Kreative Artikel zum Thema Nähen

Kindershirt aus Jerseyresten mit Seraflex

Hände hoch, wer hat sie nicht?

Die Kiste mit Stoffresten, die beim Zuschnitt übrig bleiben, zu groß zum wegwerfen sind und zu klein für etliche Projekte? Nun ist Schluss damit, denn gerade aus Jerseyresten lassen sich tolle Kindershirts nähen. Wie das ganz unkompliziert geht, zeige ich euch heute. 

Kindershirt aus Jerseyresten

Was ihr dafür als erstes tun müsst? Ihr leert eure Restekiste und sucht euch eure Favoriten heraus, die zu einem Kindershirt werden sollen. 

Weiter braucht ihr ein beliebiges Schnittmuster für ein Kindershirt. Anja hat für euch ihre Favoriten an Kinderschnittmustern zusammen getragen, die nicht nur jungstauglich sind.

Und ihr braucht Garn. Für das Zusammennähen der Jerseystücke eignet sich Seraflex von Amann Mettler , denn das Garn ist elastisch und fantastisch um Jerseyreste mit einem normalen Geradstich aneinander zu nähen. Um es mit anderen Worten zu sagen: Mit Seraflex wird die Elastizität einer normalen Naht verdoppelt. Man könnte auch die Overlocknaht oder Covernaht mit einem Doppelsteppstich ersetzen und die Naht bleibt hervorragend dehnbar.

Zusammennähen der Jerseyreste

Mit dem Garn, was leicht glänzt, steppen wir nun die ersten beiden Jerseystücke, die ich für das Vorderteil auserkoren habe aufeinander. Dafür lege ich beide Stücke mit einer Überlappung von 1cm an der Kante übereinander und steppe diese mit dem Geradstich der Länge 3mm aufeinander. Für das Zusammennähen habe ich den Nähfußdruck gesenkt, damit der Jersey sich nicht allzu sehr wellt, ansonsten habe ich nichts an den Maschineneinstellungen geändert. 

Für meinen inneren Monk habe ich die Naht im zukünftigen Vorderteil zweimal abgesteppt. Aufgrund der Stoffbreite meines Jerseyrests wird die Naht nachher nicht in der vorderen Mitte liegen, das wird schon aufregend genug für mein Auge. Überhaupt könnte man das Shirt aus Jerseyresten noch viel bunter gestalten, aber da sträubt es sich bei mir innerlich.

Dann werden die Ärmel aus den verschieden großen Jerseyresten zusammengesetzt.

Es lohnt sich hin und wieder ein Abgleich mit dem Schnittmuster um zu prüfen, ob der zusammengesetzte Stoff ausreicht. Achtung, mein Schnittmuster enthält Nahtzugaben. 

Nach dem erfolgreichen zusammennähen der Jerseyreste folgt der Zuschnitt des Shirts und auch der letzte Rest des Motivjerseys wird noch zu einer Brusttasche und einem Kragenbeleg verarbeitet. 

  

Absteppen des Halsausschnittes

Dank Seraflex hab ich auch endlich mal wieder Lust den Ausschnitt und den Kragenbeleg abzusteppen, ohne dass ich die Cover einsetzen muss. Ich liebe dieses Garn jetzt schon und freue mich auf schöne Ausschnitte, die nicht sofort beim Anziehen reißen, auf farblich harmonische Kindershirts aus Jerseyreste und eine sich leerende Restekiste. 

Schwierigkeitsgrad: Anfänger
Zeitaufwand: einen Abend
Verwendete Materialien: Amann Mettler Seraflex, Garn, Jersey, Jerseyreste, Nähgarn, Seraflex
Verwendete Produkte:
BERNINA 570 QE
BERNINA 570 QE
BERNINA 1150MDA
BERNINA 1150MDA
Rücktransportfuss # 1
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Kommentare zu diesem Artikel

4 Antworten

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  • Kerstin Dziwis

    Hallo,

    ich finde die Idee klasse – endlich eine gute Möglichkeit, um Stoffreste zu verarbeiten. Leider habe ich auf der verlinkten Seite von Armin Mettler die Garnserie Seraflex nicht gefunden. Ist es nicht mehr im Sortiment und wenn ja, gibt es eine Alternative?

    Herzliche Grüße

    Kerstin Dziwis

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