Kreative Artikel zum Thema Nähen

7 Tipps für perfekte Ziernähte auf Jeans

Gefallen euch die Ziernähte an Jeanshosen auch so gut, ihr habt aber Angst, dass ihr das nicht so schön und gleichmäßig hinbekommt? Ich verrate euch ein paar Trick für ein perfektes Nahtbild. Wenn ihr sie anwendet, gibt es wirklich keinen Grund, warum eure Ziernähte nicht schön aussehen sollten.

Ziernaht nähen auf Jeans – 7 Tipps für ein tolles Stichbild

Tipp 1: Verwendet schweres oder doppeltes Garn für Ziernähte

Bei Ziernähten geht es in der Regel darum, einen dekorativen Effekt zu erzielen. Deshalb solltet ihr ein dickeres Garn auf der Spule verwenden. Meine Lieblingsgarne sind Jeans- und Knopflochgarn. Ihr könnt aber auch zwei Fäden verwenden. Mein Lieblings-Jeansgarn ist der Profi-Jeansfaden von Gütermann. 

Tipp 2: Verwendet den richtigen Nähfuß

Oft steppt man in der Nähe einer Naht oder einer Kante ab. In diesem Fall ist ein Nähfuß mit einer Mittel-/Randführung sehr nützlich, wie der Schmalkantfuß #10. Alternativ könnt ihr auch einen Blindstichfuß nehmen, wichtig ist nur, dass das Füßchen ein Führungsblech hat.

Image of Schmalkantfuss # 10.

Schmalkantfuss # 10

Der Schmalkantfuss #10 ist optimal zum Absteppen, Säumen und Verzieren. Durch sein spezielles Führungsblech gelingen mit ihm exakt gerade Nähte.

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Tipp 3: Verwendet normales Garn in der Unterspule

Verwendet in der Unterspule immer normales Nähmaschinengarn. Die meisten Probleme beim Absteppen mit dickem Garn werden nämlich dadurch verursacht, dass versucht wird, das dicke Ziergarn auch in der Unterspule zu verwenden. Aber dafür sind die meisten Haushaltsnähmaschinen nicht optimiert.

Wenn ihr unbedingt ein dickeres Garn in der Spule haben wollen, besorgt euch unbedingt sich eine zweite Spulenkapsel für diesen Zweck. Warum? Für das dicke Garn müsst ihr die Spannung auf der Spule lockern, und es kann schwierig sein, sie danach wieder auf die ursprüngliche Einstellung zu bringen.

Wenn ihr keine zweite Spule kaufen wollen, markiert die ursprüngliche Spannungseinstellung auf der Spule, bevor ihr anfangt, an der Spannung etwas zu verändern. Ihr könnt übrigens die gleichen Farben wie das dicke Ziergarn von Gütermann auch als Allesnäher bekommen.

Tipp 4: Erhöht die Stichlänge

Ich denke, jede Maschine hat ihren eigenen “Sweet Spot”, und verschiedene Stoffe erfordern unterschiedliche Einstellungen, aber ich verwende auf meiner Maschine gerne eine Stichlänge von 3 bis 4. Als Faustregel gilt, dass der Stich länger sein sollte als die Standardeinstellung für einen Geradstich auf eurer Maschine.

Tipp 5: Verwendet Nadeln mit einem größeren Öhr

Meine Lieblingsnadeln sind die Schmetz-Topstitch-Nadeln, die es in verschiedenen Größen gibt. Sie haben ein extragroßes Öhr und gehen so schön durch dicke Nähte. Die Jeans/Denim-Nadeln der gleichen Marke sind auch sehr gut zum Absteppen von dicken Stoffen und Lagen geeignet.

Tipp 6: Experimentiert mit der Fadenspannung

Bei meiner BERNINA führt eine Erhöhung der Fadenspannung zu einem gleichmäßigeren Stich. Pauschal lässt sich das natürlich nicht auf alle Nähmaschinen übertragen, aber da das Garn viel dicker ist, müsst ihr die Spannung wahrscheinlich zumindest leicht verändern.

Tipp 7: Beginnt mit Stoffresten

Ist es euch schon mal passiert, dass die Maschine den Anfangsfaden manchmal auf die Rückseite zieht und ein absolutes Wirrwarr entsteht? Wenn das öfter vorkommt, macht den Nahtanfang auf ein paar Stoffresten, legt dann euer eigentliches Nähprojekt unter die Maschine und näht weiter. Alternativ könnt ihr am Anfang auch rückwärts nähen oder die Fäden festhalten, damit der Oberfaden sich nicht im Unterfaden verfangen kann.

Beachtet zu diesem Thema die folgenden Beiträge von Mirjam: Fadensalat beim Nähen vermeiden und Die Nähmaschine “frisst” Stoff – was tun?


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