Kreative Artikel zum Thema Nähen

Notebookhülle nähen, Nähanleitung

Die Anleitung für diese Notebookhülle existiert schon länger – nur gab es sie bisher nicht in schriftlicher Form. Falls euch ein Video besser gefällt oder zusätzliche Hilfe bietet, findet ihr es hier auf meinem YouTube-Kanal:

Die Hülle ist an sich sehr schnell genäht, bietet dem Laptop einen guten Schutz und ist in der Handhabung sehr bequem durch den umlaufenden Reißverschluss. Weil die Hülle nach Maß genäht wird, könnt ihr sie auch für andere Geräte nähen.

Jetzt aber genug geredet, wir legen jetzt los:

Notebook hülle nähen – was ihr braucht

Etwas Stoff natürlich. Ich bevorzuge auch hier eher robustere Stoffe wie Canvas – einfach weil sie eben robuster sind und länger ihr Form behalten. Die Menge hängt von der Größe des Laptops ab, ist aber sehr gering. Man kann auch super Stoffreste benutzen und aus kleineren Resten die fertigen Schnittteile erstellen.

Etwas Vlies zum Füttern braucht ihr auch. Es kann Volumenvlies sein (den würde ich aber doppellagig nehmen) oder Stylevil, welches ich bevorzuge, weil es einfach besser das Gerät schützt.

Etwa 1 m Endlos-Reißverschluss mit einem Schieber noch, und das war es auch schon. Außer ihr möchtet noch irgendwelche Extras auf Eurer Hülle drauf haben.

Los geht’s mit dem Nähen

Nicht ganz … erst müssen wir den Laptop ausmessen für die Schnittteile. Als erstes braucht ihr die Breite, zu der ihr an jeder Seite die Nahtzugabe dazurechnet. 

Dann noch einmal das Maßband um den Laptop drumherum legen, so wie die Hülle später auch ist. Zu dem Maß wiederum an jeder Seite die Nahtzugabe dazurechnen.

Bei mir beträgt die Breite 37 cm und die Länge 47 cm (inklusive der Nahtzugabe). Nicht zu knapp messen! Es wäre ärgerlich, wenn es nachher nicht passt.

Jetzt braucht ihr in den Maßen einmal das Schnittteil für Außenstoff. Für innen teilt ihr das Schnittteil einmal mittig in der Länge und gebt in der Mitte an jeder Schnittkante einen Zentimeter Nahtzugabe dazu. Das Vlies schneidet ihr wie das Außenschnittteil, aber ohne Nahtzugabe. Hört sich erstmal alles etwas verwirrend an, wenn ihr aber bis zum Ende lest, macht alles Sinn. Es empfiehlt sich generell, immer die Anleitungen erst zu Ende zu lesen um Missverständnisse zu vermeiden.

Jetzt wird genäht

Ihr nehmt das Außenteil und klappt es von der langen Seite her mittig zusammen. Dann markiert ihr an jeder Seite mit einem kleinem Knips die Mitte.

Jetzt teilt ihr euren Reißverschluss. Den einen Streifen davon legt ihr jetzt mit der rechten Seite nach unten auf die rechte Stoffseite vom Außenteil. Beginnend an einem Knips in der Mitte bis zu dem anderen.

Dabei lasst ihr den Reißverschluss an einer Seite auslaufen, d.h. er wird leicht um die Ecke gelegt und dabei etwas geknickt. Am besten sieht man das auf dem Bild. Auf der anderen Seite lasst ihr den Reißverschluss länger. Da wird später der Schieber eingefädelt.

Genäht wird mit dem Reissverschlussfuss #4, von dem geknickten Reißverschluss (also genau von der Mitte) Richtung andere Mitte. Dort hört ihr einfach etwa 1,5 cm von der Mitte entfernt auf zu nähen.

Bild von Reissverschlussfuss # 4.

Reissverschlussfuss # 4

Durch seine schmale Mittelzehe kommt der Reissverschlussfuss # 4 sehr nah an die Reissverschlusszähnchen heran und kann den Reissverschluss sauber annähen.

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Mit der anderen Reißverschlusshälfte macht ihr genau das gleich auf der anderen Hälfte vom Außenstoff, aber spiegelverkehrt. Das heißt, eure kurzen und langen Enden vom Reißverschluss treffen sich jeweils in einer Mitte.

Als nächstes nehmt ihr die zwei Schnittteile für das Innenteil, legt diese rechts auf rechts und näht sie an der später mittig liegenden Naht zusammen. Nicht ganz, nur an den Seiten ein paar Zentimeter. Der Rest ist die Wendeöffnung.

Das Teil legt ihr dann auseinander gefaltet rechts auf rechts auf das Außenteil drauf und näht die beiden Teile zusammen. Beginnend an dem langen Stück Reißverschluss, 1,5 cm von dem mittleren Knips entfernt, bis zur genau dieser Stelle auf der anderen Seite.

Das geht am besten, wenn ihr die vorherige Naht als Orientierung nehmt und die Nadel noch etwas mehr nach links bewegt.

Wenn ihr fertig seid, schneidet den überstehenden Reißverschluss weg (nur an der kurzen Seite) und schneidet auch die Ecken ab. Dann wird gewendet.

Falls alles nach euren Wünschen aussieht, wird jetzt durch die Wendeöffnung das Stylevil reingeschoben. Das geht sehr einfach und verrutscht auch später nicht. Wenn ihr lieber mit weicherem Vlies arbeitet, würde ich empfehlen, diesen vor dem Nähen an das Außen- oder Innenteil festzunähen bzw. zu bügeln.

Dann wird die Wendeöffnung mit dem Matratzenstich geschlossen. Das dauert bei mir länger als der ganze Rest ;-).

Je nachdem, wie euer Stoff beschaffen ist, könnt ihr das Ganze jetzt noch von rechts absteppen. Wenn ihr das macht, unbedingt mit der Außenstoffseite nach oben nähen und die Öffnung für den Reißverschluss nicht mit absteppen.

Dann kommt jetzt der Schieber drauf. Es kann etwas dauern, bis man ihn richtig drauf hat. Achtet darauf, dass eure Ecken übereinander liegen und dass sich der Reißverschluss am Ende ordentlich zumachen lässt.

Das lange Ende vom Reißverschluss wird jetzt gekürzt, sodass etwa 3 cm übrig bleiben. Diese werden vorsichtig in die Öffnung zwischen Außen- und Innenstoff geschoben.

Damit er da nicht wieder rausrutscht, machen wir noch an jeder Seite paar Handstiche durch den Reißverschluss und den Außenstoff. Ihr könntet ihn auch außen lassen, dann solltet ihr das Ende noch schön in den Stoff einfassen. Ihr könnt dann auch die Öffnung weglassen.

Damit sind wir auch schon fertig. Ich hoffe, es war alles verständlich und wünsche euch ganz viel Spaß beim Nähen.

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