Kreative Artikel zum Thema Quilten

20. Europäisches Patchwork Meeting – Impressionen 2. Teil

Gespannt wie ein Regenschirm wollte ich als allererstes die Ausstellung ‘Das Europäische Patchwork Treffen und seine Künstlerinnen von 1994 bis 2014′ sehen. Wo würden meine beiden Quilts hängen? Wie würden sie sich im Vergleich zu den anderen ausnehmen?

Blick in die Ausstellung ‘Das Europäische Patchwork Treffen und seine Künstlerinnen von 1994 bis 2014′

Blick in die Ausstellung ‘Das Europäische Patchwork Treffen und seine Künstlerinnen von 1994 bis 2014′

Um es vorwegzunehmen: Eine sehr angenehme Überraschung erwartete uns! Wir mussten nicht lange suchen, wie der Blick durch die Eingangstür zeigt.

Gudrun Heinz: Der Traum von Freiheit (li) und 1914 :: 1984 :: 2014 (re)

Gudrun Heinz: Der Traum von Freiheit (li) und 1914 :: 1984 :: 2014 (re)

Das Paket und sein Inhalt waren gut angekommen, gut gehängt, korrekt beschildert und …

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Gudrun Heinz (D): Der Traum von Freiheit, Detail

Gudrun Heinz (D): Der Traum von Freiheit, Detail

… dazu noch in renommierter Nachbarschaft.

Arbeiten von Grietje van der Veen (CH), Gudrun Heinz (D), Cherilyn Martin (UK), Juliette Eckel (D) (v.l.n.r.)

Je zwei Arbeiten von Grietje Van der Veen (CH), Gudrun Heinz (D), Cherilyn Martin (UK), Juliette Eckel (D) (v.l.n.r.)

Es war eine der interessantesten und sehenswertesten Ausstellungen beim 20. EPM. Auf jeden Fall aber die umfangreichste, denn über 90 der weit mehr eingeladenen Künstlerinnen und Künstler …

Juliette Eckel (D): Simple Shapes, 2011, Detail

Juliette Eckel (D): Simple Shapes, 2011, Detail

 

Cherilyn Martin (UK): Graven Images # 2, 2006, Graven Images # 6, 2011

Cherilyn Martin (UK): Graven Images # 2, 2006 (li), Graven Images # 6, 2011 (re)

… stellten je zwei Quilts zur Verfügung. Es sollte ein alter und ein speziell für diese Ausstellung angefertigter neuer sein, was jedoch nicht bei allen Paaren eingehalten wurde. Sei’s drum, ein Augenschmaus war es allemal …

Grietje Van der Veen (CH): Lamelli Bracchia Luymesi, 2007, (li), Grimsvötns Glacier, 2014 (re)

Grietje Van der Veen (CH): Lamelli Bracchia Luymesi, 2007, (li), Grimsvötns Glacier, 2014 (re)

 

Grietje Van der Veen (CH): Lamelli Bracchia Luymesi, Detail

Grietje Van der Veen (CH): Lamelli Bracchia Luymesi, Detail

… wenn auch unmöglich, hier alles zu zeigen. Dennoch ist es ein langer Bericht nur über diese einzige Ausstellung geworden, denn einen Katalog gab es leider nicht.

Blick in die Ausstellung ‘Das Europäische Patchwork Treffen und seine Künstlerinnen von 1994 bis 2014′ im Hintergrund rechts zwei Arbeiten von Jane Lloyd (UK): Whirlpool, 2000 (li), Macaws flew overhead, 2008 (re)

Blick in die Ausstellung ‘Das Europäische Patchwork Treffen und seine Künstlerinnen von 1994 bis 2014′
im Hintergrund rechts zwei Arbeiten von Jane Lloyd (UK): Whirlpool, 2000 (li), Macaws flew overhead, 2008 (re)

 

Heide Stoll-Weber (D): Shapes and Lines 18, 2014 (li), Tulips, 2000 (re)

Heide Stoll-Weber (D): Shapes and Lines 18, 2014 (li), Tulips, 2000 (re)

Stattgefunden hat das Ganze im Parc Minier Tellure, etwas ausserhalb von Ste Marie-aux-Mines gelegen und eigentlich ein Museum zum Bergbau, der ja im Silbertal in früheren Zeiten gewinnbringend betrieben wurde. Man baute Silber ab, wie der Name des Tales schon verrät.

Blick in die Ausstellung ‘Das Europäische Patchwork Treffen und seine Künstlerinnen von 1994 bis 2014′

Blick in die Ausstellung ‘Das Europäische Patchwork Treffen und seine Künstlerinnen von 1994 bis 2014′

 

Ute Baunach (D): Pforte, 1997 (ganz li), Begegnung, 2014 (li), Verena Matter (CH): Serenata, 2005 (re), Lotus Teich, 2014 (ganz re)

Ute Baunach (D): Pforte, 1997 (ganz li), Begegnung, 2014 (Mitte li), Verena Matter (CH): Serenata, 2005 (Mitte re), Lotus Teich, 2014 (re aussen)

Im Foyer und in die Dauerausstellung hinein wurden also Stellwände aufgestellt und die textilen Werke konnten einziehen. Die Beleuchtung mit Tageslicht von oben im Hauptraum war selbst bei Regenwetter vorzüglich.

Sylvie Ladame (F): La Robe, 2011 (li), Sublimation, 2014 (re)

Sylvie Ladame (F): La Robe, 2011 (li), Sublimation, 2014 (re)

 

Sylvie Ladame (F): La Robe, Detail

Sylvie Ladame (F): La Robe, Detail

 

Mirjam Pet-Jacobs (NL):

Mirjam Pet-Jacobs (NL): Walking Down the Catwalk, 2003 (li), Murmures, 2014 (re)

 

Mirjam Pet Jacobs (NL):

Mirjam Pet Jacobs (NL): Walking Down the Catwalk, Detail

 

Mirjam Pet-Jacobs (NL):

Mirjam Pet-Jacobs (NL): Murmures, Detail

Beim unserem Rundgang möchte ich auf die einzelnen Bildunterschriften verweisen, die man mitlesen sollte. Ich habe extra die Herstellungsjahre mitaufgenommen, damit (meistens) ein Vergleich von ‘alt’ und ‘neu’ möglich wird.

Blick in die Ausstellung ‘Das Europäische Patchwork Treffen und seine Künstlerinnen von 1994 bis 2014′ xxx

Blick in die Ausstellung ‘Das Europäische Patchwork Treffen und seine Künstlerinnen von 1994 bis 2014′
Geneviève Rampal (F): Faille , 2004 (vorne li), Etc. 3, 2014 (vorne re)

 

Blick in die Ausstellung ‘Das Europäische Patchwork Treffen und seine Künstlerinnen von 1994 bis 2014′ Im Vordergrund: Rosmarie Artmann-Graf (CH): On the Wall, On the Watch, 2006 (li), Starlike Coins, 2013 (re)

Blick in die Ausstellung ‘Das Europäische Patchwork Treffen und seine Künstlerinnen von 1994 bis 2014′
Im Vordergrund: Rosmarie Artmann-Graf (CH): On the Wall, On the Watch, 2006 (li), Starlike Coins, 2013 (re)

 

Rosmarie Artmann-Graf (CH):

Rosmarie Artmann-Graf (CH): On the Wall, On the Watch, Detail

Bei manchen Arbeiten war kein grosser Unterschied festzustellen oder eine sichtbare Entwicklung kaum zu erkennen. Natürlich gehört schon Mut dazu, einen ganz frühen Quilt neben eine aktuelle Arbeit zu stellen, und wie schon gesagt, manche hielten sich – aus welchen Gründen auch immer – auch nicht daran. Es ist jedoch immer wieder erstaunlich, wie variationsreich mit Textilien gearbeitet werden kann.

Blick in die Ausstellung ‘Das Europäische Patchwork Treffen und seine Künstlerinnen von 1994 bis 2014′ xxx

Blick in die Ausstellung ‘Das Europäische Patchwork Treffen und seine Künstlerinnen von 1994 bis 2014′
Bettina Andersen (DK): Early Spring Days, 2001, Detail (ganz li), Spring. A sense of living our lives (I, II, III, IV), 2014 (zweite Arbeit von li)

 

Lia Flemings (B):

Lia Flemings (B): Pacific, 2007, Ecriture VII – Hieroglyphics, 2014

 

Michael James (USA):

Michael James (USA): Untitled, Undated (li), Interference Effect # 2, 2004 (re)

Wie die Paare zusammengestellt wurden, war Sache der einreichenden Ausstellungsteilnehmer. Manche haben sich wirklich in diesem Punkt Gedanken gemacht gehabt und zum Beispiel ein ‘altes’ Thema frisch interpretiert oder die farbliche Wirkung der Arbeiten nebeneinander hängend bedacht.

Gerlinde Merl (A):

Gerlinde Merl (A): Textile Networking, 2014, Detail

 

Isabelle Wiessler (D):

Isabelle Wiessler (D): Evolution textile – évolution de notre temps, 2006 (li), Reflet d’eau, 2014 (re)

 

Charlotte Yde (DK):

Charlotte Yde (DK): Textile, 2000 (li), Insomnia, 2014 (re)

Unbegrenzt war die zur Verfügung stehende Hängefläche jedoch nicht, so dass es relativ viele Hochformate zu sehen gab. Der überwiegende Teil der Arbeiten bestand – wie gefordert – aus Quilts oder jedenfalls wandhängenden Werken. Dreidimensionales geriet so leider zur – reizvollen – Randerscheinung. Ich bedaure dies …

Blick in die Ausstellung ‘Das Europäische Patchwork Treffen und seine Künstlerinnen von 1994 bis 2014′ Fave (F):

Blick in die Ausstellung ‘Das Europäische Patchwork Treffen und seine Künstlerinnen von 1994 bis 2014′
Dominique Fave (F): Tisse et Trame, 2014 (vorne li)

 

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Im Vordergrund: Pia Maria Inderbitzin (CH): L’inverno e passato, 2007 (li), Trouver la balance, 2014 (re)

… denn es hätte dem gegenwärtigen Schaffen durchaus entsprochen, wenn der Veranstalter in diesem Punkt mehr Freiheit zugelassen hätte. Aber was nicht ist, kann sich ja in künftigen Ausstellungen noch durchsetzen.

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Gerdur Gudmunsdottir (ISL): Mice on Ice, 2014

 

Elina Lusis-Grinberga (LV):

Elina Lusis-Grinberga (LV): Absolute Majority, 2012 (li)

 

Christa Ebert (D):

Christa Ebert (D): Feuer und Flamme, 2004 (li), Kommunikationsstörung, 2014 (re)

Wer eine Einladung zur Teilnahme erhielt und sie wahrgenommen hat, befand sich in dieser Ausstellung in bester Gesellschaft. Natürlich ist unbekannt geblieben, wer die Einladung ausgeschlug …

Olga Prins

Olga Prins-Lukowski (NL): Hakuna Matata, 2005 (li), Juggling, 2014 (re)

 

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Anco Brouwers (NL): Rolduc, 1997

 

Anco

Anco Brouwers (NL): Rolduc, Detail

 

Anco

Anco Brouwers (NL):  Bowl, 2014

… aber viele renommierte Textilschaffende liessen sich diese Gelegenheit nicht entgehen und waren mit ihren Arbeiten vertreten. Interessant ist auch, mit welcher Beständigkeit viele ‘Namen’ einem interessierten Beobachter der Szene über die Jahre immer wieder begegnen.

Uta Lenk (D):

Uta Lenk (D): Mehr Licht, 2001 (li), Gelbes Band, 2011 (re)

 

Eszter Bornemisza (H):

Eszter Bornemisza (H): Lightspot, 1996 (li), Jacob’s Ladder (re)

 

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Christine Peyret Gaudinot (F): Série de trois quilts montés ensemble, 2003 (li), Ado-rebelle, 2013 (re)

 

Els van Baarle (NL):

Els Van Baarle (NL): Question and Answer, 2005 (li), Counting the Day, 2013 (re)

 

Blick in die Ausstellung ‘Das Europäische Patchwork Treffen und seine Künstlerinnen von 1994 bis 2014′ Jette Clover (B): Words 7, 2014, Detail (vorne li) Aina Muze (LV): Linen series, 2006 (li), Stone wall, 2014 (re)

Blick in die Ausstellung ‘Das Europäische Patchwork Treffen und seine Künstlerinnen von 1994 bis 2014′
Jette Clover (B): Words 7, 2014, Detail (vorne li)
Aina Muze (LV): Linen series, 2006 (li), Stone wall, 2014 (re)

Alles in allem also eine hervorragende Idee des Veranstalters, die nur auf einem so reichen Fundus wie dies ein 20-jähriges Jubiläum ermöglicht, mit diesem Erfolg gelingen konnte. Besser konnten die Teilnehmer an dieser Ausstellung nicht gratulieren!

Elsbeth Nusser-Lampe (D):

Elsbeth Nusser-Lampe (D): Semiramis, 1998 (li), Winter Jasmin, 2013 (re)

 

Linda Colsh

Linda Colsh (USA): Red sampler, 1985 (li), Red, 2012 (re)

 

Brigitte Morgenroth (D):

Brigitte Albrecht Morgenroth (D): Tripolis, 2008 (li), Goldener Oktober, undatiert (re)

 

Blick in die Ausstellung ‘Das Europäische Patchwork Treffen und seine Künstlerinnen von 1994 bis 2014′ Im Hintergrund links: Arbeiten von Brigitte Albrecht Morgenroth (D), vorne rechts: Arbeiten von Béatrice Lanter (CH)

Blick in die Ausstellung ‘Das Europäische Patchwork Treffen und seine Künstlerinnen von 1994 bis 2014′
Im Hintergrund links: Arbeiten von Brigitte Albrecht Morgenroth (D), vorne rechts: Arbeiten von Béatrice Lanter (CH)

 

Inge Hueber Beatrice Lanter (CH):

Inge Hueber (D): The old quilt, 1980 (ganz li), Recent Quilt, 2014 (Mitte li)
Béatrice Lanter (CH): Hommage à W., 1993 (Mitte re), Frühling, 2014 (re aussen)

 

Inge Hueber

Inge Hueber (D): Recent Quilt, Detail

 

Jutta Briehn (D):

Jutta Briehn (D): Bluie Mood, 2000 (li), Die Wüste lebt / The Desert is Alive, 2013 (re)

 

Linda & Laura Kemshall (UK):

Linda & Laura Kemshall (UK): Flock, 2004 (li), Edge of a Feather, 2014 (re)

 

Judith Mundwiler (CH):

Judith Mundwiler (CH): Precious Moments / Kostbarkeiten, 2002, Detail

 

Judith Mundwiler (CH):

Judith Mundwiler (CH): Tissu de la vie / Gewebe des Ganzen, 2013, Detail

 

Anita Leutwiler

Anita Leutwiler (D): Von dem Fischer un syner Fru, 1991 (li), Excuse me, who lives here?, 2012 (re)

 

Gabi Mett (D):

Gabi Mett (D): Zwischen den Zeiten, 2014 (li), Tod in Veniedig, 2002 (re)

 

Gabi Mett (D): Tod in Venedig, Detail

Gabi Mett (D): Tod in Venedig, Detail

 

Sophie Furbeyre(F):

Sophie Furbeyre (F): Malachite et Azurite, 1996 (li), Vie intérieure, 2013 (re)

 

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Hikka Luosa (FIN): Spiral, 2010 (li), Give Us Peace, 2014 (re)

 

Detail

Hikka Luosa (FIN): Give Us Peace, Detail

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Alle Fotos: © Gudrun und Dr. Wolfgang Heinz mit freundlicher Erlaubnis des Veranstalters – vielen Dank!

Zu den ersten Impressionen geht es hier: https://blog.bernina.com/de/2014/09/europaeisches-patchwork-meeting-impressionen/

Zum dritten Teil geht es hier: https://blog.bernina.com/de/2014/12/europaeisches-patchwork-meeting-impressionen3/

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Kommentare zu diesem Artikel

12 Responses

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  • Brigitte Morgenroth

    wunderbar, dass Du uns wieder einen vollständigen Eindruck dieser Jubiläumsausstellung gegeben hast – diese Vielfalt!!! Ich war dort und habe alles gesehen – voll großer Freude!!

  • Monika

    Vielen Dank für diesen interessanten Rundgang. Wunderschöne Arbeiten, tolle Fotos. So kann man auch etwas teilhaben an den vielseitigen schönen Quilts. Die Gegenüberstellung älterer und aktueller Arbeiten ist sehr spannend.
    Liebe Grüße
    Monika

  • Gudrun Heinz

    halli hallo,

    1000 dank für das umfangreiche feedback – auch für die mails, die in meinem postfach eingetroffen sind. es freut mich sehr, dass die impressionen gefallen und für die daheimgebliebenen ein ersatz für den besuch sind. ich werde auch noch weitere bilder und berichte hier veröffentlichen, bitte aber um etwas geduld, da ich noch weitere verpflichtungen zu bearbeiten habe und auch die familie nicht kurz kommen darf.

    hinsichtlich der in den kommentaren erwähnten kommerzialisierung möchte ich folgendes zu bedenken geben:

    ich besuchte in den vergangenen jahren neben dem meeting in ste marie auch das festival of quilts (birmingham), das prague patchwork meeting (prag), die nadelwelt (karlsruhe), das main-quiltfestival (aschaffenburg) sowie die jährlichen gilde-treffen in deutschland und in der schweiz. und zwar regelmässig über jahre hinweg. daneben textile art berlin, l’aiguille en fete (paris) sowie das festival in riga und die events in sankt petersburg und moskau. (berichte hier im blog).

    bei den zuerst genannten veranstaltungen hat man sich, soweit der event noch besteht, überall vergrössert und hinsichtlich der präsentationsmöglichkeiten verbessert, z.B. durch angemessene stellwände (ohne löcher o.ä.) und bessere beleuchtung. überall, ausser in prag, sind die eintrittspreise gestiegen. dem steht aber auch ein wesentlich verbreitertes ausstellungsangebot, mehr fortbildungsmöglichkeiten (kurse und workshops bei überwiegend namhaften fachleuten) sowie gelegenheit zu einkäufen bei händlern gegenüber. dass nicht alle ausstellungen auf internationalem top-niveau sein können, liegt auf der hand, sie sind aber durchaus überall dabei. nach meinem dafürhalten gab es überall eine gute mischung. auch die ergebnisse von mitglieder- oder anderen wettbewerben fanden genauso wie werkschauen von einzel-ausstellerinnen als auch von professionell arbeitenden textilschaffenden einen platz. so muss das auch sein. wie sonst soll sich die szene weiter entwickeln?

    speziell zum epm (ste marie) ist festzuhalten, dass man dort weitere ausstellungsräume ausserhalb von kirchen geschaffen hat, was die enge und das gedränge entschärfte. weiter ist mir sehr positiv aufgefallen, dass nun in jeder kirche endlich eine bessere beleuchtung installiert wurde. und bei den stellwänden ist bei den spitzen-ausstellungen ein led-beleuchtungssystem angebracht worden, was die präsentation zusammen mit der grosszügigeren raumgliederung entscheidend verbesserte.

    wer meine berichte hier im blog über die jahre verfolgt hat, wird sich erinnern, dass ich an den geeigneten stellen auf solche mängel hingewiesen habe. dass dies die veranstalter geld kostet, muss ich genauso wenig extra betonen, wie die tatsache, dass eintrittspreise im allgemeinen (museen, theater, konzerte usw.) gestiegen sind.

    aber was erwarten wir besucher eigentlich? um mir mittelmass und ergebnisse aus der unteren schublade anzusehen, brauche ich nicht nach ste marie, nach birmingham oder zur nadelwelt oder sonstwohin zu reisen. und dass ich dort ausserdem noch hotel- und verpflegungskosten habe, ist klar. aber die kann der besucher ebenfalls in einem bescheideneren rahmen halten und sind nicht dem veranstalter zuzurechnen. ich für meinen teil bin vom textilschaffen so begeistert, dass ich diese events sehr gerne besuche – und im übrigen auch kräftig mitfinanziere. wenn ich möchte, dass sich dies in zukunft weiter entwickelt, so müssen sich auch die veranstaltungen mitentwickeln. und um missverständnissen vorzubeugen: ich fahre auch zu regionalen veranstaltungen, und zwar sehr gern!

    beste grüsse
    gudrun

  • Elke Heege

    Liebe Gudrun, das ist wirklich eine sehr beeindruckende Ausstellung. Ich finde das Konzept sehr gelungen, die Entwicklung der Künstlerinnen – mal mehr, mal weniger – ist deutlich zu sehen. Was für ein unglaublicher Zuwachs an Können und künstlerischem Ausdruck, innerhalb von ca. zehn Jahren. Ich bin gespannt, wie es weiter geht. Dies Jahr konnte ich leider nicht kommen. Teilst du den Eindruck der wachsenden Kommerzialisierung in Ste. Marie?

  • Frau U.

    Danke, dass ich die Ausstellung noch einmal “durchschreiten” durfte. Eine einfach genial gute Ausstellung mit absolut klasser Textilkunst.

  • Heidi Drahota

    Schön hier die Nachschau noch einmal genießen zu können, Gudrun. Übrigens: Eure Bilder sind wirklich super, man sieht auch immer die Textur so toll. Großes Kompliment dem Fotograf!

  • monika

    Liebe Gudrun,
    auch ich habe diese Ausstellung besonders genossen. Deine Fotos geben die Vielfalt sehr gut wieder! Manche Werke kann man sofort zuordnen, andere haben mich sehr überrascht.
    DANKE für die Mühe!
    LG monika

  • stoffmadame

    Vielen Dank für diesen schönen spannenden Einblick durch die gelungenen, tollen Fotos! Das ist sehr bereichernd anzuschauen 🙂
    Liebe Grüße
    stoffmadame

  • Gertud

    Da ich auch nach etwa 10 Jahren mal wieder im Silbertal war, war ich auf die Entwicklung des ganzen sehr gespannt. Dieser oben super beschriebene Teil der Ausstellungen war für mich einer der interessantesten. Besonders, da ich schon am Donnerstag dort war und das ganze in Ruhe geniessen konnte.
    Im Ganzen war es in meinen Augen doch sehr kommerziell geworden und bis auf einige, allerdings besondere Ausnahmen (z.B. “Musik trifft Stoff – Quilts von Bach bis Techno” und den Ausstellungen in den Kirchen) zu wenig Künstlerische Auseinandersetzung. Auch wenn ich es genossen habe in den Ausstellungen diesmal Fotografieren zu dürfen, würde ich heute sagen, es hatte auch etwas für sich, das man es früher nur selten durfte. Man schaute intensiver.

    Bei der Nachbetrachtung helfen allerdings die Bilder dann wieder.
    So hat eben alles seine zwei Seiten.
    Vielen Dank für den schönen Bericht und einen schönen Sonntag
    Gertrud

  • Sabine

    Von dieser Ausstellung hatte ich gehört, und da das Thema so spannend ist, hatte ich sehr bedauert, die Werke nicht sehen zu können.
    Du hast mir mit Deinen Bildern nun doch einen Besuch ermöglicht. Vielen Danlk dafür!
    Herzliche Grüße von Sabine

  • Annette

    Guten Morgen Gudrun,
    vielen Dank für die wunderschönen Bilder!
    Die Gegenüberstellung zweier Werke eines Künstlers mit möglichst großem zeitlichen Abstand ist in der Tat sehr spannend!
    Liebe Grüße Annette.

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