armlöcher verstürzen war ein ziemliches Gewürge. Die Jacke verfügte über eine Kapuze, die mittels Reissverschluss mit viel Mühe im Inneren des Kragens versenkt werden konnte bzw als Lappen zwischen Oberstoff und Klimamembrane hing, wenn man sich diese Arbeit sparen wollte. Durch diese Reissverschlussöffnung zog ich Oberstoff und Futter/Klimamembrane und nähte rechtes und linkes Armloch jeweils hälftig von jeder Seite zusammen. In einem Rutsch nähen ging nicht, weil die Öffnung viel zu klein für den Wust an Stoff war und alles irgendwie verdreht war.
Futter und Membrane hatte ich zuvor von Hand zusammengeheftet.
Abschliessend wurden die Armlöcher abgesteppt und aus meinem Fundus wegen der Optik andere Knöpfe angenäht. Die Kapuze trennte ich heraus, da sie nur aus einer Stofflage bestand und für mich nutzlos war.
Alles nicht gerade Präzisionsarbeit, ich weiss. Aber schön gelb und praktisch :))

Kommentare zu diesem Artikel

6 Antworten

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  • Gudrun Heinz

    halli hallo annette,
    wie schön, mal wieder hier eines von deinen projekten zu sehen! ist dir gut gelungen. und was machst du mit den ärmeln?
    beste grüsse
    gudrun

    • Annette

      Hallo Gudrun,
      Dankeschön 🙂
      Die Ärmel sind in meinem Fundus gelandet, allerdings aus technischen Gründen von den Manschetten befreit. Dort warten sie wie auch die Manschetten, die Kapuze und die wunderschön gelben Knöpfe …
      Meine Draussen-Kletterengel lösen sich nach 2 Jahren in Wind und Wetter ziemlich auf. Allerdings tendiere ich hier zur Restauration mit Konservendosen oder Shampoo-Flaschen, also nix genähtes. Soll diesmal länger als 2 Jahre halten 🙂
      Liebes Grüßle Annette.

  • Renate K.

    Liebe Annette
    Die Jacke scheint ein witziges Futter zu haben. Ich liebe solche Details. Die Regenjackenhändler rauften sich die Haare, gäbe es mehr so Leute, die den Kleidern mit Lust und Können ein langes Leben verschaffen.
    Ich grüsse Dich freundlich, Renate.

    • Annette

      Liebe Renate,
      das Futter war der Grund, warum meine Mutter die Jacke nicht schon vor langer Zeit aussortiert hatte :)))
      Ja, die Bekleidungsindustrie verdient an mir nicht besonders gut. Zumal mir jetzt mit meinem ‘neuen’ Darunter auch bei niederen Temperaturen meine Sommerregenjacke völlig ausreicht :)))
      Liebes Grüßle Annette.

  • Fabienne

    Oh Annette, du bist wieder da. Schön 🙂 Die Jacke ohne Ärmel ist dir gut gelungen. Ich habe für solche Fummeleien fast keine Nerven. Ich beschränke mich darauf, bei Lieblingsjacken den Reissverschluss zu ersetzten. Den Alten schneide ich ganz einfach ab, und nähe den neuen an. Ich erschrecke mich aber immer wieder ob den Preisen der Jackenreissverschlüsse, grummel.
    Aber für Lieblingsjacken lohnt es sich immer wieder…
    Mit Güssen, Fabienne

    • Annette

      Hallo Fabienne,
      Dankeschön :))
      Wie ich schon geschrieben habe: Ohne Perfektionismus, und dann hält sich auch die Fummelei in Grenzen, abgesehen vom Kampf mit den Stoffmassen durch eine relativ kleine Öffnung :)))
      Die Preise für Jackenreissverschlüsse sind echt happig. Ich schaue immer mal wieder bei Läden rein, die Restposten verkaufen. Wenn es günstig einen gibt, der von der Farbgebung zu meinen Sachen passt, nehme ich den mit. Am liebsten üppig lang. Oben kann man die Reissverschlüsse kürzen, und wer so genau hinschaut, dass er das bemerkt, der soll halt weggucken. Und wenn ich eine Jacke entsorgen muss, trenne ich den Reissverschluss heraus und hebe ihn auf. Für den Fall der Fälle :))
      Liebes Grüßle Annette

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