Kreative Artikel zum Thema Sticken

Arbeiten mit der Sticksoftware V8 – die Messer-Funktion

Habt ihr die Messer-Funktion der Sticksoftware schon mal ausprobiert? Ich habe sie bisher wenig genutzt und möchte nun mit Euch die Möglichkeiten erforschen.

 

Beginnen wir von klein nach groß:

Mit dem Messer kann man digitalisierte Flächen zerschneiden und damit zwei oder mehr Teile erhalten, die man dann getrennt voneinender weiter verwendet und bearbeiten kann. Zum Beispiel in verschiedenen Farben oder Füllfächen so anpasst, wie man es wünscht. Hier habe ich das mal mit Halbkreisen und einem “Yin und Yang”-Zeichen aus einem “zerschnittenen” Kreis probiert.

Man schneidet Kurven oder Geraden über rechte oder linke Maustaste wie beim normalen Digitalisieren auch. Die Punkte sind dann noch bearbeitbar.

Die einzelnen Teile können nach dem Schneiden verschoben, in der Größe verändert und neu eingefärbt werden.

Als zweite Möglichkeit trennt man ein Motiv und verwendet nur einen Teil davon. Dann würde man das zweite der entstandenen Teile einfach löschen. Dies bietet sich zum Beispiel an, wenn man vorher erstellte Flächen kopiert, beschneidet und sie dann zum Beispiel als Schattierung über die “alte” Fläche legt. Oder wie im zweiten Beipiel rechts, Teile herausschneidet. Dies ist so oft einfacher und genauer, als die Punkte einzeln zu verschieben oder zu löschen, wie man es ohne die Messerfunktion machen müsste.

Das Messer zerschneidet gefüllte Flächen. Die Schnittkanten lassen sich nach dem Trennen über die “Bearbeiten-Funktion” noch verändern. Man kann dies auch sehr experimentell einsetzen.

Ich habe einfach mal eine Fläche mehrfach in kurviger Form durchschnitten und die dann entstandenen, kleineren, neuen Flächen verschieden eingefärbt. Hier habe ich mit dem Schneiden am rechten Rand begonnen und dann von innen einen “Spirale” gezogen, die widerum am Anfangspunkt aussen endet. Zusätzlich habe ich eine Kontur gesetzt und so die schwarze Umrandung erhalten. Eine solche Form ohne Messer zu digitalisieren, wäre sehr zeitaufwändig und schwierig.

Natürlich kann man auch “fertige” Motive, zum Beispiel dieses aus unserem StickmotiveVorrat der Sticksoftware V8 teilen. Ein Anwendungsbeispiel wäre das halbieren um das Motiv für das Einsetzen eines Reissverschlusses zu teilen. Beim Besticken von Kleidung benötigt man auch oft Motive mit graden, an der Naht verlaufenden Rändern, auch hier bietet sich der Einsatz des Messers an, um Motive anzupassen.

Verwendet man hier Motive, die sowohl Flächen als auch Linien enthalten, kann eine kleine Nachbearbeitung nötig sein. Linien werden nicht mitgeschnitten und müssen manuell eventuell korrigiert wertden. Da aber alle Bearbeitungspunkte nach wie vor verschiebbar sind, ist dies schnell gemacht. Die geteilten, zerschnittenen Flächen werden von der Sticksoftware automatisch mit Vernähstichen versehen, es kann also sofort gespeichert und gestickt werden.

Ihr seht, wenn man sich mal ein Bisschen beschäftigt, findet man unzählige Arbeitsschritte beim Digitalisieren, wo man die Messer-Funktion wunderbar und zeitsparend einsetzen kann. Und für “kreative Spielereien” und neue Ideen ist es sowieso toll.

Viel Spaß beim Testen wünscht Euch

Nette

 

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Kommentare zu diesem Artikel

2 Responses

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  • Helga Behnke

    Hallo Nette,

    vielen Dank für deinen Beitrag in Sachen V8 ! Gern mehr davon !

    Freundliche Grüße von Helga Behnke

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