Kreative Artikel zum Thema Nähen

Vier mal Lavendel

Dieses Jahr hab ich mal rechtzeitig daran gedacht, den Lavendel aus meinem Garten zu ernten. Gut für den Kleiderschrank, schlecht für den Look, denn jetzt sehen die Blumen-Kübel ziemlich deprimierend aus. Aber was soll man machen – besser als Löcher im Pullover.

Da ich mich – wie so oft – nicht entscheiden kann, oder besser gesagt, ich verschiedene Stile mag, hab ich gleich mehrere Modelle gemacht.

1. Der Klassiker, oder?

Mit einem Rest Leinen ist es ganz schnell gemacht. Das Herz wird freihändig aufgezeichnet, die eine Seite besticke ich mit dem Stichmuster No. 413 aus dem Nähprogramm meiner Bernina B 580. Dann lege ich beide Stoffstücke aufeinander und nähe mit dem Satin-Stich die Kontur nach. Die Spitze habe ich nur aufgelegt und nähe sie einfach mit fest. Ein kleine Öffnung bleibt – der Lavendel muss ja noch rein! Den Stoff, bis auf die Stelle an der Öffnung, knapp an der Kontur abschneiden.

Jetzt die Öffnung schließen und den Rest abschneiden. Schon fertig.

2. Meine geliebte Wolke (ist ja sogar in meinem Logo).

Das Prinzip ist genau das gleiche, hier habe ich ein altes Oberhemd zerschnibbelt. Der Stoff war recht grob gewebt, wie bei dem Leinen, was nötig ist, schließlich soll ja der Lavendel-Duft auch raus aus dem Säckchen. Praktisch beim Nähen der Konturen mit dem Satin-Stich: ich versetze die Nadel entweder ganz nach rechts oder links, dann fällt mir das “Nachfahren” leichter. Ich finde das auch für´s Kinderzimmer eine ganz süße Idee, was meint ihr?

3. Jetzt wird´s sportlich.

Um beim Material etwas zu variieren, hab ich bei dem Pfeil mal was ganz “freches” gemacht. Ich habe den Lavendel einfach zwischen 2 Rest-Stücke der Freudenberg S 320 Einlage genäht: lässt durch die poröse Oberflächenstruktur den Duft garantiert hindurch! Natürlich kommt jetzt auch mal wieder mein geliebtes Neon-Garn zum Einsatz. Die Wolke ist nur auf der einen Seite aus dem Pünktchen-Stoff, die Rückseite ist ebenfalls aus luftdurchlässiger Baumwolle.

4. Das Nazar

Wie jeder anständige Istanbul/Türkei-Tourist, habe auch ich mir schon ein Nazar aus Glas mitgebracht, und es ist nicht das einzige in meinen vier Wänden geblieben. Und wenn so ein Auge angeblich vor dem bösen Blick schützt, dann wird es doch bestimmt auch mit so ein paar winzigen Kleidermotten fertig, değil mi (nicht wahr)?

Für das eigentliche Auge habe ich wieder den Satin-Stich eingestellt. Zur Orientierung habe ich die ungefähren Konturen aufgezeichnet und dann ganz mutig mit dem dunkelblauen Kreis an der breitesten Stelle angefangen. Nach und nach habe ich die Stichbreite reduziert. Wie man sehen kann, ist das noch etwas verbesserungswürdig…. Die inneren Kreise waren dann ja nicht mehr so schwierig.

Zum Schluss noch eine Paspel um das tropfenförmige Äußere anbringen. Ich finde, das macht mit dem herrlich schmalen Reißverschluss-Fuß ganz großen Spaß. Einen Aufhänger bekommt es nicht, ich lege es in die Wäsche-Schublade.

So ihr Motten: hinfort mit euch – husch husch!

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