Kreative Artikel zum Thema Nähen

Marktvorbereitungen – Eulen-Kissen

Die Jahreszeiten haben mich dieses Jahr völlig überholt. Im Juni habe ich zu „Jingle Bells“-Musik Weihnachtmotive für die Magazine gezeichnet. Dann versuchte ich, meiner Liste der Sommer-Nähprojekte nachzugehen. Da wir dieses Jahr auch drei Wochen Urlaub gemacht haben, war ich mit allem irgendwie hinterher. Jetzt ist der Herbst plötzlich da, und ich ich bin für ihn gar nicht bereit. Eigentlich steht er überhaupt nicht auf meine Liste! Bin ich so verplant? Normalerweise nicht. Wie dem auch sei, ich bin im Moment am Abarbeiten der Weihnachtsliste.

Einmal im Jahr, am zweiten Wochenende im November, habe ich einen Stand auf einem schönen Kunsthandwerksmarkt. Diese Woche stehen Kissenbezüge auf meiner Liste. Erfahrungsgemäss verkaufe ich diese immer sehr gut. 11 Applikationen habe ich schon vorbereitet. Ein paar andere werden noch dazu kommen. Mein Berni glüht vor Freude!

Wollt Ihr so ein Eulen-Kissen mit mir nähen?

Benötigte Materialien:

  • Vliesofix
  • Stoffreste für die Applikationen
  • Stift/ Bleistift zum Übertragen der Applikationen
  • wasserlösslicher Stift zum Zeichnen der Applikationsdetails
  • Stickvlies (abreissbar)
  • Hauptstoff für den Bezug
  • Vorlage: Pattern_owl_pirate

Ich nähe hier einen Bezug in 40 x 40.

So wird’s gemacht:

1. Alle Motive auf die glatte Seite des Vliesofix übertragen, grob ausschneiden und auf die entsprechenden Stoffe aufbügeln. Exakt ausschneiden, das Papier von allen Applikationsteilen entfernen und sie auf das Vorderteil des Bezuges platzieren. Seid Ihr mit dem Layout zufrieden, bügelt die Teile auf und übertragt die Details (rot markiert) der Motive mit einem wasserlöslichen Stift.

*Tipp: Befestigt die Vorlage und den Stoff auf dem Fenster, um die Details leichter übertragen zu können.

Jetzt wird appliziert. Ich arbeite eigentlich immer mit Fransen-Applikationen und sticke sie freihand. Ihr könnt hier und hier nachlesen, wie es gemacht wird. Für diese Eule habe ich alle Umrandungen in schwarz gestickt und die Flügel und Bauchnabel in Neon-Pink. Natürlich kann man alles mit Satin- oder Zickzack-Stichen applizieren.

Jetzt wird der Kissenbezug noch zusammengenäht, wie hier schon mal gezeigt.

Aber halt! Wenn ich die Kissen auf dem Markt verkaufe, ist es sehr wichtig, dass die Kunden mich wiederfinden können, falls sie nachbestellen oder im schlimmsten Fall reklamieren wollen (lach). Ein Label muss her. Wie markiert Ihr Eure Produkte?

Ich habe, wie viele andere, die gewebten Etiketten. Sie sind schön, aber jeder hat solche. Ich wäre nicht ich, wenn ich da nicht experimentieren würde. Wahlweise benutze ich auf Stoff selbst-gedruckte Labels, aber manchmal auch welche, die auf T-Shirt-Folie für helle oder dunkle Textilien gedruckt worden sind. Manchmal sticke ich mein Logo aus und manchmal nehme ich eine Variante, die aus Flexfolie zum Aufbügeln geplottet worden ist. Alle Varianten sind maschinenwaschbar und geben mir Flexibilität je nach Material, Produkt und manchmal Zeit. Die Labels zum Aufbügeln brauchen am wenigsten Zeit.

Für die Pflegeanleitung mache ich mir solche Anhänger aus Fotokarton. Hier kann ich immer individuell die Waschanleitung von Hand drauf schreiben.

So, ich muss jetzt weiter sticken und nähen. Euch wünsche ich viel Spass beim Nacharbeiten und mir keine Rückenverspannungen vom Sticken.

PS. Ich habe mal gelesen, dass es Bauchtanz-Kurse für Freihand-Quilterinnen gibt, um die Rückenverspannungen zu lindern beziehungsweise zu vermeiden. Ha ha! Das kann ich mir bildlich vorstellen… Meine Kissenbezüge, Bauchtanzkleider und Berni. Na, ja!

Beste Grüsse

Kasia

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Kommentare zu diesem Artikel

2 Antworten

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  • Wiebke

    Deine schönen Kissen legst Du dann rundherum – falls es mit dem Bauchtanz nicht so gut klappt.
    Aber mal im Ernst – klar, dass Du diese Kissen gut verkaufen kannst, sind ja auch witzige Einzelstücke.
    Liebe Grüße
    Wiebke

  • Iva

    Ja, das mit dem Bauchtanz hat es in sich 🙂 Ich war an einem Kurs von Pia Welsch und da hat sie uns tatsächlich dazu gebracht, dass wir alle tanzten! Weniger wegen den Verspannungen, sondern viel mehr um die rechte und linke Hirnhälfe dazu zu bringen, miteinander zu arbeiten, was sehr viel besser geht beim freihandquilten, wenn die beiden zusammenarbeiten… Ist nur zu empfehlen 😉
    glg iva

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