Kreative Artikel zum Thema Quilten

Ausstellungstipps Mai 2020

Es tut sich was! Es dreht sich nur noch um die konkreten Zeitpunkte, an denen die Türen von Museen und zu Ausstellungen wieder geöffnet werden dürfen – wie schön! So wird manche Plexiglasscheibe noch eingebaut, so mancher Desinfektionsmittelspender noch installiert und so mancher Hinweis noch angebracht werden müssen, damit die Auflagen erfüllt und die Abstands- und Hygieneregeln bei einem Besuch eingehalten werden können. In den einzelnen Ländern und Bundesländern gibt es nationale und regionale Unterschiede. Bitte informieren Sie sich vor einem geplanten Besuch unbedingt beispielsweise anhand des Internetauftritts der entsprechenden Museen oder Einrichtungen, da ich nach heutigem Stand (1. Mai 2020) leider meist noch keine verlässlichen Angaben vorliegen habe, die ich hier weitergeben könnte.

Nach meinem Eindruck war und ist hinter den musealen Kulissen einiges los. Neue vielversprechende Ausstellungen sind zum Teil schon installiert und warten nur noch auf die Eröffnung, andere waren nur unterbrochen und wurden verlängert, wieder andere auf später verschoben oder wurden ganz abgesagt. Ich werde in diesen Tipps verschiedene Informationen auflisten und dann wieder zur gewohnten Form zurückkehren, sobald mir konkrete Daten und Fakten vorliegen. Inzwischen habe ich auch den umfangreichen Ausstellungskalender auf meiner Website www.quiltsundmehr.de aktualisiert und auf den Stand vom 30. April 2020 gebracht – viel Spass beim Stöbern!

Besonders hinweisen möchte ich noch auf die Ausschreibung ‘Klassisch – Kitsch + Kunst’, deren Einsendeschluss soeben verlängert wurde. Ganz unten in diesem Beitrag zu finden.

Machen Sie es gut und bleiben oder werden Sie gesund!

Ihre Gudrun Heinz

 

Hier geht’s zu den Ausstellungstipps Mai 2020 Teil 2:

https://blog.bernina.com/de/2020/05/ausstellungstipps-mai-2020-teil-2/

 

MATERIAL MATTERS
Von der Faser zur Mode

Ohne Stoff kein Kleid: Die Ausstellung ‘MATERIAL MATTERS’ widmet sich textilen Rohstoffen, ihrer Gewinnung und Verarbeitung. Ausgewählte Kostüme von 1800 bis heute illustrieren die Vielfalt und Schönheit textiler Materialien und zeigen ihren Einfluss auf die Mode im Wandel der Zeiten.

MATERIAL MATTERS
Krizia-Overall, Milano, 1985
Synthetische Chemiefaser, plissiert
Textilmuseum St. Gallen, TM 58755
Foto: Mirjam Graf, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Einen wichtigen Bereich innerhalb der Ausstellung bildet das Faserkabinett. Hier werden die Produktion und Verarbeitung von natürlichen und künstlichen textilen Rohstoffen von der Faser über das Garn bis zum Stoff detailliert beleuchtet und die Vielfalt an Textilien sinnlich erfahrbar gemacht. Ein Schwerpunkt der Betrachtung liegt auf Fragen der Nachhaltigkeit.

Info:

6. Juni 2020 – 21. Februar 2021

MATERIAL MATTERS
Von der Faser zur Mode

Textilmuseum St. Gallen
Vadianstrasse 2
9000 St. Gallen
Schweiz

www.textilmuseum.ch

Museum wieder geöffnet!

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Thierry Mugler
Couturissime

Zum ersten Mal wird das Werk des Modeschöpfers, Regisseurs, Fotografen und Parfümeurs Thierry Mugler in einer fulminant inszenierten Ausstellung präsentiert.

Ausstellungsteaser
Foto: Website Kunsthalle München

Mehr als 150 Kreationen aus Haute Couture und Prêt-à-porter, unpubliziertes Archivmaterial sowie Werke von weltberühmten Fotografen beleuchten drei Jahrzehnte im Schaffen des Franzosen, dem es seit den 70er Jahren immer wieder gelang, die Welt der Couture zu revolutionieren und die Popkultur zu prägen. Er wählte aussergewöhnliche Materialien wie Metall, Kunstpelz, Vinyl oder Latex für die Umsetzung seiner futuristischen, glamourösen Schnitte und schuf epochemachende Kreationen, die eine ebenso sinnliche wie starke Weiblichkeit ausstrahlen.

Die Ausstellung wurde initiiert und produziert vom Montreal Museum of Fine Arts in Kooperation mit Maison Mugler.

Info:

bis 30. August 2020

Thierry Mugler
Couturissime

Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung
Theatinerstrasse 8
(in den Fünf Höfen)
80333 München
Deutschland

www.kunsthalle-muc.de

Die Öffnung der Ausstellung verzögert sich über den 11. Mai 2020 hinaus. Aufgrund der aktuellen Reisebeschränkungen kann das internationale Aufbau- und Kuratoren-Team nicht nach München reisen.

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Arabische Weber – Christliche Könige
Mittelalterliche Textilien aus Spanien

Vom achten Jahrhundert bis 1492 herrschten muslimische Dynastien über weite Teile Spaniens. Mit der arabischen und maurischen Kultur kam auch die Seidenweberei auf die iberische Halbinsel. Die muslimischen Weber waren Meister ihres Fachs und stellten die prächtigsten Stoffe her. Ihre Seidengewebe machten als Luxusprodukte Furore. Die neue Sonderausstellung der Abegg-Stiftung präsentiert eine faszinierende Auswahl dieser kostbaren Seidenstoffe aus vier Jahrhunderten.

Info:

11. Mai – 8. November 2020

Arabische Weber – Christliche Könige
Mittelalterliche Textilien aus Spanien

Abegg-Stiftung
Werner Abeggstrasse 67
3132 Riggisberg
Schweiz

www.abegg-stiftung.ch

Museum wieder geöffnet!

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Das Staatliche Textil- und Industriemuseum Augsburg (tim)

bietet gleich drei Ausstellungen:

Amish Quilts meet Modern Art

Key Visual

Ordnung und Chaos, Gemeinschaft und Individualität, Innen und Aussen – das sind nur einige der Themen von grosser Aktualität, die das tim in seiner neuen Sonderausstellung, die ab 19. Mai 2020 öffnet, verhandelt. Gerade angesichts der aktuellen Corona-Entwicklung sind Museen wichtige Orte kultureller Sinnstiftung.

Vor diesem Hintergrund treten in der Ausstellung historische Amish Quilts und zeitgenössische Kunst in eine faszinierende Beziehung zueinander. Auf mehr als 1.000 Quadratmetern Fläche können die Besucher*innen eine einzigartige Auswahl originaler Amish-Quilts aus der Zeit von 1890 bis 1950 und hochkarätige Arbeiten zeitgenössischer Kunst im spannenden Wechselspiel erleben.

beyond surface?
Arbeiten von Esther Irina Pschibul

Mit ‘beyond surface?’ zeigt das tim Arbeiten der Augsburger Künstlerin Esther Irina Pschibul. Besucher*innen können Pschibuls Werke vor allem als Interventionen innerhalb der Dauerausstellung erleben – als figurative Skulpturen, aufregende Körper und abstrakte Plastiken. Aber auch textile Arbeiten sind zu sehen, die die Künstlerin im tim hat weben lassen und in aufregende Draperien verwandelt hat.

Key Visual

KARL LAGERFELD IN BERLIN by Daniel Biskup

Das tim erinnert mit einer Fotoausstellung im Foyer an den 2019 verstorbenen Modeschöpfer Karl Lagerfeld. Zu sehen sind einzigartige, grösstenteils bislang unveröffentlichte Aufnahmen, die der international renommierte Fotograf Daniel Biskup im Jahr 2002 von Lagerfeld machte, als der sich spontan zu einem gemeinsamen Fotoshooting durch das nächtliche Berlin überreden liess.

Info:

Amish Quilts meet Modern Art

beyond surface?
Arbeiten von Esther Irina Pschibul

Foyerausstellung ‘KARL LAGERFELD IN BERLIN by Daniel Biskup’

tim | Staatliches Textil- und Industriemuseum Augsburg
Provinostrasse 46
86153 Augsburg
Deutschland

www.timbayern.de

Museum ab 12. Mai 2020 wieder geöffnet!

‘Amish Quilts meet Modern Art’: ab 19. Mai 2020!

‘KARL LAGERFELD IN BERLIN by Daniel Biskup’: derzeit nur zum Teil zugänglich!

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Zahl, Rhythmus, Wandlung
Emma Kunz und Gegenwartskunst

Die Ausstellung ‘Zahl, Rhythmus, Wandlung – Emma Kunz und Gegenwartskunst’ würdigt erstmals das zeichnerische Werk der Schweizer Künstlerin und Radiästhesistin Emma Kunz (1892-1963) in der Kulturlandschaft Appenzellerland, der zweiten Heimat von Emma Kunz. Gleichzeitig werden die faszinierenden energetischen Diagramme von Kunz, die ihre visuellen Arbeiten 1941 selbst als ‘für das 21. Jahrhundert bestimmt’ bezeichnete, in Beziehung zur Gegenwartskunst gesetzt.

Einladung

Die teils multimedialen, immer interdisziplinären Arbeiten von 12 zeitgenössischen Schweizer und internationalen Künstler*innen bilden einen Resonanzraum, in dem die ganzheitliche Vision und Weltkonzeption von Emma Kunz mitschwingt. Das Kaleidoskop der sich über drei Stockwerke der Kunsthalle Ziegelhütte in Appenzell erstreckenden Ausstellung lässt die ganzheitliche und spirituelle Vision von Emma Kunz als aktuellen Beitrag zur heutigen Situation der Kunst und der Welt erscheinen und erlaubt besondere Erfahrungen.

Info:

12. Mai – 25. Oktober 2020

Zahl, Rhythmus, Wandlung
Emma Kunz und Gegenwartskunst

Kunsthalle Ziegelhütte
Ziegeleistrasse 14
9050 Appenzell
Schweiz

www.h-gebertka.ch

Einladung

Flyer

Museum wieder geöffnet!

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BKV-Preis 2020 für Junges Kunsthandwerk

Der 2006 erstmals ausgelobte BKV-Preis für Junges Kunsthandwerk findet in diesem Jahr zum vierzehnten Mal statt. Aus insgesamt 102 Einreichungen, die aus 24 Ländern eingingen, ermittelte die Jury drei Preisträger und zwei Belobigungen. Deren Arbeiten und die der 13 Finalisten sind derzeit in der Galerie für Angewandte Kunst des Bayerischen Kunstgewerbevereins ausgestellt.

1. Preis: Kim Lilja Seungeun (D)
Foto: BKV

Claudia Santiago Areal – Contemporary Paper Bags

Das Porträt im Laden, das sich den Taschen von Claudia Santiago Areal widmet, wurde parallel dazu verlängert. Hier geht es zu meiner bereits erfolgten Ankündigung.

Einladung

Info:

1. – 23. Mai 2020

BKV-Preis 2020 für Junges Kunsthandwerk

Claudia Santiago Areal – Contemporary Paper Bags

Bayerischer Kunstgewerbeverein e.V.
Pacellistrasse 6 – 8
80333 München
Deutschland

www.bayerischer-kunstgewerbeverein.de

Öffnungszeiten (Galerie und Laden):
Mo – Sa: 10 – 18 Uhr

Einladungskarte

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Das Plakat
200 Jahre Kunst und Geschichte

Mit fast 400 Exponaten von rund 200 Künstler*innen und Designer*innen bietet die Ausstellung ‘Das Plakat’ im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) einen gross angelegten und repräsentativen Überblick über die Geschichte des Plakates von den Anfängen im frühen 19. Jahrhundert bis heute.

Henri de Toulouse-Lautrec (1864–1901): Ambassadeurs – Aristide Bruant dans son cabaret, 1892
Farblithografie, 138 x 96,5 cm
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Public Domain
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Im Plakat treffen Kunst und Geschichte, Design und Werbung aufeinander. Plakate begleiten politische Ereignisse genauso wie die Film- und die Theatergeschichte. Sie dokumentieren die gesellschaftliche Entwicklung und spiegeln nicht zuletzt die Kunst und ihre wechselnden Stile. Portraits von Politiker*innen findet man auf Wahlplakaten, die von Musiker*innen auf Konzertplakaten, die Industrie wirbt für ihre neuen Produkte, die Tourismusbranche für die schönsten Reiseziele und selbst für Websites wird mittlerweile mit Plakaten geworben. Es gibt keine zweite Kunstgattung, die bis heute unseren Alltag in einer solchen Breite begleitet. Die Botschaft guter Plakate ist mehrschichtig, sie geht über die blosse Werbung hinaus und macht Aussagen über die Zeit, über die Gestaltung, über Geschichte, Mode oder Geschmack. Dieser ‘Mehrwert’ ist es, der aus einem Plakat ein Kunstwerk machen kann.

Info:

28. Februar – 20. September 2020

Das Plakat
200 Jahre Kunst und Geschichte

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Steintorplatz
20099 Hamburg
Deutschland

www.mkg-hamburg.de

Museum wieder geöffnet!

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Nonnen. Starke Frauen im Mittelalter

Das Mittelalter war eine raue Zeit. Besonders für Frauen und ihre Perspektiven. Nonnen im Mittelalter waren weit mehr als asketisch lebende Frauen, die sich nur für die Welt innerhalb der Klostermauern interessierten. Denn es gab noch eine andere Wirklichkeit, die vielfältiger, überraschender und weltlicher war, als man vermuten würde.

Blick in die Ausstellung.
© Schweizerisches Nationalmuseum
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Ab dem fünften Jahrhundert entstanden in Europa erste Nonnenklöster. Sie boten Frauen Möglichkeiten, die sie sonst kaum hatten: Zugang zu höherer Bildung, soziale Absicherung, die Chance, sich familiären Normen zu entziehen und – zuweilen – auch Einfluss und Macht auszuüben. Das höchste Amt war jenes der Äbtissin, Priorin oder Meisterin. Die Führung eines Klosters war anspruchsvoll, verlangte diplomatisches Geschick und eine hohe Bildung. Religiöse Zentren hatten oft enge Verbindungen zu Politik und Wirtschaft und prägten das weltliche Geschehen mit.

Klosterbehang, Hortus conclusus, Basel, 1480 (Ausschnitt)
Wolle, Seide, Gold- und Silberlahn, gewirkt
Schweizerisches Nationalmuseum, LM 1959
© Schweizerisches Nationalmuseum
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Beispiele hierfür sind etwa Katharina von Siena (1347 – 1380), die ihre eigene Hochzeit erfolgreich verhinderte, in einen Laienorden eintrat, zur Inspirationsquelle für eine wachsende Anhängerschaft wurde und in kirchenpolitischen Fragen gegenüber Päpsten schliesslich eine bedeutende Stimme war. Oder Pétronille de Chemillé (1080/90 – 1149), Äbtissin des Klosters von Fontevraud. Sie setzte sich in einer männlich dominierten Welt durch – gegen massive politische Widerstände gelang es ihr, den jungen, aufstrebenden Orden zu festigen. Unter Pétronilles Führung gewann Fontevraud an politischem und wirtschaftlichem Einfluss und wurde zu einem strategisch bedeutenden Ort für die Mächtigen Frankreichs. Dem Orden gehörten sowohl Frauen als auch Männer an, welche alle der Autorität der Äbtissin unterstanden. Ebenfalls erwähnenswert ist die imposante Stellung der Fürstäbtissin der Fraumünsterabtei in Zürich. Im 13. Jahrhundert war sie Stadtherrin, ernannte Bürgermeister und Richter und hatte das Sitz- und Stimmrecht im Reichstag der Fürstenversammlung des Heiligen Römischen Reichs.

Anhand von 15 Repräsentantinnen und wertvollen Exponaten unter anderem aus der Bibliothek des Vatikans oder dem Germanischen Nationalmuseum zeigt die Ausstellung, wie unterschiedlich die Lebensformen geistlicher Frauen im Mittelalter waren und welche Möglichkeiten ihnen offenstanden. Die Schau thematisiert die wichtige Stellung der Frauenklöster in Bildungsfragen, ihre Verflechtungen mit Politik und Wirtschaft sowie der bis heute oftmals unterschätzte prägende Einfluss dieser Frauen auf die Theologie.

Abgerundet wird die Ausstellung mit einer Installation von Annelies Štrba. Der Videokünstler Jürg Egli hat ihre Fotografien von Kirchenfenstern, Marienfiguren und prächtigen Gärten zu einem neuen Werk verschmolzen, welches das Weibliche ins Zentrum setzt.

Auf den virtuellen Rundgang mit weiteren Informationen (auf der Website des Museums) sei hingewiesen.

Info:

20. März – 16. August 2020

Nonnen. Starke Frauen im Mittelalter

Schweizerisches Nationalmuseum
Landesmuseum Zürich
Museumstrasse 2
8001 Zürich
Schweiz

www.landesmuseum.ch

Museum wieder geöffnet!

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Life doesn’t frighten me
Michelle Elie wears Comme des Garçons

Kleidung wird durch kulturellen Kontext zu Mode. Die japanische Designerin Rei Kawakubo gründete 1969 ihr Modelabel Comme des Garçons (deutsch: Wie Jungs). Bis heute geht es ihr nicht darum zu gefallen, sondern spielerisch und lustvoll den männlichen, durch westliche Schönheitsideale gelenkten Blick zu stören. Konventionen der Schnittkunst bricht Kawakubo durch Dekonstruktion, Verschiebung, Zerstörung und Ausbuchtungen ohne Rücksicht auf Körperformen. Träger*innen eignen sich die Kleidobjekte an, bringen sie in ihren je eigenen Kontexten zum Leben, nicht ohne Aufsehen zu erregen. Comme des Garçons widerspricht der Norm, fällt auf und provoziert nicht selten.

Michelle Elie
Paris, 2015
© Phil Oh
Ausstellung ‘Life doesn’t frighten me. Michelle Elie wears Comme des Garçons’
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Die Designerin und Mode-Ikone Michelle Elie liebt, sammelt und lebt Kawakubos Entwürfe leidenschaftlich – auf den internationalen Fashionweeks, die sie regelmässig besucht und in ihrem Kölner Alltag. Das Museum Angewandte Kunst in Frankfurt zeigt Elies Sammlung und lässt sie selbst die Geschichten der jeweiligen Stücke erzählen.

Michelle Elie
Paris, 2018
© Acielle, styledumonde.com
Ausstellung ‘Life doesn’t frighten me. Michelle Elie wears Comme des Garçons’
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

‘Life doesn’t frighten me’, sagt die gebürtige Haitianerin, und tatsächlich gehört Mut dazu, Kawakubo zu tragen und sich damit klar gegen gesellschaftliche Normen zu positionieren. Als schwarze Frau in einer weissen Mehrheitsgesellschaft mit ihren entsprechenden Vorstellungen von Schönheit, trotzt Elie bereits durch ihr blosses Sein jeder Norm. Mit Comme des Garçons am Leib überspitzt sie ihre Körpererfahrungen selbstbewusst und fordert damit Betrachter*innen heraus, ihr je eigenes Körpererleben zu reflektieren.

Michelle Elie
Paris, 2012
© Phil Oh
Ausstellung ‘Life doesn’t frighten me. Michelle Elie wears Comme des Garçons’
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Das Museum Angewandte Kunst zeigt über 50 Ensembles der umfangreichen Comme des Garçons-Sammlung von Michelle Elie und fragt, wie wir Kleidung nutzen, um uns selbst auszudrücken. Die Mode-Ikone, Schmuckdesignerin und Stylistin erzählt Geschichten zu einzelnen Kleidungsstücken – vom Moment der Entdeckung auf dem Laufsteg in Paris über den Erwerb bis hin zum Erleben auf dem eigenen Körper und den unterschiedlichsten Reaktionen, die das Tragen dieser Stücke bei anderen provoziert.

Michelle Elie
Paris, 2012
© Adam Katz Sinding
Ausstellung ‘Life doesn’t frighten me. Michelle Elie wears Comme des Garçons’
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Michelle Elies innige Beziehung zur Marke beginnt 1997 mit dem Erwerb eines Outfits aus der Frühjahrskollektion ‘Body Meets Dress, Dress Meets Body’. Dieses ist nicht nur in der Ausstellung zu sehen, sondern auch Zentrum einer von Elies Erzählungen in der Ausstellung: Rock und Oberteil entdeckt sie in einer New Yorker Boutique. Sie ist von den aussergewöhnlichen Formen, den Polsterungen und Ausbuchtungen des Stoffes fasziniert, scheitert in der Umkleide allerdings an dem Versuch, das Outfit anzuprobieren. Später in Köln bereut sie, die Teile nicht gekauft zu haben. Mit etwas Glück trifft sie dort in einem Laden auf einen Sammler, der das Outfit besitzt . Es gelingt ihr, ihn zu überzeugen, es ihr zu verkaufen. Während ihrer ersten Schwangerschaft trägt sie es für ein Fotoshooting und berichtet uns, wie für sie die Ausformungen des Kleides mit der Transformation ihres eigenen Körpers korrespondierten.

Michelle Elie
Paris, 2018
© Stela Alves, streetstylebystela
Ausstellung ‘Life doesn’t frighten me. Michelle Elie wears Comme des Garçons’
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Dies ist nur ein Beispiel von mehreren persönlichen Geschichten, die sie mit jedem ihrer einzelnen Kleidungsstücke verbindet. Sie erzählt nicht nur, welchen Aufwand sie betreibt, um an die begehrten Stücke zu kommen, sondern was das Tragen der aussergewöhnlichen Kleidungsobjekte mit ihr selbst macht und welche Reaktionen sie in anderen Menschen auslöst, denen sie begegnet.

Michelle Elie
Paris, 2018
© Adriano Cisani
Ausstellung ‘Life doesn’t frighten me. Michelle Elie wears Comme des Garçons’
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Bewusst entschieden sich die Ausstellungsmacher*innen für Schwarze Mannequins in der Präsentation der Kleidung. Sie sind zum einen nach dem Abbild Elies speziell gefertigt, zum anderen kontern sie die Unterrepräsentation von Schwarzen Menschen und People of Colour in der Geschichte und Gegenwart der Mode- und Kunstwelt.

Michelle Elie
Paris, 2016
© Phill Taylor
Ausstellung ‘Life doesn’t frighten me. Michelle Elie wears Comme des Garçons’
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Sogenannte Streetstyle-Fotografien, die in den letzten Jahren von Michelle Elie auf den Pariser Strassen und Plätzen während der Fashionweek aufgenommen wurden, bilden einen weiteren Aspekt der Frankfurter Ausstellung. Streetstyle-Fotograf*innen haben in den letzten zehn Jahren den Fokus vom Laufsteg auf die Strasse verlagert; von den Models, die Designentwürfe präsentieren, auf die aufwendig gestylten Fashionweek-Besucher*innen. Die Bilder in Magazinen und sozialen Netzwerken begründeten ein neues Genre, zu dem Michelle Elie entschieden beiträgt. Mit rund 19.000 Followern auf Instagram ist sie durch
ihren eigenwilligen Stil selbst zur Modeikone und erfolgreichen Influencerin geworden.

Kuratorin: Dr. Mahret Ifeoma Kupka

Mehr zur Ausstellung auf dem Instagram-Kanal des Museums und bei Michelle Elie

Auch interessant: Mein Bericht über die Ausstellung ‘Rei Kawakubo / Comme des Garçons: Art of the In-Between’ im Rahmen der Ausstellungstipps Mai 2017, die das Costume Institute des Metropolitan Museum of Art in New York 2017 zeigte. 

Info:

3. April – 30. August 2020

Life doesn’t frighten me
Michelle Elie wears Comme des Garçons

Museum Angewandte Kunst
Schaumainkai 17
60594 Frankfurt
Deutschland

www.museumangewandtekunst.de

ab 5. Mai 2020 wieder geöffnet!

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Drucksache Bauhaus

Die Staatsgalerie Stuttgart hat die für den 19. März 2020 geplanten Eröffnungen der Ausstellungen ‘Drucksache Bauhaus’ und ‘Ida Kerkovius. Die ganze Welt ist Farbe’ leider vor dem Hintergrund der Covid-19 Pandemie entfallen lassen müssen. Nun ist die Vorfreude sehr gross, die beiden Ausstellungen endlich zeigen zu können, mit denen nochmals die Bauhaus-Thematik aufgegriffen wird.

Oskar Schlemmer: Tänzerin, 1922/23
Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Eine ‘Neue Europaeische Graphik’ zu formen, das hatten Lyonel Feininger und Walter Gropius im Sinn, als sie im Jahr 1921 aus dem Bauhaus in Weimar europaweit die Künstler der Avantgarde aufriefen, gemeinsam ein Mappenwerk der Druckgraphik entstehen zu lassen. Ihrem Aufruf folgten 45 Künstler, die sich teilweise zuvor noch als Feinde im Krieg gegenüberstanden.

Franz Marc: Schöpfungsgeschichte I, 1914 (1922)
Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung, Vermächtnis 1970 Annemarie Grohmann
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Willi Baumeister, Max Beckmann, Umberto Boccioni, Marc Chagall, Giorgio de Chirico, Erich Heckel, Wassily Kandinsky, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Klee, Oskar Schlemmer, Kurt Schwitters, Gino Severini – jeder für sich ein Avantgardist. Gemeinsam vertraten sie die verschiedenen Strömungen der europäischen Moderne. Über ihre druckgraphischen Arbeiten in einem Mappenwerk konnte die Idee der Moderne international vervielfältigt, verbreitet und Sammlern preiswert zum Kauf angeboten werden.

Druckereiwerkstatt des Staatlichen Bauhauses – Blick in die beiden Werkstatträume, 1923
Fotograf unbekannt
© Bauhuas-Universität Weimar, Archiv der Moderne
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Die Staatsgalerie zeigt in der Ausstellung ihr Bauhaus Mappenwerk und ergänzt es um druckgraphische Arbeiten weiterer Bauhausmeister. Erweitert wird der Blick durch den ‘Stuttgarter Prolog’, der sich Adolf Hölzel widmet. Hölzel war Lehrer von Johannes Itten und Oskar Schlemmer. Vieles der späteren Lehre in Weimar findet sich bereits bei Adolf Hölzel.

Vor allem aber zeigt die Ausstellung die Druckgraphik als künstlerisches Medium der europäischen Avantgarde. Im Bauhaus Jubiläumsjahr 2019 waren die Bauhaus Mappen aus der Stuttgarter Sammlung zu Gast in der National Gallery Ireland, Dublin.

Im Graphik-Kabinett wird parallel in einer Ausstellung Hölzels Assistentin Ida Kerkovius, die drei Wintersemester am Bauhaus studiert hat, gewürdigt.

Ida Kerkovius
Die ganze Welt ist Farbe

‘Meine Welt ist die Farbe, in ihr kann sich meine Phantasie ganz entfalten’ war das Leitmotiv von Ida Kerkovius (1879‒1970). Unter den rund 20 Schülerinnen von Adolf Hölzel an der Stuttgarter Akademie, ragt die ‘Kerko’, wie sie genannt wurde, besonders hervor. Schon 1903 war sie bei dem grossen Lehrer in Dachau, ab 1908 dann bei ihm in Stuttgart. Hölzel, der sie später zu seiner Assistentin machte, wusste ihre Eigenheit zu schätzen: ‘Sie macht meine Lehre, aber komisch, sie macht ganz andere Sachen.’

Ida Kerkovius: Pastell II auf Grün, 1960
Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung
© Kerkovius Archiv Wendelstein
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Zwischen 1920 und 1923 studierte die Künstlerin in den Wintersemestern am Bauhaus in Weimar, wo sie besonders die Lehren von Wassily Kandinsky und Paul Klee inspirierten. Trotz der verschiedenen Einflüsse betonte sie immer, dass sie nicht nur einem Stil folge: ‘Ich bekenne mich zu keiner Kunstrichtung, sondern bin immer bestrebt wie am Anfang meiner Entwicklung, den Gefühlen, die in mir leben, Gestalt, Qualität und Ausdruck zu geben.’

Ida Kerkovius: Gartenbild Hofheim, 1935
Gouache
Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung
© Kerkovius Archiv Wendelstein
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Die Weigerung, sich einem verbindlichen Stil unterzuordnen ermöglichte ihr, immer wieder neu mit den bildnerischen Mitteln und der Farbe umzugehen. Sie entwickelte, gerade in ihren Pastellarbeiten, eine eigenständige emotionale, farbenprächtige Bildsprache, die den Betrachter auf einer sinnlichen Wahrnehmungsebene mit einbezieht.

Zu der aussergewöhnlichen Künstlerin, Malerin, Zeichnerin und Weberin Ida Kerkovius siehe auch meinen Beitrag “Sie ist ganz Kunst“ – Ida Kerkovius – Eine Künstlerin des Bauhauses im Kunsthaus Apolda Avantgarde in den Ausstellungstipps Februar 2019.

Info:

20. März – 13. September 2020

Drucksache Bauhaus

Ida Kerkovius
Die ganze Welt ist Farbe

Staatsgalerie Stuttgart
Konrad-Adenauer-Strasse 30 – 32
70173 Stuttgart
Deutschland

www.staatsgalerie.de

Wiedereröffnung der Staatsgalerie am 12. Mai 2020!

Beide Ausstellungen wurden verlängert bis 13. September 2020!

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Mazandaran-Kelims
Unbekannte Flachgewebe aus Nordpersien

Die Flachgewebe aus der Provinz Mazandaran im heutigen Iran, zwischen Kaspischem Meer und Elburs-Gebirge, sind bekannt durch ihre Vielfalt an Streifen und Kombinationen. Doch nur an einem abgelegenen Ort dieser Bergregion fanden sich Textilien, die mit abstrakten Mitteln Licht und Schatten in sich zu vereinen vermögen.

Ausstellungsansicht
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Diese meist grossen, in Bahnen gewebten Kelims sind um 1900 entstanden und scheinen alle ungenutzt. Zu ihrer Funktion sowie der feinen Technik mit schimmernden Übergängen können die Bewohner der Gegend heute keine Aussagen mehr machen. Erstmals zeigt das Historische und Völkerkundemuseum St. Gallen in einer Sonderausstellung aus einer Schweizer Privatsammlung einige dieser seltenen Stücke.

Kurzfilm zur ‘Ausstellungseröffnung’

Info:

28. März – 31. Januar 2021

Mazandaran-Kelims
Unbekannte Flachgewebe aus Nordpersien

Historisches und Völkerkundemuseum
Museumstrasse 50
9000 St. Gallen
Schweiz

www.hvmsg.ch

Flyer

Museum wieder geöffnet!

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Steven Parrino
Nihilism Is Love

Steven Parrino (1958–2005) war einer der einflussreichsten Künstler der Kunstszene in New York seit den späten 1980er Jahren.

In seinem vorwiegend malerischen Œuvre entwickelte er eine einzigartige visuelle Sprache. Sie speist sich einerseits aus verschiedenen subkulturellen Strömungen, enthält andererseits aber deutliche Bezugnahmen auf die Geschichte der Bildenden Kunst des 20. Jahrhunderts und darüber hinaus. Parrinos Schaffen ist geprägt von einem unbedingten Freiheitswillen, der sich aus der US-amerikanischen Biker-Kultur herleitet sowie durch den Existentialismus von Punk-Rock beeinflusst wird.

Zugleich widerspricht Parrino dem ‘Anything goes’ postmoderner Trends der Achtzigerjahre. Authentizität und Formwille verbinden sich in seinem künstlerischen Ansatz zu einer innovativen Kraft von herausragender Qualität.

Steven Parrino: Candy Stevens (Pink Disaster), 1988
Öl auf Leinwand, 280 x 280 x 6 cm
Kunstmuseum Liechtenstein, Vaduz
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Nach der Mitte der 1980er Jahre verdichten sich Parrinos künstlerische und weltanschauliche Überzeugungen zu einer kennzeichnenden Methode: Leinwände wurden zunächst monochrom bemalt, danach vom Rahmen genommen und anschliessend in veränderter Form (verdreht, gewickelt, geknüllt usw.) wieder aufgezogen, sodass ein neues und in der Regel dreidimensionales ‘Bild’ entstand.

‘Steven Parrino. Nihilism Is Love’ ist die erste umfassende Retrospektive des Künstlers im deutschsprachigen Raum. Anhand von fünf Themenfeldern wird sein Werk im Kunstmuseum Liechtenstein rekontextualisiert.

Eine Produktion des Kunstmuseum Liechtenstein, kuratiert von Friedemann Malsch und Fabian Flückiger. Zur Ausstellung erscheint eine umfangreiche Publikation.

Info:

21. Februar – 16. August 2020

Steven Parrino
Nihilism Is Love

Kunstmuseum Liechtenstein
mit Hilti Art Foundation
Städtle 32
9490 Vaduz
Liechtenstein

www.kunstmuseum.li

Wieder geöffnet ab 15. Mai 2020!

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Lee Mingwei: 禮 Li, Geschenke und Rituale

Wären die Türen geöffnet, würde der Gropius Bau in Berlin eine Übersicht über Lee Mingweis (* 1964, Taiwan) Arbeiten der letzten drei Jahrzehnte live präsentieren. Nun erfuhr die Ausstellung digitale Aktivierungen, Näheres dazu gegen Ende des Berichts.

Die Ausstellung ‘禮 Li, Geschenke und Rituale’ beleuchtet das Werk des Künstlers aus einer neuen Perspektive: als Erkundung der Fähigkeit von Kunst, als transformatives Geschenk zu wirken, das im Raum der intimen Erfahrung und Begegnung mit anderen wurzelt. Zugleich verbindet Lees Perspektive die verschiedenen Kulturen, die seine künstlerische Praxis prägen. Diese Sichtweise geht auf einen der wichtigsten Einflüsse des Künstlers zurück, das konfuzianische Prinzip des li (禮). Li ist ein vielschichtiger Begriff, der Vorstellungen von Riten, Ritualen, Gaben und Anstandsregeln umfasst – ein philosophisches Gerüst für menschliches Verhalten.

Lee Mingwei: The Dining Project, 1997/2020
Holzplattform, Tatami-Matten, schwarze Bohnen, Reis, Einkanal-Video, Ton
335 x 335 x 85 cm
Aus der Sammlung des Jut Art Museum (Taiwan)
Installationsansicht ‘Lee Mingwei: 禮 Li, Geschenke und Rituale’, Gropius Bau, Berlin, 2020
Foto: Laura Fiorio, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Anstatt Lee Mingweis Praxis wie allgemein üblich als Teil der Tradition partizipatorischer Kunst aufzufassen, verortet die Ausstellung den Ausgangspunkt seiner Arbeiten in Traditionen des Schenkens und Ritualen des Empfangens, auch wenn seine Projekte Freiwillige einbeziehen und zur Beteiligung einladen. Sie wirft damit die Frage auf, wie Austausch ausserhalb der Grenzen kapitalistischer Strukturen stattfinden kann und in welchem Spannungsverhältnis die Normen der unterschiedlichen Kulturen stehen, die Lees Arbeiten beeinflussen. ‘禮 Li, Geschenke und Rituale’ zeigt, in welcher Weise die Kombination von ästhetischen und philosophischen Konzepten des Schenkens aus östlichen und westlichen Traditionen das Werk des Künstlers prägt.

Lee Mingwei: The Letter Writing Project, 1998/2020
3 Holzkabinen, Briefpapier, Umschläge, Bleistifte
jeweils 290 x 170 x 231 cm
Installationsansicht ‘Lee Mingwei: 禮 Li, Geschenke und Rituale’, Gropius Bau, Berlin, 2020
Foto: Laura Fiorio, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Lee Mingweis Installationen und Performances bewegen sich häufig innerhalb einer Logik des materiellen Austauschs und loten zugleich deren Grenzen aus, indem sie immaterielle Gaben in den Fokus rücken. Über die Verbindung zwischen dem Prinzip des li und seinem Werk sagt der Künstler: ‘Ich sehe meine Arbeiten auch als Praxis, das Geschenk des Gesangs, das Geschenk der Kontemplation oder das Geschenk des Austauschs mit Unbekannten zu teilen.’

Lee Mingwei: Sonic Blossom, 2013/2020
Stuhl, Notenständer, Kostüm, spontanes Lied
Aus der Sammlung des Museum of Fine Arts, Boston
Installationsansicht ‘Lee Mingwei: 禮 Li, Geschenke und Rituale’, Gropius Bau, Berlin, 2020
Foto: Laura Fiorio, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Die Ausstellung, die sich über das gesamte Erdgeschoss des Gropius Bau erstreckt, präsentiert Arbeiten aus den frühen 1990er Jahren bis heute. Lee Mingweis Installationen und Performances entspringen häufig sehr persönlichen Begegnungen, die er mit langsamer Präzision zu Kunstwerken entwickelt. Bereits im Herbst 2019 veröffentlichte Lee Mingwei drei Open Calls, um das Publikum in seine Projekte einzubeziehen und institutionelle Prozesse herauszufordern, die ich auch hier im BERNINA blog veröffentlichte.

Lee Mingwei: Fabric of Memory, 2006/2020
Holzplattform, Holzkisten, textile Gegenstände
485 x 485 x 65 cm
Installationsansicht ‘Lee Mingwei: 禮 Li, Geschenke und Rituale’, Gropius Bau, Berlin, 2020
Foto: Laura Fiorio, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Arbeiten wie ‘The Mending Project’ stehen in engem Zusammenhang mit zentralen Themen des kuratorischen Programms des Gropius Bau 2020. Insbesondere Fragen nach Fürsorge und Reparatur stehen im Einklang mit der bewegten Geschichte des Gebäudes und seiner langen Renovierung, in deren Rahmen bewusst sichtbare Spuren des Kriegstraumas erhalten wurden.

‘Lee Mingwei nähert sich den Themen Fürsorge und Reparatur auf faszinierende Weise. Diese beiden Konzepte sind für das Programm des Gropius Bau von zentraler Bedeutung. Das Gebäude wurde bei Bombenangriffen während des Zweiten Weltkriegs stark zerstört und architektonisch so restauriert, dass seine Verletzungen und der Prozess der Instandsetzung spürbar bleiben. Das Gebäude legt Zeugnis davon ab, dass Verletzungen und Traumata Teil seiner und damit unser aller Geschichte(n) sind. In Lee Mingweis Arbeiten gibt es unzählige Rituale der Reparatur; sein Fokus liegt auf der Möglichkeit der Transformation’, sagt Stephanie Rosenthal, Direktorin des Gropius Bau und Kuratorin der Ausstellung.

Lee Mingwei: Our Peaceable Kingdom, 2020
27 gerahmte Gemälde, Staffeleien
Installationsansicht ‘Lee Mingwei: 禮 Li, Geschenke und Rituale’, Gropius Bau, Berlin, 2020
Foto: Laura Fiorio, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Lee Mingweis Ausstellung ‘禮 Li, Geschenke und Rituale’, welche am 27. März 2020 im Gropius Bau in Berlin eröffnet werden sollte, wird aufgrund der Massnahmen zum Schutz der Öffentlichkeit im Zusammenhang mit COVID-19 nun in Teilen online zugänglich gemacht. Das Programm umfasst Video-Einführungen zur Ausstellung, virtuelle Aktivierungen ausgewählter Kunstwerke und zwei neue Arbeiten, die von Lee Mingwei in Reaktion auf die aktuelle globale Krise entwickelt wurden. Auf der Website des Gropius Bau werden zudem Installationsansichten, Ausstellungstexte sowie Auszüge aus dem Ausstellungskatalog veröffentlicht. Hier geht es direkt zu ‘Fabric of Memory (2006/2020)’.

Da Lee Mingweis Installationen und Performances meist die Begegnung mit anderen voraussetzen, ist es für Lees Schaffen von zentraler Bedeutung, dass sich zwei oder mehr einander unbekannte Personen im selben Raum aufhalten und Momente miteinander teilen können – von Gesprächen bis zu gemeinsamem Essen, von Übernachtungen im Ausstellungsraum bis zum Ausbessern von fremder Kleidung. Angesichts der gegenwärtigen Kontaktbeschränkungen hat Lee Mingwei nun mit dem Team des Gropius Bau neue Arbeiten entwickelt, die trotz der physischen Trennung intime Erfahrungen und Begegnungen ermöglichen. Anlässlich der ursprünglich geplanten Ausstellungseröffnung hat der Künstler zudem eine Botschaft der Solidarität aus seiner Wohnung in New York City geteilt.

Der Ausstellungskatalog, herausgegeben von Silvana Editoriale und Stephanie Rosenthal, erscheint in einer englischen und deutschen Ausgabe und wird ab Mitte Mai erhältlich sein. Auszüge aus dem Katalog werden neben weiteren Ausstellungstexten auf der Website des Gropius Bau veröffentlicht.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Stephanie Rosenthal, Direktorin des Gropius Bau, mit Clare Molloy, Assistenzkuratorin

Info:

11. Mai – 12. Juli 2020

Lee Mingwei, Geschenke und Rituale

Gropius Bau
Niederkirchnerstrasse 7
10963 Berlin
Deutschland

www.berlinerfestspiele.de

Die Ausstellung wird am 11. Mai 2020 erstmalig zu sehen sein.

Die Öffnungszeiten werden bis einschliesslich 31. Juli 2020 erweitert:
Sa – Mi: 10 – 19 Uhr
Do u. Fr: 10 –  21 Uhr
Di: geschlossen

Tipp:
Tickets vorab im Onlineshop erwerben. Tickets sind ab 8. Mai 2020 erhältlich.

***

Abgesagt – verschoben:

Patchworktage der Patchwork Gilde Deutschland e.V.

Viel Arbeit und Herzblut hatte man in die Vorbereitung der Patchworktage vom 22. – 24. Mai 2020 in Meiningen (Thüringen) gesteckt und sah sich nun dazu gezwungen, das nicht nur bei den Vereinsmitgliedern beliebte Treffen für dieses Jahr ganz abzusagen.

Eröffnet und ausgestellt werden sollte im Rahmen des Events auch die jurierte Mitgliederausstellung ‘Tradition – Moderne XII’ – es ist derzeit noch offen, ob das in der Städt. Galerie ada stattfinden wird.

Info:

www.patchworkgilde.de

***

NADELWELT Karlsruhe 2020

Für den ursprünglich geplanten Gross-Event, der vom 8. – 10. Mai 2020 in der Messe Karlsruhe stattfinden sollte, soll ein neuer Termin noch bekannt gegeben werden.

Info:

www.nadel-welt.de

***

Schafstag

Den für den 17. Mai 2020 angekündigten Event musste das Tuchmacher Museum Bramsche absagen.

Info:

hwww.tuchmachermuseum.de

***

La Biennale Internationale d’Art Textile (Quilt expo en Beaujolais)

Ursprünglich angekündigt für 15. – 18. April 2020 in Villefranche sur Saône (Frankreich), wurde  die Expo verschoben auf 28. – 31. Oktober 2020.

Info:

www.biat-quiltexpo.com

***

Textielfestival 2020 X Leiden

sollte vom 13. – 16. Mai 2020 in Leiden (Niederlande) stattfinden. Aus ‘2020’ wird nun ‘2021’. Fas Festival ist neu angesetzt für 12. – 15. Mai 2021.

Info:

www.textielfestival.nl

***

International Quiltfestival Luxembourg

Auch dieses in und um die luxemburgische Gemeinde Wilwerwiltz stattfindende Festival fällt 2020 aus und wurde um ein Jahr auf 13. – 16. Mai 2021 verschoben.

Info:

www.quiltfestival.lu

***

Abilmente

Für 21. – 24. Mai 2020 war die Kreativ-Messe Abilmente in Vicenza (Italien) vorgesehen. Sie wird nun für 15. – 18. Oktober 2020 angekündigt.

Info:

www.abilmente.org

***

Salon Aiguille en Fête

wurde bereits einmal auf 11. – 14. Juni 2020 verlegt. Ob die Pariser Messe noch ein zweites Mal verschoben werden muss und kann, steht derzeit noch in Frage.

Info:

www.aiguille-en-fete.com

***

Quiltfestival Noord Groningen

wurde vom holländischen Veranstalter für 2020 ebenfalls abgesagt und um ein Jahr auf 11. – 13. Juni 2021 verschoben.

Info:

www.quiltfestival.nl

***

TEXTILE ART BERLIN 2020

Für 20. / 21. Juni 2020 geplant, aber daraus wird nichts. Die TEXTILE ART BERLIN wandert ebenfalls in den Herbst, neuer Termin ist 5. – 6. September 2020.

Info:

www.textile-art-berlin.de

***

The Festival of Quilts

Ursprünglich für 30. Juli – 2. August 2020 terminiert, musste der Veranstalter des grössten europäischen Quiltfestivals, das seit über 15 Jahren in Birmingham (England) Tausende von Besuchern ins NEC zieht, für 2020 mit grossem Bedauern absagen. Für das nächste Jahr wird als neuer Termin 29. Juli – 1. August 2021 angekündigt.

Allerdings werden die unter der Federführung der Britischen Quilt Gilde ausgeschriebenen Wettbewerbe in den verschiedenen Kategorien nun online stattfinden. Näheres dazu auf der Website. Deadline: 3. Juli 2020

Info:

www.thefestivalofquilts.co.uk

***

Teximus 3

Vom 26. – 29. März 2020 sollte die Ausstellung ‘Teximus 3’ in Zug (Schweiz) mit 45 jurierten Werken von 31 Künstlerinnen aus der Schweiz stattfinden. Die Organisatorinnen von TAFch sahen sich gezwungen, den Termin abzusagen und auf den 15. – 18. Oktober 2020 zu verschieben.

Info:

www.tafch.ch

***

About Time:
Fashion and Duration

Ursprünglich sollte die wichtige Frühjahrsausstellung des Costume Institute im Metropolitan Museum of Art in New York City vom 7. Mai – 7. September 2020 stattfinden. Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums von The Met sollen eineinhalb Jahrhunderte Mode – von 1870 bis heute – nachgezeichnet werden. Aber auch hier muss das Museum zur Zeit geschlossen bleiben und man hat einen neuen Termin für die Ausstellung in Aussicht genommen: 29. Oktober 2020 – 7. Februar 2021.

Wichtig ist nicht nur die Ausstellung, sondern vor allem die damit in Verbindung stehende Met-Gala – das spektakuläre Schaulaufen der Reichen und Schönen in Haute Couture-Roben, mit dem die Institution einen Grossteil der Einnahmen generiert und auf das viele Fans jedes Jahr aufs Neue hinfiebern. Der 4. Mai 2020 wurde natürlich gestrichen, einen neuen Termin gibt es noch nicht.

Aber einen virtuellen Ersatz: #MetGalaChallenge lässt legendäre Looks wieder aufleben.

Info:

www.metmuseum.org

***

Ausschreibung:

ART Jacquard-Inspirationen 2
Klassisch – Kitsch und Kunst

Das Textil- und Rennsport Museum Hohenstein-Ernstthal (TRM) hatte schon bei der NADELWELT Karlsruhe 2019 den Startschuss für den Wettbewerb gegeben, an den ich hier anlässlich des verlängerten Einsendeschlusses nochmals erinnern möchte: ‘Klassisch – Kitsch und Kunst’ lautet das Thema.

Ausschreibung ‘Klassisch – Kitsch und Kunst’
Stoffauswahl
Foto freundlicherweise vom TRM zur Verfügung gestellt

Aus Anlass der Landesausstellung ‘Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen’ möchte das TRM unter Einbeziehung seiner ehemaligen Jacquardgewebe wieder eine textile Ausstellung initiieren, deren Ergebnisse vom 29. August – 8. November 2020 in einer Ausstellung im TRM gezeigt und im Anschluss als Wanderausstellung auf Reisen gehen sollen.

Das TRM bewahrt in seiner Sammlung auch Bildteppiche, die sich vor allem im 19. und bis ins 20. Jahrhundert hinein grosser Beliebtheit erfreuten. Manche Wohnstube zierte eine idyllische Landschaft mit ‘Röhrendem Hirsch’ oder ein Knusperhäuschen à la ‘Hänsel und Gretel’. Wo die Linie zwischen Kunst und Kitsch, Zeitgeist, Klassik und aktueller Kunst verläuft, ist bisweilen schwierig zu definieren und einer künstlerischen Auseinandersetzung wert. Das TRM möchte mit diesem Wettbewerb dazu auffordern, sich mit Hilfe eines seiner Bildteppiche der Thematik ‘Kitsch’ zu nähern und trotzdem Kunst zu schaffen oder anders ausgedrückt: etwas Einmaliges, Individuelles aus der ehemaligen Massenware entstehen zu lassen, was uns heute überzeugt.

Lassen Sie sich herausfordern! Schaffen Sie ein textiles Werk, ein Wand- oder dreidimensionales Objekt. Der Bezug zum TRM wird durch die Verwendung von Bildteppichen / Stoffen aus der ehemaligen Produktion hergestellt.

Der Einsendeschluss wurde verlängert und ist jetzt am 30. Mai 2020.

Alle näheren Einzelheiten finden Sie in den Teilnahmebedingungen.

Teilnahmebedingungen

Diese stehen auch zusammen mit dem Formular für die Anforderung der Stoffe und dem Einreichungsformular auf der Website des Museums zum Download bereit.

Plakat

Im TRM läuft derzeit noch die Ausstellung ‘Andrea Myers: NEON SPEED’, deren Laufzeit bis zum 2. August 2020 ebenfalls verlängert wurde. Also wäre es durchaus eine Idee, die Ausstellung bis spätestens 30. Mai 2020 zu besuchen und dabei die Einreichungsunterlagen zum Wettbwerb im TRM abzugeben, oder?

Info:

noch bis 2. August 2020

Textil- und Rennsport Museum TRM
Antonstrasse 6
09337 Hohenstein-Ernstthal
Deutschland

www.trm-hot.de

Das Museum ist ab 17. Mai 2020 wieder geöffnet!

***

Hier geht’s zu den Ausstellungstipps Mai 2020 Teil 2:

https://blog.bernina.com/de/2020/05/ausstellungstipps-mai-2020-teil-2/

***

Bitte informieren Sie sich vor einem Ausstellungsbesuch auf der jeweiligen Website besonders über die genauen Öffnungszeiten – es kann sich immer etwas ändern.

Weitere Ausstellungen finden Sie auf meiner Website in der Rubrik AUSSTELLUNGSKALENDER.

Den verschiedenen Beteiligten herzlichen Dank für das Zur-Verfügung-Stellen von Informationen und Bildmaterial!

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Kommentare zu diesem Artikel

14 Responses

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  • Birgit Berndt

    Hallo Gudrun,

    ups, dachte ich, gar keine Ausstellungstipps im Mai? Aber nein, auf Gudrun ist Verlass, sie versorgt uns Interessierte auch in Corona-Zeiten mit Hinweisen und Informationen zu Ausstellungen. Wunderbar und Danke dafür. Es ist gut, dass Vieles nicht nur ausfällt, sondern verschoben wird. So auch die Nadelwelt, denn da möchte ich in diesem Jahr hin. Wäre schön, wenns noch klappt.

    Liebe Grüße und bleib gesund.

    Birgit

    • Gudrun Heinz

      halli hallo birgit,

      danke dir sehr für dein feedback. ja, die tipps erschienen etwas verspätet, aber das war der meldung geschuldet, dass die museen wieder öffnen dürften – und ich brauchte ja dann doch noch arbeitszeit 🙂

      wie sich das mit messen wie der NADELWELT gestaltet, muss man einfach abwarten. ich kann es mir derzeit – wie ich unten schon schrieb – noch nicht vorstellen: all die vielen menschen in relativ dicht mit ständen besetzten messehallen. da müssen sich messeleitungen und veranstalter etwas einfallen lassen. oder es muss ein impfstoff her 🙂

      bleib’ du auch gesund und

      beste grüsse

      gudrun

  • monika

    DANKE, liebe Gudrun!                                                                                                                                    Gut, dass Du uns ablenkst von all den negativen Nachrichten. Um bei Laune zu bleiben tauche ich auch immer  ( lesend und arbeitend ) in die Textilwelt ein. Lieben Gruß  monika

    • Gudrun Heinz

      halli hallo monika,

      DANKE, DANKE, DANKE auch dir für deine lieben zeilen. auch ich sitze mit nadel und faden und vor der maschine – aber meine halswirbel wollen das zur zeit nicht so gern, auch nicht die sitzungen vor dem pc. es kann nur besser werden!

      mach’ du es besser und bleib’ schön gesund!

      beste grüsse

      gudrun

  • ursula brenner

    liebe gudrun, ein hauch von normalität erreicht mich mit deinem monatlichem ausstellungskalender – vielen herzlichen dank dafür! es klingt alles so verführerisch, die bilder sind so schön, die infos so interessant: was haben wir nicht alles als total selbstverständlich angenommen! ich hoffe-hoffe-hoffe, daß nicht alles verlorengeht, und ich freue mich darauf, alles (na ja – einen kleinen teil) mit meinen eigenen augen betrachten zu können.

    nochmals meinen herzlichen dank an dich für diesen vorgeschmack. viele liebe grüße an dich + bleib´ gesund – das wünscht dir – uschi

    • Gudrun Heinz

      halli hallo uschi,

      danke dir vielmals für die aufbauenden zeilen – sehr gut, sie zu lesen. beim schreiben der tipps habe ich mal wieder gemerkt, wie reich das gebiet ist, über das ich hier berichten darf und wie sehr mir das gefehlt hat. meine hoffnung ist natürlich auch, dass uns davon nicht so sehr viel verloren geht, aber real betrachtet wird es auf absehbare zeit nicht mehr so sein wie gehabt. dazu sind es zu viele krisen. aber die künstler*innen sind ja kreativ, denken um die ecke und zeigen vielleicht neue wege …

      bitte bleib’ gesund und

      beste grüsse

      gudrun

  • Pascale Goldenberg

    liebe Gudrun, danke Dir für die umfangreiche Recherchen um die vielfältige Ausstellungen; ich weiss schon, welche meine Liebling ist… könnte ich übre die Grenze fahren. Werde nicht müde und bleibe gesund, liebe Grüße pascale

     

    • Gudrun Heinz

      halli hallo pascale,

      merci bien! ja, ich hätte auch favoriten 🙂 bin schon gespannt, wie die öffnung der institutionen ankommt und sich anlässt. bestimmt werden die grenzen auch wieder geöffnet und du im dreiländereck kannst wieder losdüsen.

      mach’s gut weiterhin und halte durch!

      beste grüsse

      gudrun

  • Jutta Kohlbeck

    Hallo liebe Gudrun, immer wieder schön zu sehen deine Zusammenstellungen! Vielen Dank dafür und liebe Grüße 🙂

    deine Jutta

    • Gudrun Heinz

      halli hallo jutta,

      herzlichen dank zurück! freut mich, wenn es dir  gefällt und du gute gedanken dabei hast. dir und deinen lieben alles gute weiterhin und

      beste grüsse

      gudrun

  • Wiebke Maschitzki

    Hallo Gudrun!
    Vielen Dank für Deine Zusammenstellung, informativ und umfangreich wie immer.
    Ja, auch in dieser Zeit tut Dein Bericht gut und lenkt uns etwas ab.
    Was können wir dann alles im Herbst – wenn es dann möglich ist – nachholen!
    Liebe Grüße und geniess den Sonntag
    Wiebke

    • Gudrun Heinz

      halli hallo wiebke,

      wie schön, von dir zu hören, vielen dank!

      ja, hoffentlich verläuft die entwicklung so, dass sich das leben wieder normalisiert, wenigstens etwas. es wäre doch cool, wieder eine auswahl hinsichtlich ausstellungen zu haben, wenn ich mir auch messen und festivals gerade noch nicht vorstellen kann – zu viele leute an einem ort. und als ‘geisterspiel’ undenkbar …

      dir auch einen schönen sonntag und

      beste grüsse

      gudrun

  • ERIKA BORNEMANN

    Liebe Gudrun,

    auch wenn vieles verschoben oder sogar abgesagt ist , gibst du uns doch einen sehr farbigen Überblick .Das tut gut, besonders in Corona-Zeiten.

    Danke dafür und liebe Grüße

    Bleib gesund -Erika

    • Gudrun Heinz

      halli hallo erika,

      1000 dank für deine liebe reaktion, freut mich wie immer sehr!

      ja, die absagen von meetings sind sehr traurig, müssen aber wohl sein. ich wäre so gerne nach birmingham, prag oder meiningen gefahren – alles storniert. unsere tochter würde jetzt gerade durch einige us-nationalparks wandern, so muss sie zu hause sitzen. um so besser aber, wenn ich durch meinen beitrag dich für eine kleine weile auf andere gedanken bringen konnte. tat mir beim verfassen auch gut 🙂

      einen schönen sonntag noch und

      beste grüsse

      gudrun

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