Kreative Artikel zum Thema Sticken

Mercedes-Benz Fashion Days, sechster Tag

Bühne frei für Schweizer Mode

Am Abschlusstag der Mercedes-Benz Fashion Days standen die Schweizer Designer im Mittelpunkt. Gleich zwei Shows mit insgesamt 9 Kollektionen standen an diesem Abend auf dem Programm.

Zugegeben, ich bin mit etwas gemischten Gefühlen nach Zürich gefahren. Natürlich einerseits mit ganz viel Vorfreude auf die Shows, da ich gerne an solche Events gehe und mich das heimische Schaffen sehr interessiert, andererseits auch ein wenig nervös, da ich mit diesem Beitrag hier mein Debut gebe und zum ersten Mal als Bloggerin und Fotografin unterwegs war.

Aber offenbar habe ich professionell genug ausgesehen, denn der Kameramann von glanz+gloria (für Nichtschweizer: das ist DAS people-Magazin des Schweizer Fernsehens) hat mir netterweise den Platz in der vordersten Reihe überlassen und hat sein Equipment hinter mir aufgebaut. So hatte ich perfekte Sicht auf den Laufsteg und konnte – angespornt von den anderen Medienkollegen – mir die Finger wund knipsen (ja, das kann man wirklich).

Noch einmal die wichtigsten Kameraeinstellungen kontrolliert, dann ging es auch schon mit den Shows von Perret Schaad und Van Berry los. Beide Labels zeigten durchaus sehr tragbare Mode. Weich fallende Stoffe und eine weibliche Silhouette wecken bei mir die Vorfreude auf den nächsten Sommer.

Und einige Eindrücke mit frisch anmutenden Kleider von Van Berry:

Bei Van Berry sah ich auch meinen persönlichen Favoriten. Dieser Rock hat mich beeindruckt und, da ich selber nähe, sofort inspiriert. Natürlich habe ich mir überlegt, wie ich so etwas mit Stickerei und PaintWork nacharbeiten könnte:

Weiter ging es mit der Show von Laend Phuengkit – einem Schweizer mit thailändischen Wurzeln. Mutig kombiniert er Formen, Muster und Stoffdrucke und auch seine Leidenschaft für das Drapieren sind gut erkennbar.

Laend Phungkit war der einzige, der auch ein paar Männermodelle gezeigt hat.

Der Schluss wurde von Toujours toi family affairs bestritten. Diese Kollektion ist wirklich eine Familienangelegenheit, denn Nina und Kaya Egli sind Mutter und Tochter.

Etwas müde vom Knipsen habe ich mir zwischen den Shows eine kleine Pause gegönnt. Natürlich musste ich mich aber vorher “kurz” im Showroom umschauen, denn im Foyer wurde den Besuchern die Möglichkeit geboten, das Gesehene direkt zu kaufen. Ich gebe zu, es gab da ein paar interessante Sachen, die ich gerne mit nach Hause genommen hätte, aber ich blieb dann doch vernünftig, da es in meinen beiden Kleiderschränken ohnehin keinen Platz mehr gibt. Trotzdem ein paar Eindrücke:

Dieses Oberteil ist mir aufgefallen – den Schnitt dazu möchte ich aber nicht machen müssen:

Um 21h ging es dann mit dem Berner Designer Javier Reyes weiter. Sein mexikanischer Ursprung war gut erkennbar – zwar nicht in der Farbenfroheit, aber in den typischen Mustern, die im Kleid links gut erkennbar sind:

Es folgten die Kreationen von Asandri und Aziza Zina. Beide Kollektionen waren eher klassisch-elegant. Laut Asandri sind sie für die Frau kreiert, die weiss, was sie will (in dem Fall also nicht unbedingt für mich):

Eine besondere Inspiration hatte die Designerin Veronika Brusa für die neue Kollektion ihres Labels Berenik, wie sie im Einspieler vor der Präsentation erzählte. Sie liess sich nämlich von Feuer inspirieren, sengte Stoffe an, nähte sie neu zusammen und erstellte daraus wiederum Prints …auf keinen Fall zum Nachahmen empfohlen, es sei denn, Sie möchten Ihr Nähzimmer grundlegend neu gestalten. Das Oberteil aber wäre zumindest etwas für den Biesenfuss von BERNINA.

Zu guter Letzt zeigten Good&Vitalini aus St. Moritz handgefertigte Einzelstücke aus Seidenstoffen, die mit Schwarzweiss-Fotografien aus dem Engadin bedruckt wurden.

Den krönenden Abschluss bildete diese traumhafte Robe. Mich würde ja interessieren, wie viele Meter Stoff dabei verarbeitet wurden:

Mit vielen Eindrücken und zahlreichen Ideen im Kopf bin ich anschliessend nach Hause gefahren. Gerne verrate ich nun auch, warum ich diesen Eintrag erst am Montag geschrieben habe – am Sonntag habe ich meine Stoffkisten durchwühlt und mich an die Nähmaschine gesetzt. Ja, das sind die Nachwirkungen eines solchen Events.

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Kommentare zu diesem Artikel

Eine Antwort

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  • Franziska Kiener

    Hallo Ingrid,

    vielen Dank für dein nettes Feedback. Ja, für diese Modelle braucht mann schon ein wenig Mut und wohl auch den entsprechenden Anlass. 😉
    Natürlich verrate ich dir gerne, was bei mir am Entstehen ist: ein Kleid. Der Stoff ist ausgesucht und zugeschnitten (ein Wollstoff, da es für den Winter sein soll) und ist nun an der Büste festgesteckt- so schnell geht es halt doch nicht. Vielleicht kann ich ja dann ein Bild einstellen, aber das dauert bestimmt noch ein Weilchen.

    Liebe Grüsse
    Franziska

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