Kreative Artikel zum Thema Nähen

Gratis-Nähanleitung für eine Nadeltasche zum Rollen

Sicher gibt es unter den Leserinnen des BERNINA Blogs viele Strickfans? Gehört Ihr auch dazu? Habt Ihr vielleicht sogar mehr Strick- als Näherfahrung? Dann ist dieser Blog-Beitrag das Richtige für Euch! Wir zeigen Euch heute, wie Ihr eine zusammenrollbare Nadeltasche nähen könnt – ein tolles Projekt für Näheinsteiger.

Die kostenlose Nähanleitung für Stricknadeltasche dürfen wir im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem frechverlag publizieren. Sie stammt aus dem Buch “Der ultimative Nähkurse für Einsteiger”.  Das Buch beinhaltet eine Einführung in die Grundlagen des Nähens – angefangen bei der Wahl der richtigen Nähmaschine und der Basisausstattung, gefolgt von allen wichtigen Techniken und Fertigkeiten – und viele Projektanleitungen, die für Nähneulinge geeignet sind. 

Leserinnen des “ultimativen Nähkurses” können ihr Wissen Kapitel für Kapitel erweitern. Sie lernen beispielsweise, wie man Masse nimmt, Stoffe exakt zuschneidet, Knopflöcher näht oder Hosen kürzt. Die Projektanleitungen für Näh-Einsteiger sind übersichtlich aufgebaut und leicht verständlich. Auch ein Online-Videokurs steht zur Verfügung.

Die im Buch vorgestellten Modelle stammen von verschiedenen Autorinnen – unter anderem von Julia Bräunig und Miriam Dornemann, von denen Ihr hier und hier im Blog schon lesen durftet. Die zusammenrollbare Stricknadeltasche wurde von Heidi Grund-Thorpe entworfen.

Interessiert? Dann schaut am besten auf der Verlags-Website vorbei: https://www.topp-kreativ.de/der-ultimative-naehkurs-fuer-einsteiger-4870! Dort wird das Buch zum Preis von (D) 13,00 € / (A) 13,40 € angeboten.

Nun heisst es aber: An die Nähmaschine, fertig los! Im Folgenden seht Ihr, wie sich die zusammenrollbare Nadeltasche nähen lässt:

Nadeltasche nähen für Stricknadeln – Anleitung

Endlich eine Lösung, die hilft, Stricknadeln zu sortieren und Ordnung zu halten! Sauber abgetrennt werden die einzelnen Nadeln der Grösse nach einsortiert und lassen sich damit auch ganz leicht wiederfinden. Klettband sorgt dafür, dass die Nadeln nicht herausrutschen können und in der Tasche bleiben.

Nadeltasche nähen – das Material

Zum Nähen der Nadeltasche benötigt Ihr folgendes Material:

  • Weisser Baumwollstoff geblümt, 45 cm x 140 cm
  • Roter Baumwollstoff gepunktet, 35 cm x 140 cm
  • Blauer Baumwollstoff gemustert, 15 cm x 140 cm
  • Volumenvlies H 630 oder HH 650, 40 cm x 90 cm
  • Klettband in Weiss, 50 cm
  • farblich passendes Nähgarn

Zuschnitt

Für die Innen- und Aussentasche aus dem weiss geblümten und dem rotem Baumwollstoff und dem Volumenvlies je ein Rechteck von 42 cm x 52 cm zuschneiden. Aus dem weiss geblümten Stoff für die Tasche ein Rechteck von 30 cm x 50 cm und für den Schrägstreifen insgesamt einen 300 cm langen und 5 cm breiten Stoffstreifen zuschneiden.

Nähanleitung: Nadeltasche nähen

1. Den Zuschnitt für die aufgesetzte Tasche abschrägen. Dafür an der rechten Seitenkante 21 cm markieren und diese Markierung mit der linken oberen Ecke verbinden. Den Stoff entlang der Markierung abschneiden.

2. Die Schrägbandstreifen aneinandersetzen. Die Schrägbänder mit einem Schrägbandformer bügeln, anschliessend die Bruchkanten aufeinanderfalten und die Kante ebenfalls bügeln.

3. Auf der Tasche senkrechte Linien für die Nadeln markieren, je nach Stärke der Nadeln zwischen 3 cm und 4 cm Abstand lassen.

4. Die schräge Kante der Tasche mit Schrägband einfassen. Die Flauschseite des Klettbandes in 2 cm breite Abschnitte in der Anzahl Eurer abgeteilten Taschen schneiden. Die Klettbandstücke mit 1 cm Abstand zum Schrägband auf die linke Stoffseite in die Mitte zwischen jeweils zwei Trennlinien stecken und steppen.

5. Die Tasche bündig mit der Unter- und den seitlichen Kanten auf die Innenseite legen (bei H 630 zusätzlich darunter die Aussenseite). Die Platzierungen für das Klettband unter der Tasche markieren und 2 cm lange Abschnitte der Hakenhälfte aufstecken. Die Klettbandabschnitte aufsteppen.

6. Das doppelseitige Volumenvlies HH 650 zwischen die linken Stoffseiten der Vorder- und Rückseite legen und aufbügeln. Wenn H 630 verwendet wird, dieses auf die linke Stoffseite der Innenseite aufbügeln. Nun die Tasche bündig mit der unteren und den seitlichen Kanten auf die Stofflagen legen. Die Kanten aufeinanderstecken anschliessend alle Lagen 0,5 cm breit aufeinandersteppen.

7. Die Taschen entlang der markierten Linien durch alle Lagen steppen. Die aufeinanderliegenden Kanten rundum mit Schrägband einfassen, dabei seitlich an der Kante in Höhe der aufgenähten Tasche beginnen. Am Anfang des Schrägbandes etwa 60 cm hängenlassen. Das Band entlang der Kanten aufsteppen, die Naht endet genau am Anfang der Steppnaht. Die herabhängenden Bänder in eine Falte legen und fortlaufend die Kanten aufeinandersteppen.

8. Die Tasche probeweise aufrollen, die herabhängenden Enden umwickeln und zur Schleife binden. Die Überlänge der Bänder abschneiden und die Bandenden verknoten.

Vielleicht benötigt Ihr keine Tasche für Stricknadeln, sondern für Künstlerpinsel oder für das Picknickbesteck? Dann könnt Ihr mit der gleichen Technik eine Rolltasche in angepasster Grösse nähen, für Besteck eventuell mit einer gerade aufgesetzten Tasche.

Copyright Fotos
© frechverlag (SHOT Fotografie)


Informationen zum Buch

frechverlag
Der ultimative NÄHKURS für Einsteiger
Hardcover, 112 Seiten
€ 13,00 (D) / € 13,40 (A)
ISBN: 978-3-7724-4870-6

Buch auf der Website vom frechverlag ansehen:
https://www.topp-kreativ.de/der-ultimative-naehkurs-fuer-einsteiger-4870

Gratis-Schnittmuster & Nähanleitung: Nadeltasche zum Rollen

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Kommentare zu diesem Artikel

9 Antworten

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  • Agnes Meier

    Ich bin nun 74 Jahre jung! In der Handarbeits-Schule damals mussten wir ein solches Stricknadel-Etui naehen, welches ich immer noch habe. Der Stoff war kariert und wir mussten lernen an den lienien gerade zu naehen. Mein Freundin (Coiffeuse) benutzt es fuer ihre Utensilien, wenn sie zu Kunden geht, 

  • Christa Frey

    Schöne Idee. Bisher tümmeln sich meine Stricknadeln in einer Schachtel – ein ewiges Durcheinander und Suchen. Aber eines leuchtet mir bei der Anleitung nicht ein – das Klettband? Welchen Nutzen hat es die einzelenen Taschen mit einem Klettverschluß auszustatten, wenn diese mit Nadeln bestückt sind?

  • Matz Egli Sutter

    Als passionierte Strickerin, die auch schon Nadelrollen genäht hat, möchte ich bei diesem Projekt eine kleine Bemerkung anfügen.Damit die Nadeln nicht nach oben rausrutschen können (und diese Tendenz haben vor allem die von Ihnen gezeigten metallenen Nadelspiele, auch mit dem vorgeschlagenen Klettband), wäre eine Stoffbahn am oberen Rand, welche über die Nadeln heruntergeklappt wird, sehr hilfreich!

    • Matthias Fluri

      Vielen Dank für den Kommentar und die hilfreiche Anmerkung. Ja, das ist wirklich eine gute Idee! Die Anleitung für die rollbare Tasche ist bewusst sehr einfach gehalten, als Basis-Projekt für Näheinsteigerinnen und -einsteiger. Im Blog gibt es weitere Anleitungen für Strickfans, darunter auch ein (etwas aufwändigeres) Stricknadeletui mit Reissverschlusss – siehe die verwandten Artikel direkt über dem Kommentarbereich. Bei diesem Etui kann dann garantiert nichts herausrutschen oder gar verlorengehen.

      Liebe Grüsse
      Matthias

  • Moni S.

    Schöne Nadeltasche und eigentlich ein Anfängerprojekt. Allerdings finde ich die Anleitung nicht sehr geglückt, da wären 2 oder 3 Zusatzbilder hilfreich. Und was ich gar nicht verstehe: der Sinn dieser Klettbandstücke. Schließt doch gar nicht, wenn Stricknadeln drin sind und genau dass ist doch der Sinn einer Nadeltasche.

    • Matthias Fluri

      Hallo Moni, vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich weiss, was Du meinst. Die Anleitung stammt allerdings aus einem Buch – und bei Büchern muss oft ein Kompromiss gefunden werden zwischen Ausführlichkeit der Inhalte / Anzahl der Bilder einerseits und Anzahl der Projekte andererseits. Der Platz zwischen den Deckeln ist ja beschränkt. Beim vorliegenden Buch gibt es zudem einen sehr ausführlichen Grundlagenteil; die Projekte nehmen vergleichsweise wenig Platz ein. Die Klettbandstücke werden bestimmt für einen festeren Sitz der Nadeln sorgen – wenn auch vielleicht nicht für bombensicheren Sitz. Siehe dazu auch den Vorschlag von Matz Egli Sutter oben.

      Liebe Grüsse
      Matthias

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