Kreative Artikel zum Thema Nähen

Ein Jahr BERNINA Autorin und Dankeschön-Freebie

Für heute habe ich ein altes Projekt für Euch ausgegraben. Am 15. Dezember bin ich 1 Jahr hier im Blog, und es macht mir nach wie vor einen Riesenspass. Vielen Dank für Eure Unterstützung, netten Kommentare, tolle Motivation und für das Lesen meiner „Kreative-Anfälle“.

Dieses Steckenpferd hat eine grössere Bedeutung für mich. Es ist das erste Schnittmuster, das ich vor etwa 4 Jahren ganz alleine gezeichnet habe. Ich erinnere mich ganz genau, was für ein tolles Gefühl es war, etwas alleine geschaffen zu haben. Damals konnte ich nur halb so gut nähen, wie ich es heute kann, und arbeitete mit einer 100-Euro-Nähmaschine. In meinem privaten Blog (damals nur auf Englisch) ist dieses Schnittmuster zusammen mit der entsprechende Anleitung immer noch der meistgelesene Artikel. Deshalb habe ich entschieden, diese Anleitung hier für Euch zu übersetzen. Einerseits passt das Pferd zu den vor kurzem von mir gezeigten Sachen, anderseits passt auch die Symbolik zum Jahrestag bei BERNINA Blog.

Benötigte Materialien:

  • 50 cm Fleecestoff
  • Filzrest für die Nasenlöcher
  • Baumwollrest für die Ohren
  • 46 cm Schrägband (25 mm breit) oder einen Baumwollstreifen 46cm lang x 48mm breit
  • eventuell einen Schrägbandformer für 50mm Band
  • Heisskleber
  • Garn für die Haare – man kann auch Jerseygarn oder Fleecestreifen nehmen
  • Wackelaugen zum Annähen, oder Sicherheitsaugen oder Material für eine Augenapplikation
  • 1 Meter Band für den Tunnel
  • Besenstiel etwa 60 cm lang
  • 116 cm Rips – oder Stoffband (2cm Breit) für das Zaumzeug
  • 2 D-Ringe für das Zaumzeug
  • Füllwatte
  • Schnittmuster pattern nikita

Das Schnittmuster um 200% vergrössern und folgende Teile zuschneiden:

1 x Gesicht-Teil im Bruch aus dem Fleecestoff

1 x Nacken-Teil im Bruch aus dem Fleecestoff

2 x Ohren aus dem Fleece-Stoff und 2x aus dem Baumwollstoff

1x Schnauze aus dem Fleece

2 x Nasenloch aus Filz

Nähen

Ohren:

Jeweils ein Fleece- und ein Baumwoll-Ohrenteil rechts auf rechts legen und mit 5 mm Zugabe mit einem Geradstich nähen, dabei bleibt die untere Seite offen. Für das zweite Ohr wiederholen. Die Ohren wenden und gut bügeln. Zur Seite legen.

Schnauze:

Die Filzapplikation für die Nasenlöcher anbringen. Im Bild sind sie von Hand angenäht. Hi hi, da musste ich gerade lachen – damals konnte ich solche Applikation nicht mit der Maschine machen, oder traute es mir zumindest nicht zu. Es ist unglaublich wie man sich entwickelt!

Die Markierungen für die Abnäher auf die linke Seite des Schnauzenteils übertragen und abnähen.

Es sollte ungefähr so aussehen:

Pferd zusammennähen:

Wer Steckaugen oder Wackelaugen annähen oder die Augen applizieren möchte, sollte dies jetzt tun.

Das Gesichtsteil rechts auf rechts legen und die kurze Seite nähen.

Die Schnauze rechts auf rechts an das Gesichtsteil stecken und von der linken Seite nähen.

Ein paar Lagen Garn oben auf das Gesichtsteil stecken wie im Schnittmuster markiert und knappkantig abnähen. Das wird der Pony.

Die untere Seite des Nackenteils mit einem Zickzack versäubern. Auf einer Seite (von rechts) mehrere Lagen Garn auf das Nackenteil legen und feststecken. Das wird die Mähne. Das Teil in der Hälfte falten, so dass die Ränder rechts auf rechts auf einander treffen. Feststecken und nähen. Kleiner Tipp: Damals habe ich den nächsten Schritt so gemacht wie beschrieben, aber es wäre eigentlich einfacher, den Tunnel hier vor dem Zusammennähen draufzusteppen.

Die Enden des Schrägbandes 1 cm umnähen. Falls Ihr einen Streifen aus Baumwollstoff zugeschnitten habt, so lasst Ihr den Streifen durch den Schrägbandformer laufen oder bügelt die Kanten jeweils zur Mitte. Bei dieser Option die Enden ebenfalls umnähen. Das Band wie im Schnittmuster markiert auf das Nackenteil draufsteppen und das Bindeband in den Tunnel einfädeln.

Die Ohren wie im Bild gezeigt falten und an den Markierungen feststecken. Das Gesicht- und Nackenteil aneinander stecken und nähen. Wenden.

Das Ende des Besenstiels mit etwas Füllwatte und einem Stück Stoffrest umwickeln und mit dem Heisskleber festkleben. Das verhindert, dass der Besenstiel in das Innere des Pferdes rutscht.

Das Pferd fest stopfen. Wenn Ihr ungefähr ¾ des Weges von der unteren Kante seid, schiebt den Besenstiel rein, haltet ihn mittig und stopft mehr Watte drum herum bis zum Ende. Dabei sollte man darauf achten, das der Besenstiel zwischen der Füllwatte stabil ist und sich nicht gross bewegt. Das Zugband zuziehen, einen doppelten Knoten machen und zu einer Schlaufe binden. Unter dem entstandenen „Röckchen“ ein wenig Heisskleber auf den Besenstiel auftragen und den Fleecestoff fest darauf drücken und somit festkleben. Wir wollen ja nicht, dass die Kleinen das Pferd mal auseinandernehmen können!

Bei diesem Pferd habe ich noch das Gegenende mit einem Kreis aus Fleece, etwas Füllwatte und Ripsband „eingepackt“, damit Holzböden auch ganz bleiben.

Gebt Eurem Pferd einen Haarschnitt.

Zaumzeug:

Hier muss man selbst entscheiden, ob und wie man das Zaumzeug macht, da es bei Kleinkindern eine Erstickungsgefahr darstellt.

Ich habe es so gemacht: aus dem Ripsband zwei 28 cm lange Stücke zugeschnitten und jeweils ein Ende an die D-Ringe angenäht. Die Enden der übrigen 60 cm ebenso an die Ringe annähen. Das Zaumzeug dem Pferd anziehen und an den Seiten mit ein paar Heftstichen an das Pferd befestigen.

Das nächste Mal zeige ich Euch, wie ich das Schnittmuster zu einem Elch umfunktioniert habe.

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