Kreative Artikel zum Thema Nähen

Nähanleitung: Süßes-oder-Saures-Tasche

Hierzulande streiten sich die Geister (sehr passend), ob und wie das Brauchtum um Halloween, welches  seinen Ursprung in Irland findet, ausgelebt werden soll.

Als ich noch kinderlos in der Stadt wohnte, hat mich das Fest um den 31. Oktober nicht sonderlich tangiert. Mit dem Umzug aufs Dorf veränderte sich dies allerdings. Hier werden jedes Jahr um die Oktobermitte gruselig ausgeleuchtete Kürbisfratzen an die Haustüren gestellt und vielerlei schaurige Dekoration “kleidet” die Fenster und Wohnräume der Dorfbewohner.

Am Halloweenabend ziehen dann gruselig und oft ziemlich beängstigend verkleidete Kinder von Haus zu Haus und fordern die Einwohner mit “Süßes oder Saures” dazu auf, ihnen eine Kleinigkeit zum Naschen zu schenken. Andernfalls würde ihnen ein Streich gespielt, es gibt dann eben etwas Saures.

Für den Transport der erpressten Waren, und das sind meist nicht wenige, haben die Kinder im besten Fall eine Tasche dabei. Vielleicht mag sich das ein oder andere Schreckgespenst für dieses Jahr selbst eine nähen?

Nähanleitung für eine nachtleuchtende “Süßes-oder-Saures-Tasche”

Zubehör:

  • festen Baumwollstoff (ich habe Canvas verwendet)
  • Stoffreste für die Applikation
  • reflektierender Stoff
  • nachtleuchtendes Garn
  • Applikationsvorlage (Download)
  • Vliesofix
Zubehör für eine Süßes-oder-Saures-Tasche

Zubehör für eine Süßes-oder-Saures-Tasche

Aus dem Stoff für die Tasche ein 34×27 cm großes Stück für die Tasche und zwei Streifen à 8×32 cm für die Henkel zuschneiden und alle Kanten versäubern.

Die Applikationsvorlage auf die glatte Seite des Vliesofix übertragen,

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und auf die linke Seite der Stoffreste aufbügeln. Alles sauber ausschneiden. Anhand der Applikationsvorlage bestimmen, wie viel Vliesofix für die Augen, die Nase und den Mund (in einem Stück) von dem reflektierenden Stoff benötigt wird und auch auf diesen aufbügeln.

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Den Stoff für die Tasche links auf links legen, die Folie des Vliesofix entfernen und die Fratze platzieren (erst den reflektierenden Stoff, dann den Stängel und zum Schluss den Kürbis an sich). Die Nahtzugaben bei der Ausrichtung beachten. Zum Fixieren nach Herstellerangaben bügeln und anschließend die Schnittkanten mit einem ZickZack-Stich umnähen. Um einen speziellen Effekt zu erzielen, habe ich nachtleuchtendes Garn verwendet.

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Mir persönlich war die Vorderseite der Tasche so noch zu kahl und ich habe mit dem Leuchtgarn noch einen krakeligen Schriftzug aufgenäht. Hierfür einfach mit einem Kreidestift vorschreiben und dem Steppstich mehrmals nachnähen.

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Die Stoffstücke für die Tragegriffe werden nun längs mittig links auf links gebügelt, wieder aufgeklappt und die Nahtzugaben bis zur Mittelfalte eingeklappt und gebügelt. Zusammenfalten und beide Längskanten absteppen.

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Für eine besonders saubere Steppnaht verwende ich bei meiner Bernina den Schmalkantfuß #10. Das Führungsblech sorgt dafür, dass die Naht gerade verläuft.

Die Henkel werden nun mit einem Abstand von ca. 6 cm zu den Außenkanten an die Oberkante der Tasche geheftet. Dabei zeigen sie nach “unten”.

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Den Taschenstoff rechts auf rechts übereinander legen, stecken und an der Unterkante sowie der Seitenkante zusammennähen.

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Die Tasche auf rechts wenden, dann die Nahtzugabe der oberen Kante auf links bügeln und feststecken.

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Nun die Oberkante sauber absteppen und im Anschluss die Tragegriffe zusätzlich mit kleinen Kreuzen fixieren.

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Fertig!

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Wer es mag, dem wünsche ich eine herrlich schaurige Halloweennacht und drücke die Daumen, dass es nichts Saures gibt 😉

Eure Paola

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