Kreative Artikel zum Thema Nähen

Nähanleitung für ein Osterkörbchen

Osterkörbchen gefällig?

Mit Stoffresten, Kordel oder Seil und dem Doppelkordelfuss Nr. 60 könnt Ihr schöne Osterkörbchen, Schalen, Tischsets oder kleinere Dosen fertigen. Und das gerade noch rechtzeitig für Ostern. Mit den passenden Dekoartikeln wie Hasenstecker, Ei oder Hasenbilder ist Eure Osterdekoration schon komplett!

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Die Anleitung stammt aus der aktuellen Ausgabe der Inspiration Nr. 64.

Das Heft ist im Januar erschienen. Ihr findet es im BERNINA Fachhandel in Deutschland und der Schweiz. Zudem könnt Ihr es natürlich auf unserer Website bestellen. Auf der Website sind auch Abo-Buchungen möglich. Wir freuen uns über jede neue Leserin!

Neben der Anleitung für das Osterkörbchen und für weitere Wohnaccessoires findet Ihr in der Ausgabe 64 zahlreiche Anleitungen ud Schnittmuster Frühlingsbekleidung, für neue Shorts mit passendem Top, für eine spannende Jacke und einen schicken Rucksack. Die meisten Mode-Schnitte haben wir bewusst schlicht gehalten, damit sie sich schnell nähen lassen. Easy eben. 🙂 Beachtet unbedingt auch die Gratis-Downloads in unserer Kreativwelt!

Hier ein paar Eindrücke aus dem Heft:

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… und so sah es am Set aus.

Am Set

Das Shooting hat wie immer Spass gemacht!

Nun aber zum Osterkörbchen!

Nähanleitung Osterkörbchen

Zutaten:

  • Stoffreste
  • ca. 8 m Kordel oder Schnur, 7 – 8 cm dick
  • Schneidematte, Rollschneider und Lineal
  • Nähmaschine einer bekannten Schweizer Marke 🙂
  • Doppelkordelfuss Nr. 60

Vorbereitung

Mit dem Rollschneider Stoffstreifen schneiden. Breite etwa 3 cm, Länge je nach Anfall. Für 1 m Kordel werden je nach Wicklung etwa 1,6 m Stoffstreifen benötigt. Für die hier gezeigte Schale mit Höhe 6,5 cm benötigt Ihr etwa 12,5 m Stoffstreifen.

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Tipp:  Webstoffe werden im 45° Fadenlauf zugeschnitten. Jersey möglichst parallel zur Webkante schneiden, so entstehen saubere Kanten.

Es können auch fertige Bänder oder Borten verwendet werden. Diese sollten nicht zu steif oder zu dick sein. Leicht dehnbare Bänder oder Schrägbänder sind ideal.

Für die Schale, Durchmesser 20 cm, werden etwa 8 m Kordel oder Schnur, 7 – 8 mm dick, gebraucht.

Die Kordel sollte nicht zu hart und nicht rutschig sein, damit die Wicklung nicht während des Nähens verrutscht. Die Nadel sollte problemlos durchzustechen können. Baumwollkordeln sind ideal, weil sie leicht dehnbar sind und die Schale so einfacher in Form gebracht werden kann. Es geht aber auch mit Schnur aus dem Baumarkt.

Nähen

Die Stoffstreifen in harmonischer Farbfolge rechts auf rechts aneinandernähen. Dazu besonders bei Jersey den Obertransportfuss oder den Dual Transport einsetzten. Zugaben auseinanderbügeln und alles zu einem Knäuel aufwickeln. Das Wegrollen kann mit einer Stecknadel verhindert werden.

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Fuss Nr. 60 anstecken und den Federstich ( Nr. 1332, bei den Quiltstichen ) anwählen. Breite etwa 4,6, Länge 3,5. Kordelanfang in den Streifen einwickeln und die umwickelte Kordel um sich selbst drehen.

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Damit nichts franst, haben wir beim Umwickeln die Oberkante des Schrägstreifens fortlaufend eingeschlagen.

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Zu Beginn den Fuss immer wieder etwas anheben, um die Schnecke weiterzudrehen. Wenn die Fläche so gross ist, dass der Fuss ganz in die Kordel einrasten kann, läuft es automatisch weiter. Immer abwechselnd den Streifen um die Kordel wickeln und ein Stück weiternähen.

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Ist die Fläche etwa 15 cm im Durchmesser, wird in den nächsten 3 bis 4 Runden die neu zugeführte Kordel straff angezogen, so entsteht der Rand des Korbs. Anschliessend die Kordel wieder normal zuführen, bis etwa 6,5 cm Höhe erreicht sind.

Kordel abschneiden, das Ende mit dem Stoff einwickeln und festnähen.

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Fertig, der Hase kann kommen! So sieht das Körbchen jetzt aus:

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Zum Abschluss noch ein paar Tipps:

  • Wenn Ihr kleinere Schalen oder Sets fertigt, können Ihr die Schnecke auch andersrum drehen. Für grössere Schalen sind dann die Nähmaschinen der 7er oder 8er Serie von BERNINA von Vorteil.
  • Variiert die Schalenform auch mal durch Stauchen der zugeführten Kordel, sodass die Form wieder breiter wird.
  • Sowohl beim Anziehen als auch beim Stauchen solltet Ihr den Beginn einer Runde kennzeichnen. Um Beulen zu vermeiden, wird die Schnur immer über eine ganze Runde gleichmässig straff oder locker zugeführt.
  • Die plastischere Seite ist die Seite, auf der genäht wurde. Schale oder Deckel werden gewendet, sodass die schönere Seite aussen ist.

Viel Erfolg beim Nähen und Frohe Ostern!

Eure Claudia Giesser

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