Kreative Artikel zum Thema Sticken

Schnelles Wende-Tisch-Set mit der Overlock

Heute wird genäht. Vor einigen Jahren habe ich schon einmal ein gequiltetes Tisch-Set nach einer Anleitung von Sabine Feldmann aus der Quilt-Oase genäht. Der Clou dabei: Top, Vlies und Rückseite werden in einem Schritt zusammengenäht…

Da ich für unser Wohn- und Esszimmer gerade Decken und Gardinen nähe, brauche ich natürlich auch passende Tisch-Sets. Und da ich noch soviel Stoffreste habe, ist es eine schöne Technik um die Stoffe zu verbrauchen…

Der Stoff “Double Chocolat” ist von den Designern 3 Sisters aus der aktuellen Moda-Kollektion. Ich habe Meterware und Jelly Rolls. Desweiteren brauche ich noch Vliesreste und Nähgarn, Rollschneider, Schneidematte und Lineal.

Angeregt mein Tisch-Set mit der Overlock zu nähen, wurde ich von dem BERNINA Overlocker-Handbuch. Auf den Seiten 44 bis 46 wird das Thema Patchwork mit der Overlock beschrieben. Ich habe dabei gleich an meine damals genähten Tisch-Sets gedacht und war von der Technik fasziniert. Und so in etwa, soll mein Tisch-Set aussehen. Auf DIN A4 Bögen einfach ein paar Entwürfe machen. Sie dienen mehr zur Orientierung als zur genauen Umsetzung…

Zunächst stelle ich den 4-Faden-Overlockstick auf meiner Maschine ein. (Wie das einfädeln geht, habe ich im letzten Bericht beschrieben). Dann schneide ich mir mit dem Rollschneider und Lineal ein Dreieck sowie Vlies- und Stoffstreifen für die Vorder- und Rückseite zu…

Das Dreieck ist Teil 1 auf meiner Zeichnung…

Zwischen dem Vorder- und Rückseitenstoff lege ich mein Vlies und nähe mit der Overlock zwei Seiten zu. Dann kann schon einmal nichts verrutschen…

Kleiner Tipp: Zuvor auf einem Probestück die Naht ausprobieren. Ich habe den Nähfußdruck verringert und die Spannung etwas gelockert. Dann je einen entsprechenden Stoffstreifen rechts auf rechts auf die Rück- und Vorderseite legen. Eine Lage Vlies zuoberst auflegen…

Ich habe die Lagen hier einmal etwas verschoben, damit man es besser sieht.

Wer mag kann mit Nadeln etwas stecken. A B E R: der Tod eines jeden Overlockmessers und ggf. sogar der Maschine, niemals, absolut niemals über die Nadeln nähen! Also schön einen Sicherheitsabstand lassen. Ich habe nur am inneren Rand etwas gesteckt. Jetzt alle sechs Lagen zusammennähen…

Die oberen Lagen umklappen und flach bügeln…

Dann die andere Seite umklappen und flach bügeln….

Die Seiten und den Streifen mit Rollschneider und Lineal trimmen. Die Seiten dabei noch nicht 100% genau schneiden. Nur ungefähr…

Nach dem gleichen Schema weitere Streifen annähen…

Ich lege mir dabei ein Lineal an die Seite und decke meine rechte Seite ein wenig mit Papier ab, um das Muster zu kontrollieren. Übrigens Vorder- und Rückseite kann man im Stoff auch variieren. Da es ja ein Wende-Tischset wird. So nähe ich Streifen für Streifen an. Nach dem Nähen immer Streifen auseinander bügeln. Man kann auch in den Breiten variieren…

Wenn die entsprechende Höhe erreicht ist (ca. 35 cm), fange ich an die rechte Seite zu trimmen…

Dann beschneide ich die Diagonale…

Jetzt wird ein Streifen an die Diagonale angenäht…

Ich setze weitere Streifen an. So wie es mir gefällt…

Wenn die entsprechende Größe erreicht ist, das Set mit Lineal und Rollschneider auf das passende Maß zuschneiden. Die Vorderseite…

Die Rückseite….

Jetzt werden noch die Ränder des Tisch-Sets noch mit Schrägband eingefasst. Ich nähe immer eine Seite mit der Maschine und die andere Seite mit der Hand fest. So finde ich persönlich es am Saubersten. Das mache ich jedoch am Abend vor dem Fernseher. Fertig ist das Wende-Tischset. Wer mag, kann die Flächen noch ein wenig quilten….

Bis bald

Andrea

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Kommentare zu diesem Artikel

6 Responses

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  • Margit Tiefel Tiefel

    Hallo Andrea, die Stoffe fielen mir sofort ins Auge und wenn ich bedenke, wie herrlich sie aussehen nur als Streifen, finde ich den Block genial. Bei Dir ist es ein Tischset, aber ich stelle mir Blöcke für eine Decke vor die sich bestimmt prima zusammensetzen lassen, vielleicht mit Rand oder ohne, mal sehen was besser ausschaut. Liebe Grüße

  • Eva

    Hallo, liebe Andrea,
    vielen Dank für die schöne Anleitung. Mit dieser Methode kann man auch mal die Vliesreste verarbeiten. Super
    Viele Grüße
    Eva

  • Hannelore

    Hallo
    die Methode finde ich super. Danke für die Anleitung. Solche Sets will ich unbedingt auch nähen.
    Ich denke mir, dass es sehr viel Sinn macht sie mit der Ovi zu nähen. Mit der Nähmaschine würden die Nahtzugaben (mit Volumenvlies) ziemlich dick. Die Ovi-Naht ist viel flacher.
    Liebe Grüsse
    Hannelore

  • Ingrid

    Hallo Andrea,
    ich bin ja seit kurzem auch in Besitz der 1300MDC und habe bereits festgestellt, dass mir die sauberen Nähte – auch wenn man sie hinterher nicht sieht, sehr gut gefallen.
    Gerade bei Gebrauchtsartikel finde ich das sehr praktisch und sinnvoll, zumal ich auch vor vielen, vielen Jahren gelernt habe, Nähte immer zu versäubern……..
    Patchwork geht hier andere Wege, das ist auch durchaus ok, aber wenn man schon die einfache Möglichkeit mit der Overlock hat, dann finde ich das klasse.
    Es geht schnell und sieht auch im Zwischenstadium super aus!!!
    Liebe Grüße und vielen Dank für die Anregung
    Ingrid

  • Andrea Müller

    Liebe Gudrun,

    natürlich ist es nicht zwingend nötig. Ich habe die Idee im BERNINA Overlockerhandbuch gefunden und fand es sehr interessant Patchwork mit der Overlock zu nähen. Das kannte ich bisher so auch nicht und war doch sehr erstaunt. Crazy Patchwork, Blockhouse etc. lässt sich auch mit der Overlock umsetzen. Man hat schöne saubere Nähte. Natürlich muss man es nicht, aber bekanntlich führen doch auch viele Wege nach Rom, oder?

    Liebe Grüße
    Andrea

  • Gudrun Heinz

    hallo andrea,
    klasse geworden! da die nähte nach innen zu liegen kommen, ist es aber nicht zwingend nötig, mit der overlock zu nähen? das ginge doch auch mit normalen maschinennähten? so meine ich das jedenfalls zu kennen …
    beste sonntagsgrüsse
    gudrun

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