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Farbberatung bei Elle Puls

Das Warum

Die Gründe hinter einer Farbberatung sind vielfältig. Die einen möchten endlich mehr Klarheit und Struktur für ihren Kleiderschrank. Andere wollen sich einfach überraschen lassen und wiederum andere möchten einfach “Ihre” Farben bestätigt wissen. Alle haben eins gemeinsam, nämlich die Frage nach der idealen Farbwahl für sie. Hierbei geht es vordergründig darum die Farben heraus zu finden, welche einen zum Strahlen bringen. Guido würde sagen: “Schätzchen, die Farbe tut etwas für dich.”

Was heißt das konkret?

Es gibt Farben, die den natürlichen Teint zum Strahlen bringen, die Leuchtkraft der Augen hervorheben und Falten optisch mindern können. Ich glaube, wir Frauen, wissen wovon ich rede.

Mein persönliches Warum war, dass ich für mich konkret wissen wollte, welche Farbe meine Natürlichkeit besser hervorhebt. Ich trage viele gedeckte Töne: grau, rosa und viel marineblau. Doch irgendwie hat gefühlt immer etwas gefehlt. Also habe ich mich auf den Weg zu Elke nach Berlin gemacht um an ihrer Farbberatung teilzunehmen. 

Ablauf einer Farbberatung 

Als erstes hat Elke mich sehr eingehend gemustert, vor allem meine Augenfarbe, das Augenweiß, meine Haarfarbe und die Haut. Man sollte dazu sagen, dass die Farbberaterin einen natürlich sehen möchte. Am besten ohne Schminke, kein Solarium und kein Karottensaft in den letzten Wochen und ohne Brille oder auffälligen Schmuck. 

Danach hat mir Elke viele verschiedene Farbtücher um den Hals gelegt, um zu schauen, welche Farben gut zu meiner Hautfarbe passen und welche nicht.  In den ersten Durchgängen sind die Farbfächer gut durchmischt, warme und kalte Farben haben sich abgewechselt.

Grundsätzlich sollte man sagen, dass es alle Farben in warm bzw. kalt gibt. Kalte Farben haben einen Blaustich, zum Beispiel: ist ein himbeerrot blaugrundig und ein tomatenrot gelbgrundig (= warm). Das kann man mit so gut wie jeder Farbe machen, siehe: grasgrün und petrol. Beides ist ein grün, grasgrün ist gelbstichig und petrol ist blautstichig.

Hier hat man ein Gefühl dafür bekommen, was passt und was einen sofort kränklich aussehen lässt. Sehr verblüffend dieser Effekt. Nachdem wir schnell festgestellt haben, dass ich der kalte Typ bin. (Ja, das wusste ich bereits) Haben wir in diesen Tönen geschaut, was mir steht und was nicht. Denn kalt ist nicht gleich kalt. Der Blauanteil in kalten Farben kann variieren, zudem ist die Intensität entscheidend.

Hier wird nach den Kontrasten geschaut, vor allem von der natürlichen Haarfarbe zum Hautton. Dieser ist bei mir mittelstark ausgeprägt. Ich habe aschbraune Haare und relativ helle Haut, das heißt ich kann gut Farben mit einer mittleren Intensität tragen, wie royalblau oder kornblumenblau. Pastellfarben sind ehr weniger von Vorteil, sie machen mich fahl und wirken deckend. Ebenso zu dunkle Farben, diese lassen mich schnell blass wirken. Somit sind nachtblau und babyblau nicht meine Farben, obwohl sie doch blaugrundig sind. 😉 Das fand ich ganz ehrlich spannend. Denn ich bin ein großer Fan von zarten Pastelltönen. Hier kann man an den Bildern gut sehen, was ich meine.

Der warme karamellton macht mich sehr gelbstichig und rot im Gesicht.

Der Blauton im Gegensatz bringt meine Augen zum leuchten. Ich wirke weniger rot und auch meine Augenringe leuchten nicht so violett. 

Pink passt schön zu meiner natürlichen Lippenfarbe, allerdings macht es mich auch etwas blasser. 

Alles in allem ist mein Farbpass sehr blaulästig, worüber ich nicht unglücklich bin. 🙂

Mein pinkes Tuch habe ich dennoch behalten. Die Pinktöne sehen okay aus, weil sie gut zu meiner natürlichen Lippenfarbe passen. Blautöne haben aber einfach eine schönere Wirkung. Das heißt nicht, dass ich pink komplett streichen muss, aber lieber dosiert einsetzen als einen kompletten Rolli daraus tragen. 😉 

Nachdem wir gemeinsam die idealen Farben festgelegt hatten, ging es ans kombinieren. Das finde ich persönlich sehr wichtig, weil ich selten ein Kleidungsstück pur trage und gern mit einem Cardigan oder entsprechenden Accessoires kombiniere. Das hat sehr viel Spaß gemacht. Gedanklich bin ich natürlich mein Stofflager schon durch gegangen und habe überlegt, was raus muss und was ich unbedingt in nächster Zeit vernähen möchte. 😉

Fazit

Die Farbberatung bei Elke hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich habe viel über mich und meine Farben gelernt. Vor allem war ich überrascht über die tolle Herangehensweise. Denn hier wird man nicht in eine Jahreszeiten Schublade gesteckt, sondern ganz individuell beraten. Was natürlich ein super Nebeneffekt ist, das Elke selbst näht und wir uns super über unser Hobby austauschen konnten. Denn eigentlich geht es doch darum, nachhaltiger Kleidung für sich nähen zu können und sich darin wohlzufühlen. Meiner Wohlfühlgarderobe 2019 steht auf jeden Fall nichts mehr im Weg. Außer vielleicht der fehlenden Zeit. 🙂 

Wer sich näher dafür interessiert, kann gern einmal bei Elke auf ihren Blog vorbei schauen. Es lohnt sich auf jeden Fall. 

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