Kreative Artikel zum Thema Quilten

Ausstellungstipps April 2017

Color Improvisations 2

Mit ihren ausdrucksstarken Farben, den geometrischen Formen und den grossen Formaten erinnern die 50 Art Quilts an die abstrakten Gemälde der Moderne – zu sehen in der internationalen Ausstellung ‘Color Improvisations 2’, die die Textilsammlung Max Berk in Heidelberg vom 9. April 2017 an präsentiert.

Helen Mc Bride Richter: The Meeting © Helen Mc Bride Richter Photo Credit: Kuhnle + Knodler Fotodesign Germany

Helen Mc Bride Richter: The Meeting
© Helen Mc Bride Richter
Photo Credit: Kuhnle + Knodler Fotodesign Germany

Etwa zwei mal zwei Meter gross sind die Arbeiten, die einen beeindruckenden Einblick in die zeitgenössische Quiltkunst in den USA und Europa geben. 44 Künstlerinnen aus Kanada, Frankreich, Deutschland, der Schweiz, Japan, Schottland und den USA sind daran beteiligt. Sie setzten die Stoffe mit dem Blick für gelungene Kompositionen und mit viel Liebe fürs Detail zusammen. Als moderne Textilschaffende nutzten sie zwar die alte Technik des Quiltens und verbanden und fixierten mehrere Stofflagen durch akzentuierende Steppnähte. Bei der Wahl der Motive jedoch haben sie sich von traditionellen Regeln und Mustern befreit. Ihre Werke sind ein Spiel mit Formen und Farben, immer wieder neu und immer wieder faszinierend.

Michèle Samter: Piece by Piece © Michèle Samter Photo Credit: Kuhnle + Knodler Fotodesign Germany

Michèle Samter: Piece by Piece
© Michèle Samter
Photo Credit: Kuhnle + Knodler Fotodesign Germany

Kuratiert wurde die Ausstellung von der amerikanischen Quilt-Ikone aus Ohio, Nancy Crow, die auch eine ihrer neuesten Arbeiten ausstellt. Jede der Teinehmerinnen hatte bis zu fünf Arbeiten eingereicht. ‘Kriterien für die Auswahl waren unter anderem: sehr gute Komposition, eine starke individuelle Stimme als Künstler, saubere Arbeit und intensives Quilten – ich denke, in dieser Ausstellung sehen wir intensiveres Quilten als in den meisten Ausstellungen’, so die Kuratorin.

Elke Klein: Waves © Elke Klein Photo Credit: Kuhnle + Knodler Fotodesign Germany

Elke Klein: Waves
© Elke Klein
Photo Credit: Kuhnle + Knodler Fotodesign Germany

Nancy Crow unterrichtet Quilten seit mehr als 20 Jahren, ist durch zahlreiche Ausstellungen in den USA und Europa, Workshops und Bücher bekannt und hat mit ihrem Stil viele Quilterinnen beeinflusst.

Karen Schulz: Say Whaaat © 2015 Karen Schulz Photo Credit: Kuhnle + Knodler Fotodesign Germany

Karen Schulz: Say Whaaat
© 2015 Karen Schulz
Photo Credit: Kuhnle + Knodler Fotodesign Germany

Die Ausstellung findet in Zusammenarbeit mit Ginie Curtze und dem Museum Tuch + Technik, Neumünster statt. Sie wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet, das öffentliche Führungen, Künstlergepräche und Workshops umfasst.

Ein Katalog ist erhältlich.

Info:

9. April – 13. August 2017

Color Improvisations 2

Textilsammlung Max Berk / Kurpfälzisches Museum
Brahmsstrasse 8
69118 Heidelberg-Ziegelhausen
Deutschland

www.museum-heidelberg.de

Öffnungszeiten:
Mi, Sa, So: 13 – 18 Uhr
Sondertermine und Führungen für Gruppen nach Vereinbarung

Vernissage:
So, 9. April 2017, 11 Uhr

Öffentliche Führungen:
Sa, 10. Juni 2017, 15 Uhr • So, 11. Juni 2017, 14 Uhr • So, 09. Juli 2017, 15 Uhr • Mi, 12. Juli 2017, 17 Uhr • Mi, 09. August 2017, 17 Uhr • So, 13. August 2017, 15 Uhr

Künstlerinnengespräch mit Elke Klein:
Sa, 22. und So, 23. April 2017, jeweils 13 – 18 Uhr
Sa, 22. und So, 23. Juli 2017, jeweils 13 – 18 Uhr

Workshops:
Farbfelder – Kraftfelder, So, 21. Mai 2017, 14 – 17 Uhr
Wandern Sie mit uns durch die Welt der Farben und Formen, auf der Stoffweide lässt sich satt grasen! Lassen Sie sich von unserem Stofffarbkasten inspirieren und gestalten Sie Ihr eigenes Kraftfeld. Wie das dann aussehen wird … lassen Sie sich überraschen!
Ein Workshop für alle Altersklassen (Kunstwerkkunde für Kinder und Erwachsene Nr. 51) mit Claudia Fadani und Angelika Dirscherl.
Materialgebühr: 5 EUR

Die Welt der Farben, Sa, 10. Juni, 9 – 18 Uhr und So, 11. Juni 2017, 9 – 17 Uhr
Workshop mit Michèle G. Samter (Schweiz) zur Erarbeitung eigener Farbkonzepte.
Kosten: 165 EUR
Teilnehmerzahl: mind. 10, max. 15 Personen
Anmeldung beim Museum bis spätestens 12. Mai 2017 erforderlich

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LINIENKÖRPER
Objekte und Zeichnungen von Monika Supé

Monika Supé experimentiert an der Grenze von Körper zu Raum. Sie lässt menschenähnliche Körper entstehen, die sie über Linien zeichnerisch wie plastisch in den Raum einschreibt. Dabei sind diese Körper selbst gar nicht anwesend, sondern vielmehr nur deren Oberflächen.

Einladungskarte

Einladungskarte

Denn aus Supés Schaffen verbleiben kokonartige Hüllen, mal gehäkelt, mal gebogen oder strickartig gezeichnet, die auf doppeltem Weg Relikten gleich von menschlichem Dasein zeugen: Zum einen lassen sie menschliche Existenz und deren Vergänglichkeit erahnen, zum anderen sind sie ein Nachweis menschlicher Tätigkeit, die sich hier haptisch begreifbar manifestiert hat. Und folgt man als Betrachter dem Linienverlauf, so lässt sich an ihnen das Vergehen von Zeit ablesen.

Ausstellungsansicht Monika Supé: Exuvie streitfeld projektraum, München 2014 im Vordergrund: Exuvia 1, 3, 2 2014 35 x 40 x 270 cm, 70 x 66 x 270 cm, 35 x 35 x 270 cm Draht gehäkelt Foto freundlicherweise von der Galerie Altes Rathaus Musberg zur Verfügung gestellt

Ausstellungsansicht Monika Supé: Exuvie
streitfeld projektraum, München 2014
im Vordergrund: Exuvia 1, 3, 2
2014
35 x 40 x 270 cm, 70 x 66 x 270 cm, 35 x 35 x 270 cm
Draht gehäkelt
Foto freundlicherweise von der Galerie Altes Rathaus Musberg zur Verfügung gestellt

Noch bis zum 9. April 2017 zeigt die Galerie im alten Rathaus Musberg zwei- und dreidimensionale Arbeiten aus verschiedenen Werkgruppen. Die dreidimensionalen Arbeiten bestehen aus Draht und sind entweder grossmaschig gehäkelt (Exuvia) oder aus vielen Drähten gebogen (Umzeichnungen).

Monika Supé: Umzeichnung 10 2014 44 x 18 x 19 cm geglühter Draht Foto freundlicherweise von der Galerie Altes Rathaus Musberg zur Verfügung gestellt

Monika Supé: Umzeichnung 10
2014
44 x 18 x 19 cm
geglühter Draht
Foto freundlicherweise von der Galerie Altes Rathaus Musberg zur Verfügung gestellt

Die zweidimensionalen Arbeiten sind mit Tusche gezeichnet und geben Ausschnitte des menschlichen Körpers wieder (Arbeiten der Serie Linearität). Ihre grafische Struktur entsteht durch Linien, die wie gestrickte Maschen angeordnet sind.

Monika Supé: o.T. Serie Linearität 15 2017 140 x 100 cm Tusche auf Papier Foto freundlicherweise von der Galerie Altes Rathaus Musberg zur Verfügung gestellt

Monika Supé: o.T. Serie Linearität 15
2017
140 x 100 cm
Tusche auf Papier
Foto freundlicherweise von der Galerie Altes Rathaus Musberg zur Verfügung gestellt

Diese Linienführung ist konsequent durchgehalten und lässt sich mit dem Auge nachverfolgen.

Monika Supé: o.T. Serie Linearität 14, Detail 2017, Tusche auf Papier Foto freundlicherweise von der Galerie Altes Rathaus Musberg zur Verfügung gestellt

Monika Supé: o.T. Serie Linearität 14, Detail
2017, Tusche auf Papier
Foto freundlicherweise von der Galerie Altes Rathaus Musberg zur Verfügung gestellt

Info:

4. März – 9. April 2017

LINIENKÖRPER
Objekte und Zeichnungen von Monika Supé

Galerie Altes Rathaus Musberg
Kulturkreis Leinfelden-Echterdingen e.V.
Filderstrasse 44
70771 Leinfelden-Echterdingen
Deutschland

www.altes-rathaus-musberg.de
www.monikasupe.de

Öffnungszeiten:
Sa: 16 – 18 Uhr
So: 11 – 13 Uhr
und nach Absprache

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Nadelmarkt 2017

Am 1. und 2. April 2017 findet in Iserlohn zum neunten Mal der ‘Nadelmarkt’ statt. In Anlehnung an die für Iserlohn ehemals so bedeutende Nadelfabrikation mit weltweitem Handel, werden Designer und Manufakturen Produkte vorstellen, zu deren Herstellung die Öhrnadel ein wichtiges Arbeitsgerät ist. Das Stadtmuseum Iserlohn lädt Gross und Klein in die Historische Fabrikanlage ein, die seit 1987 das Nadelmuseum beherbergt.

Nadelmuseum Barendorf Foto freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Nadelmuseum Barendorf
Foto freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Alle der etwa 30 Aussteller demonstrieren mit ihren Produkten von hoher Qualität die Bandbreite handwerklichen wie gestalterischen Könnens: feine, erlesene historische wie zeitgenössische Stickereien, kunstvolles Bekleidungsdesign, Schals, extravagante Hüte, edle Wohntextilien, einfallsreich gequiltete Wandbehänge und Überwürfe oder Teppiche aus Filz, handgefertigte Taschen und Accessoires sowie edel manufakturierte Lederhandschuhe. Verschiedene Schmuckgestaltungen, u.a. aus Teilen alter Musikinstrumente, werden viele Interessierte begeistern.

Brautkleid Foto freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Brautkleid
Foto freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Nicht zuletzt bieten bunte Kinderbekleidung und fröhliche Kinderzimmerdekorationen reichlich Gelegenheit, auf Entdeckungsreise zu gehen. Im Zubehörbereich finden die Besucher Stoffe und Schnitte für eigene Handarbeiten, sowie Scheren aus Solingen. Die einzige heute noch in Iserlohn ansässige Nadelfabrik bietet verschiedenes Nähzubehör an.

Foto freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Foto freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Mit künstlerischen Projekten und Produkten rund um die Nadel beteiligen sich die Barendorfer Künstler, wie z.B. der Kunsttischler Konrad Horsch. Nils Bergauer, einer der jüngsten Inhaber einer Lederhandschuhmanufaktur und einer der letzten seiner Zunft, wird vor Ort mit seinen historischen Maschinen die Produktion eleganter Lederhandschuhe vorführen, während Ingmar Pons die Herstellungsweise fadengebundener Bücher demonstriert.

Lederhandschuhmanufaktur Foto freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Lederhandschuhmanufaktur
Foto freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Technikinteressierte Besucher können bei Führungen Einblicke in historische Herstellungsabläufe erhalten. Für Kinder und Jugendliche gibt es Workshops rund ums Nähen.

Info:

1. / 2. April 2017

Nadelmarkt 2017

Historische Fabrikanlage Maste-Barendorf
Baarstrasse 220 – 226
58636 Iserlohn
Deutschland

www.iserlohn.de

Öffnungszeiten:
11 – 18 Uhr

Eintritt frei

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Dresden • Europa • Welt

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) präsentieren derzeit im Residenzschloss unter dem Titel ‘Dresden • Europa • Welt’ noch bis zum 5. Juni 2017 drei Ausstellungen, die das Ergebnis intensiver Forschungen sind, die in den vergangenen Jahren dank der massgeblichen Förderung durch die Museum & Research Foundation realisiert werden konnten.

Jahangir (reg. 1605–27) Dekkan (Golkonda) spätes 17./frühes 18. Jahrhundert Wasserfarben und Gold, Bild: 211 x 141 mm Kupferstich-Kabinett, © SKD Foto: Andreas Diesend

Jahangir (reg. 1605-–27)
Dekkan (Golkonda) spätes 17./frühes 18. Jahrhundert
Wasserfarben und Gold, Bild: 211 x 141 mm
Kupferstich-Kabinett, © SKD
Foto: Andreas Diesend

Mit den ‘Miniatur-Geschichten’ wird ‘Die Sammlung indischer Malerei im Dresdner Kupferstich-Kabinett’ erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und gibt Einblick in die Welt indischer Miniaturmalerei des ausgehenden 17. und 18. Jahrhunderts, unter anderem mit der Darstellung prachtvoller Kostüme.

Prinzessin Jahanara Begum Sahib (1614–1681), die älteste Tochter Sha Jahans, mit zwei Begleiterinnen Dekkan-Mogul, spätes 17./frühes 18. Jahrhundert Wasserfarben und Gold, 257 x 199 mm Kupferstich-Kabinett, © SKD Foto: Andreas Diesend

Prinzessin Jahanara Begum Sahib (1614-–1681), die älteste Tochter Sha Jahans, mit zwei Begleiterinnen
Dekkan-Mogul, spätes 17./frühes 18. Jahrhundert
Wasserfarben und Gold, 257 x 199 mm
Kupferstich-Kabinett, © SKD
Foto: Andreas Diesend

‘Women Cross Media. Fotografie, Porzellan und Druckgrafik aus Japan und China’ widmet sich in einem medienübregreifenden Ansatz der Frage, wie in der ostasiatischen Kunst vom frühen 18. bis ins späte 19. Jahrhundert Weiblichkeit im Bild konstruiert und inszeniert wurde.

Unbekannter Fotograf, Porträt einer Chinesin im Profil nach links, aus dem Fotoalbum „China III“, 1880-1900, Albuminpapier, montiert auf Untersatzkarton, 27,2 x 21,3 cm, Seite: 54 x 37,5 cm, Album: 55,5 x 40,5 x 5 cm Museum für Völkerkunde, © SKD

Unbekannter Fotograf: Porträt einer Chinesin im Profil nach links, aus dem Fotoalbum „China III“, 1880-1900, Albuminpapier, montiert auf Untersatzkarton, 27,2 x 21,3 cm, Seite: 54 x 37,5 cm,
Album: 55,5 x 40,5 x 5 cm
Museum für Völkerkunde, © SKD

Wechselnde Schönheitsideale, aber auch Wunschvorstellungen westlicher Sammler oder Klischees werden hier sichtbar.

Großer Teller, Japan, Arita, Edo-Zeit (1603-1868), spätes 17. Jahrhundert Porzellan, Unterglasurkobaltblau, Aufglasurfarben und Gold, Höhe: 10,2 x Ø 54,9 x Ø Fuß: 27,1 cm Porzellansammlung, © SKD Foto: Adrian Sauer

Großer Teller, Japan, Arita, Edo-Zeit
(1603-1868), spätes 17. Jahrhundert
Porzellan, Unterglasurkobaltblau, Aufglasurfarben und Gold, Höhe: 10,2 x Ø 54,9 x Ø Fuß: 27,1 cm
Porzellansammlung, © SKD
Foto: Adrian Sauer

Die Präsentation ‘Global Player’ skizziert die Vernetzung Dresdens vom 16. bis 18. Jahrhundert mit der Welt. Die Exponate werden als Indikatoren und Akteure transkultureller Bewegungen unter dem Leitbegriff des ‘Transfers’ untersucht.

Elias Geyer, Straußeneipokal in Gestalt eines Straußes Leipzig, um 1589-1595 Straußenei, Silber, vergoldet, Höhe 47cm Grünes Gewölbe, © SKD Foto: Michael Wagner

Elias Geyer: Straußeneipokal in Gestalt eines Straußes
Leipzig, um 1589-1595
Straußenei, Silber, vergoldet, Höhe 47 cm
Grünes Gewölbe, © SKD
Foto: Michael Wagner

Ausgewählte Objekte aus verschiedenen Sammlungen der SKD veranschaulichen verschiedene Aspekte des Kulturaustausches, es geht um globale Transferprozesse von Werken zwischen Kontinenten und Zeitaltern wie z.B. der Entwurf eines Kostüms für August den Starken als ‘Chef der Afrikaner’.

Unbekannter Künstler, August der Starke als Chef der Afrikaner 1709, Feder und Pinsel in Wasser und Deckfarben, Gold über Grafit, 464x277 mm (Blatt) Kupferstich-Kabinett, © SKD Foto: Andreas Diesend

Unbekannter Künstler: August der Starke als Chef der Afrikaner
1709, Feder und Pinsel in Wasser und Deckfarben, Gold über Grafit, 464×277 mm (Blatt)
Kupferstich-Kabinett, © SKD
Foto: Andreas Diesend

Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass ab dem 9. April 2017 zwei neue grandiose Dauerausstellungen in der Rüstkammer eröffnet werden: ‘Auf dem Weg zur Kurfürstenmacht’ und ‘Kurfürstliche Garderobe’, die auch im Kontext ‘500 Jahre Reformation’ stehen. Dazu folgt noch ein eigener Bericht.

Plakat

Plakat

Die Trailer auf der Website der SKD möchte ich ausdrücklich empfehlen.

Info:

3. März – 5. Juni 2017

Dresden • Europa • Welt

ab 9. April 2017

Macht & Mode
Auf dem Weg zur Kurfürstenmacht
Kurfürstliche Garderobe

Residenzschloss
Taschenberg 2
01067 Dresden
Deutschland

www.skd.museum/de

Flyer zu ‘Dresden • Europa • Welt’

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Katrin Mosimann
Plötzlich irgendwo

Ab dem 7. April 2017 zeigt die Galerie TEXTILALTRO an der HSR Hochschule für Technik Rapperswil spannende textile Arbeiten von Katrin Mosimann, die in St. Gallen lebt.

Plakat

Plakat

Material aus der unmittelbaren Umgebung und auch die Tagespresse dienen als Inspiration für Katrin Mosimanns Schaffen. Als ausgebildete Damenschneiderin ist sie dem Textilen und dem Nähen auch in der Kunst treu geblieben. Sie verwendet Dinge aus ihrer Umgebung, wie zum Beispiel Putzlappen, und verwandelt sie in genähte Bilder.

Katrin Mosimann: Durchbruch Foto freundlicherweise von der Galerie zur Verfügung gestellt

Katrin Mosimann: Durchbruch
Foto freundlicherweise von der Galerie zur Verfügung gestellt

Oft dienen ihr auch Bilder aus der Tagespresse als Inspiration. Mit Nadel und Faden bringt sie die Bilder aus Papier auf einen textilen Untergrund, näht Konturen nach und bannt so die Motive auf den Stoff. In einem weiteren Prozess wäscht sie die ihr unwichtigen Papierteile heraus und es bleiben Kompositionen bestehen, bei der die papierne Motivvorlage nur noch in Fragmenten Bestand hat. Den Rest haben die Fäden übernommen.

Katrin Mosimann: Kraft, Detail Foto freundlicherweise von der Galerie zur verfügung gestellt

Katrin Mosimann: Kraft, Detail
Foto freundlicherweise von der Galerie zur Verfügung gestellt

Eines ihrer zentralen Themen ist das Abbilden von Menschen: Oft geht es um dramatische Lebenssituationen wie Einsamkeit, Verlassenheit und Flucht. Ihre Gestalten werden mit einem fortlaufenden Faden genäht, alle Gestalten sind miteinander verbunden. Die elementaren Schickalsthemen in Kombination mit den einfachen Arbeitsmaterialien machen die besondere Spannung dieser Werke aus.

Info:

7. April – 19. Mai 2017

Katrin Mosimann
Plötzlich irgendwo

Galerie TEXTILALTRO
HSR Hochschule für Technik Rapperswil
Oberseestrasse 10
8640 Rapperswil
Schweiz

www.textilaltro.hsr.ch
www.kunst-stoffe.ch

Öffnungszeiten während der Ausstellung:
Mo – Fr: 8.30 – 17.30 Uhr
Feiertage geschlossen

Vernissage:
Fr, 7. April 2017, 17 – 20 Uhr
mit Führung durch die Ausstellung durch Katrin Mosimann

Finissage:
Fr, 19. Mai 2017, 15 – 17.30 Uhr
die Künstlerin ist anwesend

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250 Jahre Goldstadt Pforzheim

Seit Markgraf Karl Friedrich 1767 das Privileg erteilte, in Pforzheim eine Taschenuhr- und Silberwarenmanufaktur zu errichten, setzte er damit eine Erfolgsgeschichte in Gang, die Pforzheim zur ‘Goldstadt’ machen und bis in unsere Zeit prägen sollte. Die Stadt, die durch ihre Schmuck- und Uhrenindustrie, renommierte Museen zum Thema sowie als Design- und Hochschulstandort weit über die Region hinaus bekannt geworden ist, feiert 2017 dieses 250. Jubiläum mit über 300 Veranstaltungen, darunter Ausstellungen und spektakuläre Live Acts, mit Design und Schmuckkunst, Tagungen und Kongressen, mit viel Musik und Theater und zeigt, welche Innovationen aus der Traditionsindustrie entstanden sind.

Plakat Technisches Museum, Aussenansicht Foto: Petra Jaschke

Plakat
Technisches Museum, Aussenansicht
Foto: Petra Jaschke

Ein Highlight im April 2017 ist die Wiedereröffnung des Technischen Museums der Pforzheimer Schmuck- und Uhrenindustrie nach knapp einjähriger Umgestaltungspause – mit neuen Themen, neuen Informationsangeboten und neuer Ausstellungsgestaltung. Am Wochenende 8. / 9. April 2017 öffnet es von 10 bis 17 Uhr seine Pforten mit einem Publikumsfest für Gross und Klein bei freiem Eintritt.

Info:

8. / 9. April 2017

Technisches Museum der Pforzheimer Schmuck- und Uhrenindustrie
Bleichstrasse 81
75173 Pforzheim
Deutschland

www.pforzheim.de

Publikumsfest-Programm

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Un-Dress. Nachhaltigkeit statt Fast Fashion

Das Textilmuseum St. Gallen bietet im April verschiedene Veranstaltungen an: Workshops, Vorträge und den Aktionstag ‘Un-Dress’ in Kooperation mit der Hochschule St. Gallen.

‘Un-Dress’ ist eine junge und dynamische Plattform, welche dem Ideenaustausch, der Bewusstseinsbildung und dem Knüpfen von Kontakten dienen soll. Als Herzstück des Events bietet die Fashionshow ausgewählten Designern die Möglichkeit, ihre Kollektionen vor StudentInnen, BranchenvertreterInnen und Modebegeisterten von Nah und Fern zu präsentieren.

Un-Dressed Fashionshow Foto freundlicherweise vom Veranstalter oikos St. Gallen zur Verfügung gestellt.

Un-Dressed Fashionshow
Foto freundlicherweise vom Veranstalter oikos St. Gallen zur Verfügung gestellt

Die Fashionshow findet in der Tonhalle St. Gallen statt, die Designerausstellung im Globus und die Workshops im Textilmuseum.

Über die Details informiert der Flyer oder die Website des Museums.

Info:

26. April 2017

Un-Dress. Nachhaltigkeit statt Fast Fashion
Aktionstag

Textilmuseum St. Gallen
Vadianstrasse 2
9000 St. Gallen
Schweiz

www.textilmuseum.ch
www.oikos-international.org

Flyer zum Veranstaltungsprogramm im April

Workshops im Textilmuseum St. Gallen
9 – 15 Uhr

Designerausstellung im Globus
ab 17 Uhr

Fashionshow in der Tonhalle
20 Uhr

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Sara Berman’s Closet

Es ist wohl eine Art Wunderkammer: ‘Sara Berman’s Closet’, eine Installation, die das Metropolitan Museum of Art in New York noch bis zum 5. September 2017 zeigt, einen bescheidenen Schrank, gefüllt mit peinlich genau arrangierten Stapeln aus gestärkter und präzise gefalteter Kleidung und Accessoires aus dem Besitz von Sara Berman, die 1920 in Weissrussland geboren wurde und in Palästina und in der Bronx lebte. Nachdem sie ihren Mann verlassen hatte, zog sich Berman in ein kleines Studio-Apartment in Greenwich Village zurück. Die Ausstellung ‘Sara Berman’s Closet’ repräsentiert ihr dortiges glückliches Leben von 1982 bis 2004.

Die Künstler Maira und Alex Kalman, Bermans Tochter und Enkel, haben den Schrank und seinen Inhalt als Kunstinstallation ihr zu Ehren neu erstellt. Ihre wunderbare Mutter trug zu ihrem weissen Haar ausschliesslich Weiss und wurde dafür oft bewundert, erklärt Maira Kalman per Audio Guide. In diesem Schrank bewahrte Sara Berman liebevoll ihre Unterwäsche, Nachthemden, Hemden, Hosen, Schuhe, Pullover, Hüte, Bettwäsche, Schönheitsprodukte, Gepäck und andere Utensilien sorgfältigst auf. Obwohl die Kleidung verschiedene Farbtöne hat – z.B. auch Elfenbein und Ecru – hat man den Eindruck, dass alles ganz weiss zu sein scheint.

Maira Kalman und Alex Kalman: Items from Sara Berman’s Closet 2015, Textilien, Leder, Papier, Glas, Metall, Plastik Eigentum der Künstler Photo credit: Katherine Finkelstein Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Maira Kalman und Alex Kalman: Items from Sara Berman’s Closet
2015, Textilien, Leder, Papier, Glas, Metall, Plastik
Eigentum der Künstler
Photo credit: Katherine Finkelstein
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Die Ausstellung wurde vom Mmuseumm übernommen, das im Erdgeschoss eines alten Industriegebäudes hinter einer mit Graffiti bemalten Stahltür in einem ehemaligen, gerade mal sechs Quadratmeter grossen Lastenaufzug in der Cortlandt Alley im New Yorker Stadtteil Tribeca (Manhattan) installiert ist und als das kleinste Museum der Stadt gilt. Hier präsentierte Mitbegründer Alex Kalman den Schrank seiner Grossmutter zunächst mit der Intention, den Blick der Betrachter, die für Alltagsdinge blind geworden sind, zu schärfen, ihnen Bedetung zu verleihen.

The Met stellt die Installation ‘Sara Berman’s Closet’ dem neu eingerichteten Worsham-Rockefeller Dressing Room aus dem Jahr 1882 gegenüber, der Kleidung aus den 1880er Jahren des Typs vorstellt, die Arabella Worsham, eine wohlhabende Kunstmäzenin, hätte getragen haben können. Trotz der enormen Unterschiede in Grösse und Ausgestaltung und der Tatsache, dass 100 Jahre dazwischen liegen, weisen die beiden Räume Ähnlichkeiten zwischen den Lebensgeschichten von Sara Berman und Arabella Worsham (um 1851-1924) auf, die beide durch ihren Einfallsreichtum neue Leben für sich selbst in New York City geschaffen haben. Zugleich erzählt die Met-Sammlung historischer amerikanischer Interieurs aus drei Jahrhunderten aus der Geschichte von Architektur, Design und ihrer Bewohner sowie von Einwanderung und kultureller Anpassung.

Werfen Sie einen Blick in das Video auf der unten angegebenen Website des Metropolitan Museum of Art.

Info:

6. März – 5. September 2017

Sara Berman’s Closet

The Met Fifth Avenue
Floor 1, Deedee Wigmore Galleries, Gallery 743
1000 Fifth Avenue
New York, NY 10028
USA

www.metmuseum.org

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Carpets for Kings – Teppiche für Könige

Sechs kleinere wertvolle Perserteppiche aus dem 16. und 17. Jahrhundert, die seit Jahrzehnten nicht ausgestellt werden konnten und erst kürzlich restauriert wurden, stehen im Mittelpunkt der Ausstellung ‘Carpets for Kings: Six Masterpieces of Iranian Weaving’ im Metropolitan Museum of Art in New York. Diese Meisterstücke der persischen Webkunst, die das Museum zwischen 1910 und 1951 erworben hat, waren in königlichem Gebrauch und sind leuchtende Beispiele für den klassischen islamischen Teppich.

Carpet Second half 16th century Made in present-day Afghanistan, Herat Silk (warp), cotton (weft), wool (pile); asymmetrically knotted pile Rug: H. 99–3/4 in. (253.4 cm) W. 70 in. (177.8 cm) W. of top edge: 68–5/8 in. (174.3 cm) The Metropolitan Museum of Art, Mr. and Mrs. Isaac D. Fletcher Collection, Bequest of Isaac D. Fletcher, 1917 (17.120.127) Image: © The Metropolitan Museum of Art, New York Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Carpet
Second half 16th century
Made in present-day Afghanistan, Herat
Silk (warp), cotton (weft), wool (pile); asymmetrically knotted pile
Rug: H. 99–3/4 in. (253.4 cm) W. 70 in. (177.8 cm) W. of top edge: 68–5/8 in. (174.3 cm)
The Metropolitan Museum of Art, Mr. and Mrs. Isaac D. Fletcher Collection, Bequest of Isaac D.
Fletcher, 1917 (17.120.127)
Image: © The Metropolitan Museum of Art, New York
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Das Bild zeigt einen Ausschnitt eines der Teppiche (Kette: Seide, Schuss: Baumwolle, Flor: Wolle, asymmetrisch geknüpft) mit Tiermotiven und mit einem Mittelmedaillon – einem Ententeich, um den ein Fest gefeiert wird. Anhand des Stils der Turbane konnte das Stück auf die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts datiert werden.

Info:

3. März – 27. August 2017

Carpets for Kings

The Met Fifth Avenue,
The Hagop Kevorkian Fund Special Exhibitions Gallery
Floor 2, Gallery 458
1000 Fifth Avenue
New York, NY 10028
USA

www.metmuseum.org

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Seniorenresidenz Eyachfrieden

In bisher 37 Jahren entstand Alraunes Welt, die nicht nur aus 70 menschengrossen textilen Kunstfiguren, ihrem Ensemble, besteht, sondern auch aus Tausenden von dazugehörigen verblüffenden Objekten – ein Fundus von beachtlichen Ausmassen. Ihre Ausstellungen füllen das ehemalige Hotel ‘Schwanen’ am Marktplatz in Haigerloch. Jedoch liebt Alraune die Abwechslung. Es wäre ihr zu langweilig, die Räume mit immer gleichbleibenden Szenerien zu gestalten. Sie nutzt die Wintermonate (während der das Museum geschlossen bleibt), um die Ausstellung komplett umzugestalten. Jede Saison gibt es ein anderes Konzept und die Figuren schlüpfen in neue Rollen, wechseln Kleidung, Namen und Berufe, treten in anderer Gesellschaft auf und bekommen von ihr neue schräge Kurzgeschichten auf den Leib geschrieben.

Flyer zur Ausstellung 'Seniorenresidenz Eyachfrieden' mit freundlicher Erlaubnis von Hans Siebert

Flyer zur Ausstellung ‘Seniorenresidenz Eyachfrieden’
mit freundlicher Erlaubnis von Hans Siebert

In der Saison 2017, d.h. ab dem Ostersonntag, erwartet die Besucher in Alraunes Privatmuseum die ‘Seniorenresidenz Eyachfrieden’ – kein realistisches Altersheim, sondern eine fantastische Residenz für schrille Alte. Püppchen gibt es hier nicht, aber Menschen-Figuren!

Ausstellung 'Seniorenresidenz Eyachfrieden' Foto aus dem Flyer mit freundlicher Erlaubnis von Hans Siebert

Ausstellung ‘Seniorenresidenz Eyachfrieden’
Foto aus dem Flyer mit freundlicher Erlaubnis von Hans Siebert

Im ersten Raum wählen die Besucher zunächst einen Leihhut und passieren dann den Tanzpalast der Residenz. Im grossen Saal ist ein grandioses Buffet arrangiert. Sie werden Appetit bekommen. Zum Essen ist die Pracht allerdings überhaupt nicht geeignet, denn Alraunes Speisen sind – verflixt und zugenäht – nur falscher Schein, genau wie ihre Figuren. An der Küche führt kein Weg vorbei. In riesigen Töpfen garen Fische, kochen Breie und die Köche testen eigens für die Residenz erfundene Gesichtsmasken am eigenen Leib. Im ersten und zweiten Stock befinden sich die Zimmer und Suiten einzelner Bewohner, Alraunes Atelier und die Lagerräume.

Flyer zur Ausstellung 'Seniorenresidenz Eyachfrieden' mit freundlicher Erlaubnis von Hans Siebert

Flyer zur Ausstellung ‘Seniorenresidenz Eyachfrieden’
mit freundlicher Erlaubnis von Hans Siebert

Ergänzt wird die Ausstellung durch einen Kurzfilm.

Info:

16. April – 31. Oktober 2017

Seniorenresidenz Eyachfrieden

Privatmuseum Alraune im Schwanen
Marktplatz 5
72401 Haigerloch
Deutschland

www.panoptikum-siebert.de

Öffnungszeiten:
Do – So und an allen Feiertagen: 14 – 17 Uhr

Gruppen ab 18 Personen bitte mit Voranmeldung

Flyer

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Zug um Zug

Ist unser Denken und Handeln individuell und frei oder werden wir wie Marionetten gehalten und Zug um Zug gelenkt?

Einladung

Einladung

In seiner neuen Ausstellung richtet der Bramscher Künstler Siegfried Kornacki mit seinen Gemälden und Skulpturen den Blick auf die sichtbaren und unsichtbaren Fäden, die uns manipulieren, aber auch Halt geben können.

Info:

1. April – 7. Mai 2017

Siegfried Kornacki
Zug um Zug
Gemälde & Skulpturen

Tuchmacher Museum Bramsche
Mühlenort 6
49565 Bramsche
Deutschland

www.tuchmachermuseum.de

Eröffnung:
Fr, 31. März 2017, 19 Uhr

Flyer

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Judith Leiber – Crafting a New York Story

Original Chatelaine mit original Schloss (die erste von Judith Leiber designte Metall-Tasche), 1967 Foto: Gary Mamay; courtesy the Leiber Collection Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Original Chatelaine mit original Schloss
(die erste von Judith Leiber designte Metall-Tasche), 1967
Foto: Gary Mamay; courtesy the Leiber Collection
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Das Museum of Arts and Design in New York eröffnet am 4. April 2017 die neue Ausstellung ‘Judith Leiber – Crafting a New York Story’, die sich mit dem Schaffen der Kunsthandwerkerin, Designerin und Geschäftsfrau Judith Leiber beschäftigt: Handtaschen der Luxusklasse.

Japanischer Obi-Stoff, wiederbestickt mit Strass, 1980er Foto: Gary Mamay; courtesy the Leiber Collection Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Japanischer Obi-Stoff, wiederbestickt mit Strass, 1980er
Foto: Gary Mamay; courtesy the Leiber Collection
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

1921 in Budapest geboren, lernte sie das Anfertigen von Handtaschen bei einem Hersteller von der Pike auf und emigrierte nach dem 2. Weltkrieg in die USA. Nachdem sie zunächst für andere Hersteller gearbeitet hatte, gründete sie 1963 im Alter von 42 Jahren unter dem eigenen Namen ein eigenes Unternehmen, für das sie bis 2004, als sie ihre letzte Tasche entwarf, tätig war. Die Ausstellung stellt Judith Leibers Biographie dar, widmet sich aber auch dem Stellenwert der Handtasche in der westlichen Kultur des 20. Jahrhunderts.

Graue Krokodilledertasche mit 'Greyhound'-Verschluss, 1988 Foto: Gary Mamay; courtesy the Leiber Collection Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Graue Krokodilledertasche mit ‘Greyhound’-Verschluss, 1988
Foto: Gary Mamay; courtesy the Leiber Collection
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Das Luxus-Label ‘Judith Leiber’ existiert noch heute – die eleganten und vornehmen Unterarmtaschen, kostbaren Abendtäschchen, die unvermeidlichen modischen Kleinigkeiten, die weltweit auch in Museumssammlungen vertreten sind, sind einen Blick wert. Kein Wunder, dass sich fast jede First Lady seit 1953 eine Judith-Leiber-Tasche zur jeweiligen Amtseinführung des amerikanischen Präsidenten nach eigenen Wünschen anfertigen liess.

Minaudière in Spargelform mit vielfarbigem Strass, 1996 Foto: Gary Mamay; courtesy the Leiber Collection Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Minaudière in Spargelform mit vielfarbigem Strass, 1996
Foto: Gary Mamay; courtesy the Leiber Collection
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Info:

4. April – 6. August 2017

Judith Leiber – Crafting a New York Story

Museum of Arts and Design
2 Columbus Circle
New York, NY 10019
USA

www.madmuseum.org

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LOOT: MAD About Jewelry

Aurélie Guillaume (Kanada): Anstecker Emaille Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Aurélie Guillaume (Kanada): Anstecker
Emaille
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Vom 4. – 8. April 2017 präsentiert das Museum of Arts and Design in New York ‘LOOT: MAD About Jewelry’, die jährliche Verkaufsausstellung von Schmuck, der von zeitgenössischen Schmuckschaffenden hergestellt wurde.

Helga Mogensen (Island): Halsschmuck Treibholz Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Helga Mogensen (Island): Halsschmuck
Treibholz
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

In der bereits 17. Auflage zeigt die Ausstellung einen Querschnitt der aufregendsten und innovativsten Ideen und Designs und bietet dem Publikum eine seltene Gelegenheit, um direkt mit einigen der begabtesten Kreativen in Kontakt zu treten und einzukaufen.

Saerom Kong (Südkorea): Halsschmuck Reis, Bohnen, Fundstücke Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Saerom Kong (Südkorea): Halsschmuck
Reis, Bohnen, Fundstücke
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Schmuck als Kunstform ist dabei, sich zu etablieren. Eine Ausstellung wie diese …

Kristin Urup (Dänemark): Fibel Silber Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Kristin Urup (Dänemark): Fibel
Silber
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

… zu der 54 Teilnehmer aus 21 verschiedenen Ländern ausgewählt wurden und auch Preise verliehen werden …

Julie Decubber (Frankreich): Halsschmuck antikes Porzellan Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Julie Decubber (Frankreich): Halsschmuck
antikes Porzellan
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

…. fördert Visionen und unterstützt herausragende Schmuckdesigner, von denen die meisten noch nie zuvor in den USA ausgestellt haben.

Rie Taniguchi (Japan): Manschettenknöpfe Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Rie Taniguchi (Japan): Manschettenknöpfe
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Info:

4. – 8. April 2017

LOOT: MAD About Jewelry

Museum of Arts and Design
2 Columbus Circle
New York, NY 10019
USA

www.madmuseum.org

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Abfall + Traum = Chic!

Die neue H&M Conscious Exclusive-Kollektion setzt sowohl in Sachen Nachhaltigkeit als auch beim Style neue Massstäbe: 2017 integriert die Kollektion das innovative, nachhaltige Material BIONIC® – recyceltes Polyester, das aus angeschwemmten Plastikabfällen gewonnen wird.

Foto freundlicherweise von H&M zur Verfügung gestellt

Foto freundlicherweise von H&M zur Verfügung gestellt

Das fliessende Gewebe, das für ein aufwändiges Abendkleid verwendet wird, zeigt, wie selbstverständlich modische Styles und Respekt für die Umwelt zueinander passen. Die Designer durften träumen und schufen eine wirklich traumhafte Abendrobe, plissiert und mit Volants, die beweist: très chic!

Foto freundlicherweise von H&M zur Verfügung gestellt

Foto freundlicherweise von H&M zur Verfügung gestellt

Neben einer vollständigen Damenkollektion und legerer formeller Kleidung für Herren wird die Kollektion erstmalig auch Modelle für Kinder sowie einen Conscious Fragrance-Duft aus Bio-Ölen umfassen und ab dem 20. April 2017 in rund 160 ausgewählten Filialen sowie online erhältlich sein.

www.hm.com

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1000 Tücher gegen das Vergessen

In den letzten Ausstellungstipps habe ich auf die Ausstellung ‘1000 Tücher gegen das Vergessen’ im Museum Europäischer Kulturen (MEK) in Berlin-Dahlem schon hingewiesen, in deren Mittelpunkt die ‘Rolle des Gedenkens’ steht. Sie erinnert an Menschen, die seit 1991 im Laufe der Kriege im ehemaligen Jugoslawien getötet wurden. Geflüchtete Frauen, die ihre Angehörigen verloren haben, stickten die Namen und Lebensdaten der Toten auf Taschentücher und schmückten sie individuell aus. Die Künstlerin Anna S. Brägger aus der Schweiz fügte sie zu grossen Stoffbahnen zusammen.

Ausstellung '1000 Tücher gegen das Vergessen' Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Ausstellung ‘1000 Tücher gegen das Vergessen’
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung ‘1000 Tücher gegen das Vergessen’ im MEK wird weiter an der Gedenkrolle gearbeitet. Sie sind herzlich eingeladen, gemeinsam mit der Künstlerin Ornamente in weitere Taschentücher zu sticken. Lassen Sie sich inspirieren von den gestickten Tüchern der ‘Rolle des Gedenkens’ oder entwerfen Sie neue Motive. Ihre Kreativität und Stickkünste sind gerne willkommen zu den folgenden Terminen:

im April:
Di, 18. – Fr, 21. April 2017, jeweils 14 – 16 Uhr
Sa, 22. und So, 23. April 2017, jeweils 11 – 17 Uhr

im Mai:
Di, 9. – Fr, 12. Mai 2017, jeweils 14 – 16 Uhr
Sa, 13. und So, 14. Mai 2017, jeweils 11 – 17 Uhr

Info:

3. März – 25. Juni 2017

1000 Tücher gegen das Vergessen

Museum Europäischer Kulturen
Arnimallee 25
14195 Berlin-Dahlem
Deutschland

www.museumsportal-berlin.de

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Im TextilWerk Bocholt geht’s App
Mit dem Smartphone durch die Ausstellung

Einmal in die Rolle eines angehenden Textilunternehmers schlüpfen – das können die Museumsbesucher im LWL-Textilwerk Bocholt mit der neuen App ‘Bist du ein Macher?’. Im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres hat Katharina Krawiec im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) gemeinsam mit Museumsmitarbeiter Martin Schmidt das Spiel entwickelt, das Museumsbesuchern aller Altersgruppen einen neuen Zugang zur Ausstellung ‘Die Macher und die Spinnerei’ (hier gehts zu meinem Bericht) bietet. Seit Kurzem können die Besucher die App kostenlos im App Store und im Google Play Store herunterladen.

Die Besucher sollen viele Punkte sammeln bei der App 'Bist du ein Macher?' Foto: LWL

Die Besucher sollen viele Punkte sammeln bei der App ‘Bist du ein Macher?’
Foto: LWL

Entstanden ist das App-Spiel ‘Bist du ein Macher?’. Dabei schlüpfen die Museumsbesucher mit ihrem Smartphone oder Tablet selbst in die Rolle eines angehenden Textilunternehmers – mit dem Ziel, die eigene Firma so erfolgreich wie möglich zu machen! Ganz nebenbei erfährt man, was einen erfolgreichen westfälischen Unternehmer wirklich ausgemacht hat, wie er seine Entscheidungen getroffen hat und was sein Leben beeinflusste. Als potenzieller ‘Macher’ steht der Spieler vor vielen Rätseln und Aufgaben, die alle gelöst werden können, während er die Ausstellung erkundet, die Exponate aus einem neuen Blickwinkel betrachtet und dabei selbst Schlüsse ziehen und Entscheidungen treffen muss.

Info:

Die Macher und die Spinnerei

Textilwerk Bocholt | Spinnerei
Industriestrasse 5
46395 Bocholt
Deutschland

www.lwl.org

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Ausschreibung:

Stillen ist bunt

Ausschreibung für ein Näh- und Ausstellungsprojekt zur Förderung des Stillens in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Stillinstitut, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, stillende und nicht stillende Mütter bedürfnisgerecht zu beraten und sie auf ihrem Weg zu begleiten.

Julia Scheckenbach: Ein Blick voller Liebe Foto: Friedrich Röseler. Freundlicherweise von Christine Röseler, der Veranstalterin, zur Verfügung gestellt.

Julia Scheckenbach: Ein Blick voller Liebe
Foto: Friedrich Röseler. Freundlicherweise von Christine Röseler, der Veranstalterin, zur Verfügung gestellt.

‘Stillen ist bunt’ ist ein Näh- und Ausstellungsprojekt, das im Rahmen einer Facharbeit zur IBCLC initiiert wurde und möchte das Bewusstsein fürs Stillen wecken und zum öffentlichen Thema machen. Mitmachen darf europaweit jede, die in irgendeiner Art mit dem Thema Stillen in Berührung gekommen ist. Alle Nähtechniken, Schrift und Collagen sind erlaubt. Das fertige Modell sollte mindestens Postkartengrösse und maximal eine Abmessung von 40 x 60 cm haben. Es kann oval, rund oder eckig sein. Auch mehrere Arbeiten sind erlaubt. Einzige Bedingung ist, dass auf der Arbeit mindestens ein Milchtröpfchen oder auch ein kleiner Milchstrahl zu sehen ist. Aus dem Titel der Arbeit soll ein deutlicher Zusammenhang zum Thema hervorgehen.

Die Ausstellung wird bei den Patchworktagen der Patchwork Gilde Deutschland e.V. in Celle am 2. und 3.  Juni 2018 und im Rahmen der Initiative Babyfreundlicher Krankenhäuser gezeigt. Es winkt ein Preisgeld eines Sponsors für die zwei besten Arbeiten.

Einsendeschluss: Ende Dezember 2017

Alle weiteren Details und die Kontaktadresse entnehmen Sie bitte der ausführlichen Ausschreibung.
Download des Anmeldeformulars

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Bitte informieren Sie sich vor einem Ausstellungsbesuch auf der jeweiligen Website besonders über die genauen Öffnungszeiten – es kann sich immer etwas ändern.

Weitere Ausstellungen finden Sie auf meiner Website in der Rubrik AUSSTELLUNGSKALENDER.

Den verschiedenen Beteiligten herzlichen Dank für das Zur-Verfügung-Stellen von Informationen und Bildmaterial!

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