Kreative Artikel zum Thema Nähen

Anleitung: Shirring-Technik für Blusenärmel

Heute gibt’s von mir eine Anleitung zur Shirring-Technik für Blusenärmel. Da ich momentan fleißig an meiner DIY Fashion capsule wardrobe arbeite, bin ich vor kurzem über diese Technik gestolpert und war sofort begeistert! Nicht nur, dass sie wirklich einfach umzusetzen ist, sie ist im Moment auch total angesagt und wird von vielen Designern wieder häufig verwendet.

Da ich leidenschaftlich gerne Blusen trage und nähe, kam mir der Gedanke diese geniale Technik an den Blusenärmel  anzuwenden. 

Damit habe ich mir am Ärmelabschluss einiges an Arbeit gespart! Eigentlich würde hier nämlich am Ärmelsaum ein eingefasster Schlitz, ein Knopf + Schlaufe, eine kleine Raffung und noch weitere Spielereien genäht werden müssen. 

1. Ärmel versäumen

Als erstes nehmt ihr euch euren zugeschnittenen Ärmel zur Hand und versäumt den unteren Abschluss. Das müsst ihr gleich am Anfang machen, da das im ,,gerafftem‘‘ Zustand sehr schwierig wäre.

2. Spule vorbereiten 

Jetzt könnt ihr auch schon die Spule vorbereiten. Hierfür wickelt ihr das elastische Gummiband vorsichtig um die Spule. Beachtet unbedingt die Wickelrichtung. Am Besten schaut ihr euch das bei euren anderen Spulen ab, in welche Richtung dort der Faden gewickelt ist.

Ich empfehle euch wirklich, das Ganze per Hand zu wickeln, da der Faden ja elastisch ist und ihr so den Faden nicht überdehnt.

Dann fädelt ihr die gewickelte Spule wie gewohnt in eure Maschine ein. 

Ganz wichtig ist, dass ihr während des kompletten Projektes NIE den Faden mit dem automatischen Fadenabschneider abschneidet! Für die BERNINA Nähmaschine wäre das technisch kein Problem, die schneidet auch bei elastischem Garn wie durch Butter, aber der Unterfaden lässt sich dann nur noch sehr schlecht automatisch wieder nach oben holen, da er dann zu kurz und ja elastisch ist. Glaubt es mir – ich spreche aus Erfahrung…

3. Stichlänge anpassen

Damit euer Stoff sich schön rafft, müsst ihr nur noch die Stichlänge anpassen. Ich habe mit einer Stichlänge 3,25 genäht und bin mit meinem Ergebnis sehr zufrieden. Ihr könnt das Ganze auch auf einem Teststückchen ausprobieren.

Allgemein gilt: je höher die Stichlänge umso geraffter ist das Ergebnis.

Danach könnt ihr mit dem Nähen beginnen. Ihr werdet schnell merken, wie sich der Stoff hinter dem Nähfuß zu raffen beginnt. Am Anfang und Ende den Faden wie gewohnt vernähen.

So in etwa sollte das Ganze nach der ersten Reihe aussehen! Richtig interessant wird es aber erst nach mehreren Reihen. Wie viele ihr macht, ist aber euch überlassen. Ich habe mich für drei Reihen entschieden.

4. Nähen mehrerer Reihen

bevor ihr mehrere Reihen näht, müsst ihr den Stoff vor dem Nähfuß vorsichtig wieder glatt ziehen. Macht ihr das nicht, wird euer Stoff nach jeder Reihe kleiner und kleiner. Das wollen wir ja nicht.

Und jetzt seid ihr auch schon fertig. Mehr ist es wirklich nicht. Danach wird der Ärmel wie gewohnt an der Bluse angenäht.

Elastisches Garn gibt es in verschiedenen Farben. Ich habe in meinem Nähkasten einen schwarzen für dunkle Projekte und einen weißen für helle Näharbeiten.

Es gibt wirklich viele Möglichkeiten, die Shirring Technik anzuwenden. Egal ob Blusen, Kleider, Hosenbündchen, Taschen, etc. es zaubert immer einen schönen Effekt.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren und Nachmachen 

Liebe Grüße 

Laura 

Schwierigkeitsgrad: Anfänger
Zeitaufwand: einen Abend
Verwendete Materialien: Blusenstoff, elastisches Nähgarn, Nähgarn, Webware
Verwendete Produkte:
BERNINA 770 QE
BERNINA 770 QE
Rücktransportfuss # 1
Rücktransportfuss # 1
Geradstichplatte
Geradstichplatte

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