Kreative Artikel zum Thema Nähen

Wie BERNINA mich glücklich macht

Dass ich BERNINA liebe, ist kein Geheimnis. Nicht nur dass die Produkte fantastisch sind, ich fühle mich mit der Firma verbunden, und stehe voll und ganz hinter der Marke und dem Markenversprechen. Mir gefällt es sehr, dass BERNINA ein Familienunternehmen ist. Wer einmal in Steckborn gewesen ist, oder mit den freundlichen und professionellen Mitarbeitern zu tun gehabt hat, wird genau verstehen, was ich meine.

Ich habe früher mit anderen Maschinen angefangen, aber in dem Moment, als ich das erste Mal auf einer BERNINA Maschine genäht habe, ist es geschehen: einmal BERNINA; immer BERNINA. Ich besitze in der Zwischenzeit eine Artista 640 – das ist meine Reise-Maschine namens Berni – und meine Nina; diese B880 lässt keine Wünsche offen. Auf meine BERNINAs kann ich mich immer verlassen!

Was ich aber schon immer haben wollte, ist eine alte, rein mechanische Maschine. Selbst wenn ich eigentlich keinen Platz (und Bedarf) für eine zusätzliche Maschine habe, wollte ich ein Stückchen der Geschichte besitzen. Die alten Maschinen sind nicht nur ästhetisch wundervoll, sondern auch „unkaputtbar“. Der Beweis dafür ist mein Neuzugang namens Ernie: eine Record 830 Electronic. Über 40 Jahre alt und näht und näht und näht. Ich brauche hier nicht zu sagen, dass man für diese Maschinen immer noch etwas tiefer in die Tasche greifen muss, was für mich ein Qualitätsbeweis ist. Oh, dieser Koffer! Ui, wie man den Hebel betätigen muss, um rückwärts zu nähen! Weitere „Oh’s“ und „Uh’s“ werde ich Euch hierzu ersparen… Lach! Ich bin sehr, sehr glücklich, Ernie bei mir willkommen zu heissen.

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Ich möchte Ernie als meine „Freihandsticken-Maschine“ benutzen. Ich sticke ja viel freihand und finde es toll, eine dedizierte Maschine dafür zu haben. Nicht weil die anderen es nicht können, sondern weil ich somit eine Freihandstickenstation habe, an der ich nichts umstellen muss. Dass die Maschine ein Panzer ist, ist für diese Aufgabe umso besser.

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Im Fusssortiment meiner neuen Maschine befand sich ein Stopffuss, dieser ist aber geschlossen, und ich sticke viel lieber mit einem offenen Stickfuss. Ich suchte im Internet und fand kaum mehr etwas an Zubehör für diese Maschine. Und das wenige, was ich gefunden habe, war preislich ziemlich hoch.

Daraufhin fragte ich bei BERNINA nach und fand etwas heraus, was den wenigsten bekannt sein dürfte: es wird immer noch Zubehör für diese alten Maschinen angeboten! Ich kenne keine andere Firma, die ein derartig langfristiges Commitment für ihre Produkte abgibt.

Die Kompatibilität der Füsse wird auf Seite 2 des Zubehörkataloges geregelt.

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In der Maschinenübersicht auf der linken Seite sind die BERNINA Näh- und Stickmaschinen aufgelistet und in die Hauptkategorien A, B, C, D, E, F, G und H unterteilt. Diese Kategorien weisen bei den Zubehören darauf hin, mit welchen Maschinenmodellen sie kompatibel sind.

In der Kategorie A sind aus Platzgründen nur die beliebtesten und neueren Modelle verzeichnet; diese Kategorie ist eigentlich viel umfangreicher und umfasst auch Maschinen, die vor vielen Jahrzehnten hergestellt wurden. Ebenso werden in der Liste die Sondermodelle nicht einzeln erwähnt, darum fehlen z.B. in der Kategorie B die BERNINA 215 Simply Red und das “Tula Pink”-Spezialmodell der B 350 PE. Von BERNINA lernte ich, dass mein Ernie in die Kategorie A passt.

Der wichtigste Unterschied besteht zwischen den Füssen der Kategorie A und den Füssen der restlichen Kategorien.

Alle Modelle der Kategorie A haben eine 2-Zacken-Schaföffnung (im Bild unten das Füsschen links), für alle restlichen Modelle der Kategorien B bis H des Zubehörkatalogs kommen die Nähfüsse mit der geschlossenen Schaftöffnung zum Einsatz:

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Ausserdem unterscheidet sich die Schaftform zwischen diesen Füsschen-Gruppen. Diese grundlegende konstruktive Änderung wurde mit der Einführung des Nadeleinfädlers bei den Typen Activa 130 / 140 und allen folgenden Maschinen nötig, d.h. der „Bruch“ besteht zwischen Maschinen vor und nach 1996.

Bei den restlichen Kategorien, also bei den Maschinen und Füsschen ab 1996, geht es auch um Sachen wie Dual Transport, Stichbreite oder Stickfähigkeit, d.h. diese Füsse lassen sich je nachdem auch an Maschinen einer anderen Kategorie als der ihnen zugewiesenen befestigen – es macht aber nicht immer Sinn bzw. kann sogar zu Problemen führen –, deshalb kann man ja immer die freundlichen Experten bei BERNINA fragen. Grins.

Schon wieder hat mich BERNINA durch ihre Flexibilität und ihr Mitdenken beeindruckt und glücklich gemacht. Danke dafür!

Was sollte ich sagen: Ernie näht wunderbar und macht die schönsten Geräusche! Streichel, streichel. Diese Bilder hat Ernie mir bereits geschenkt. Ich freue mich auf viele mehr!

reh

DSC05606Liebe Grüsse

Kasia

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Kommentare zu diesem Artikel

14 Responses

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  • Dagmar

    Hallo Kasia,
    ich versteh Dich voll und ganz. Bin auch seit fast 40 Jahren Bernina-Fan. Mir kommt nichts anderes ins Haus. Ich habe neben meiner B750 QE (und meiner Overlock) auch noch eine “alte” 931 Electronic im Koffer, die ich um nichts auf der Welt hergebe würde. Die näht noch wie am 1. Tag, ist leise und schnurrt wie ein Kätzchen und das Stichbild ist schöner als bei den neuen Maschinen.
    Auf gutes Nähen und viel Freude mit den alten Schätzchen.
    Liebe Grüße
    Dagmar

  • Judith K

    Hallo Kasia
    Deine Begeisterung kann ich seeehr gut verstehen. Ich bin selber ein Oldtimer-Fan und habe mir die Bernina von meiner Mutter überarbeiten lassen. Sie schnurrt eben wie eine Nähmaschine und näht einfach alles einwandfrei und ohne jegliche Probleme.
    Was mir noch fehlt zu meinem Glück ist eine Tretmaschine. Daran habe auch ich noch Erinnerungen aus der Schulzeit (Grüsse an Renate K.!). Die Mädels standen Schlange bei den 3 elektrischen, Ich konnte einfach drauflos nähen, weil sonst niemand treten wollte. Viel Spass mit Deiner neuen alten Lady!
    Liebe Grüsse – bis zum nächsten Kurs in Steckborn!
    Judith K.

  • Renate K.

    Salut, du alte Zürcher Schulmaschine! Du gehörtest zu denen, um die wir Mädchen uns gerissen haben. Ein paar fussbetriebene Maschinen standen nämlich auch noch im Handarbeitszimmer, sicher auch Bernina, was sonst. Die wären ja auch noch etwas für Kasia!
    Renate.

    • Kasia

      Hallo Renate

      Jaaaaa! Eine so alte Maschine würde ich lieben:-) es freut mich dass ich mir so ein begehrtes Schätzchen gekauft habe!

      Ganz liebe Grüsse
      Kasia

  • Grete Greenshpon

    Oh Mann, Kasia! Nachdem ich jetzt schon seit Monaten über die Q24 nachdenke musst du mir NOCH was geben, was in meine “hätte ich auch noch gerne” Liste gehen muss? War das nötig? Ganz liebe Grüße, Grete

    • kasia hanack

      hehe liebe Grete!!!!!

      Ja, ja BERNINA macht süchtig! Du darfst ruhig eifersüchtig sein (Grins). Allerdings wenn ich den Platz hätte, hätte ich mir schon längst die Q20 oder Q24 gekauft. Denk nicht darüber nach, hole Dir das Baby einfach. Anschliessend gibt es monatelang nur Butterbrot, aber Du wirst sooo glücklich sein.

      Die nächste BERNINA kommt bestimmt:-)

      Liebe Grüsse
      Kasia

  • Helga Behnke

    Hallo Kasia,
    auch ich bin ein Fan der alten Bernina-Maschinen: Bernina 600, 700, 930, 1630 (alle noch bei mir), dann 200 (verkauft), jetzt Bernina 830. Aus meiner Erfahrung kann ich zufügen, dass auch die Füße mit dem geteilten Schaft, also mit den zwei Zacken, unterschiedlich Zacken haben, die ganz alten Maschinen 600, 700, 930 haben dickere Zacken als dann die Bernina 1630, das war die erste Maschine mit Display, nähte absolut Spitze und wird von mir immer noch wieder benutzt. Aber die “Alten” sind unkaputtbar- einfach toll !
    Liebe Grüße von Helga

  • elvirawehle

    Kassia bin 87 jahre habe auch eine bernina 730 und ich liebe sie für kurz nähen momentan ist die 780 stick machine ein hit lg elvira

  • Wiebke Maschitzki

    Hallo Kasia!
    Das wird ja spannend!
    Du zeigst uns, dass man auch mit diesen älteren Modellen so tolle Sachen machen kann.
    Vielen Dank!

    Liebe Grüße
    Wiebke

  • Bernadette Burnett

    Liebe Kasia,
    ein Traum! Das Bild vom Reh ist mein absoluter Liebling den ich auf der Stelle rahmen lassen würde!
    LG Berni

  • Eva

    Hallo Kasia, vielen Dank für den schönen Beitrag. Ich habe mir die Record 830 mit dem roten Koffer im Oktober 1976 zu Beginn des Hauswirtschaftsstudiums gekauft. Ich bin meinem damaligen Nähmaschinenhändler im Nachhinein immer noch dankbar, dass er mir zu dieser Maschine geraten hat, obwohl die 1400 DM damals für eine Studentin ein stolzer Preis war. Ich bin Bernina treu geblieben und bin über die Bernina 1008 meiner Mutter bei einer 580 er gelandet. Dass eine Overlock- und eine Coverstichmaschine das Sortiment vervollständigen, erklärt sich fast von selbst. Ich gebe trotzdem meine erste Maschine nicht her, da sie immer noch hervorragend funktioniert. Liebe Grüße Eva

  • Jacqueline Lüscher

    Hallo Kasia wunderschöne Bilder die Du da gequiltet hast .Auf einer solchen Nähmaschine habe ich vor Jahren auch zum 1.x genäht damals war ich noch nicht so näh begeistert wie jetzt.Wäre tolle wenn Du im Blog zeigen würdest wie Du das genäht und gequiltet hast.LG Jacqueline

  • maschenfantasie

    Hallo Kasia. Gell die “alten” sind gut. Meine Mama zieht ins Altersheim und ich darf ihre “alte” zu meinen neuen haben. Ich freu mich wie ein kleines Kind. Auf dieser Maschine habe ich meine ersten Nähversuche gemacht, die ersten Röcke und Hosen genäht. Da meine Mama Schneiderin gelernt hat wurde die Maschine auch entsprechend behandelt. Diese Bernina muss rund 50 Jahre alt sein – ich werde sie in den nächsten Tag zu meiner Horde holen und schauen wies ihr geht.
    Lieben Gruss und vielleicht wieder einmal in Steckborn
    herzlich Daniela

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