Zeigen Sie uns Ihre kreativsten Arbeiten

Kapuzenloop mit Hoodiebändern

Beschreibung

In einen warmen Loop gehüllt an einer windigen Ecke auf den verspäteten Bus warten, ist eine Sache, aber trotz fehlender Mütze dann noch den Kopf warm halten zu können, das wärs doch…Zufällig im Internet auf einen sogenannten Kapuzen-Loop gestoßen. Für mich stand sofort fest: So einen musste ich nähen!

Ein Kapuzenloop ist schlichtweg ein Loop, bei dem an zusätzlich eine Kapuze an-gearbeitet ist. Wie jede andere Kapuze auch kann sie entweder hochgeschlagen oder auch nur lose über dem eigentlichen Loop hängend getragen werden – letzteres allein sieht schon lässig aus. Die Kapuze ist dann beim Nach-hinten-Ablegen über den beiden umeinander gewundenen Teilen des eigentlichen Loops zu sehen und hält Hals und Nacken schon per se warm!

Für solcherart Kapuzenloops gibt es schon einige Schnittmuster und Anleitungen, aber meine Recherchen ergaben unterschiedliche Formen der Kapuze: Sehr häufig sieht man eine solche mit einer Mittelnaht, die in der Kopfmitte verläuft. Dadurch wird die Kapuze aber nicht immer der Kopfform “gerecht” und kann am Hinterkopf oft etwas beulen, besonders wenn sie gedoppelt wird (Innen- und Außenstoff). Die andere findet man sehr häufig bei hochwertigen Anoraks: Hier ist am Hinterkopf ein sog. “Keil” eingesetzt, der die Verbreiterung des Kopfes nach oben hin nachahmt, so dass die Kapuze den Kopf wie maßgeschneidert umhüllt.

Bei den meisten Kapuzenloops kann die Kapuze unter dem Kinn nur dadurch scheinbar “schließen”, indem man den Loop hier enger wickelt und / oder strammer zieht. Ich wollte aber die Kapuze unter dem Kinn nicht so einfach ohne irgendeine Verschlussmöglichkeit offen lassen, sondern sie so schneidern, dass sich – wie bei vielen Hoodies – die Kapuzenenden unter dem Kinn leicht überkreuzen und rechts und links Hoodiebänder in einen Tunnel eingezogen werden! So hätte man trotz der eigentlich nur “anhängenden” Kapuze beim leichten Strammziehen der Bänder von vorn den Eindruck einer echten Kapuze, die beim Strammziehen derselben sogar dem Wind trotzen kann. Diese meine Idee, eine normale Kapuze mit Bändern mit einem Loop zu kombinieren, möchte ich hier etwas näher vorstellen.

Als Schnittmuster-Grundlage diente eine Anorak-Mütze, die ich zum Glück per Reißverschluss vom Anorak abnehmen und dadurch die Größe de Schnittmusters für die gewünschte Kopfgröße ausmessen konnte.

Das Ausmessen des mittleren “Keils” ergab als Erstes schon mal, dass dieser von der Stirn zur Kopfmitte hin breiter und Richtung Nacken dann wieder schmaler gearbeitet war, wodurch eine schöne Passform erzielt wird. Auch die Höhe (Ansatznaht Schulter bis Kopfmitte) konnte ich als Richtmaß übernehmen. Es blieb da als Nächstes nur die Frage nach der (vorderen) Abschrägung Richtung Kinnmitte = bis zu dem gedachten Punkt direkt unter dem Kinn, an dem sich die Kapuzen-Enden wie bei einem Hoodie überkreuzen sollten.

Generell wird ein Kapuzenloop genau so genäht wie ein „normaler“ Loop, nur wird entweder die Kapuze gleich mit angeschnitten oder die extra (komplett fertiggenähte Kapuze mit den Ösen im Außenstoff und dem Tunnel für das Hoodieband) wird beim Nähen des Loops einfach in eine der beiden Längsnähte mit eingenäht!

Um mir überhaupt einen Eindruck davon zu verschaffen, wie so ein Kapuzenloop fertig genäht in der Hand aussehen muss, habe ich aus einem Rest Bettlakenstoff mal schnell eine Kapuze zugeschnitten, genäht, dann an einen Stoffstreifen (Loop) genäht und gehofft, das sei es. Puh, ja, so wie ich es mir eben aufgrund der Bilder im Netz vorgestellt hatte, war das genau richtig- nur, dass mein Kapuzenloop eben zusätzlich coole Hoodibänder haben sollte. Die Ösen für das (vom Besitzer ausgesuchte Tauwerk) habe ich auf der Rückseite mit Vlieseline und auf der Vorderseite mit SnapPap unterlegt. Vor dem Einschlagen des Lochs für die Öse habe ich das SnapPap abgesteppt. Entsprechend dieses Outfits sind auch die Tauwerk-Enden mit SnapPap eingefasst.

Das „Anziehen“ des Kapuzenloops hat dann doch etliche Versuche erfordert:

Zuerst den Teil des Loops mit der Kapuze dran in die Hände nehmen, über den Kopf ziehen, sodass die Kapuze im Nacken sitzt, dann den großen Rest des Loops wie immer vorne einmal verdrehen und nach hinten über den Kopf schlingen. Dann die eigentliche Kapuze im Nacken unter dem Loop hervorziehen und über den Schal legen! Um das Outfit noch zu steigern, (ggf. vor einem Spiegel üben – auch Männer dürfen das …) zuletzt die Hoodiebänder hervorziehen und sie lässig über dem Kapuzenloop nach vorne hängen lassen – fertig!

Aber jetzt vielleicht erst mal kleine Ostersachen fertigen und den Kapuzenloop auf den nächsten Herbst verschieben 🙂

Ähnliche Inhalte, die dich interessieren könnten

Kommentare zu diesem Artikel

0 Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Liebe Leserin, lieber Leser des BERNINA Blogs,

um Bilder über die Kommentarfunktion zu veröffentlichen, melde Dich im Blog bitte an.Hier geht es zur Anmeldung.

Du hast dich noch nicht für den BERNINA Blog registriert?Hier geht es zur Registrierung.

Herzlichen Dank, Dein BERNINA Blog-Team