Kreative Artikel zum Thema Quilten

Ausstellungstipps August 2019

Chihuly at Kew: Reflections on nature

Nicht nur für Blumenliebhaber*innen und Pflanzenfreunde – etwas Besonderes ist derzeit in Kew Gardens, den königlichen botanischen Gärten in London zu sehen: monumentale Glaskunst vor spektakulärer Kulisse.

Dale Chihuly: Opal and Amber Towers, 2018
Royal Botanic Gardens, Kew, London
Foto freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Dale Chihuly, der berühmteste zeitgenössische Glaskünstler, hat dort eine grosse Ausstellung mit 32 Kunstinstallationen an verschiedenen Stellen, draussen und drinnen.

Dale Chihuly in der Shirley Sherwood Gallery of Botanical Art
Royal Botanic Gardens, Kew, London
Foto freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Die gläsernen Hingucker betonen die Architektur und Anlage des Areals und umgekehrt setzen die Gärten und die Gewächshäuser mit ihrer Bepflanzung die Kunst in Szene.

Dale Chihuly: Temperate House Persians, 2018 und Yellow Herons and Reeds, 2007-13
Royal Botanic Gardens, Kew, London
Foto freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Beides profitiert voneinander – eine perfekte Verbindung von Kunst und Natur.

Dale Chihuly: Temperate House Persians, Detail, 2018
Royal Botanic Gardens, Kew, London
Foto freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Vor dreizehn Jahren zeigte Chihuly schon einmal in Kew Gardens eine grosse Outdoor-Show und es war eine der beliebtesten Ausstellungen, die jemals in Kew stattfand.

Dale Chihuly: Scarlet and Yellow Icicle Tower, 2013
Royal Botanic Gardens, Kew, London
Foto freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Denn auch die Besucher*innen profitieren, damals wie heute: Chihulys schillernd-schöne Kunstwerke setzen starke Farbtupfer in einen satt grünen Raum. Wenn man durch das Victoria Gate eintritt, fällt der Blick auf ‘Sapphire Star’, dessen einzelne geblasene Glasformen nach aussen strahlen und so ein himmlisches visuelles Erlebnis schaffen.

Dale Chihuly: Sapphire Star, 2010
Royal Botanic Gardens, Kew, London
Foto freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Die leuchtend blaue Farbe konzentriert sich stark auf die Mitte, in der sich die einzelnen Glaselemente treffen und zunehmend undurchsichtig werden.

Dale Chihuly: Sapphire Star, Detail, 2010
Royal Botanic Gardens, Kew, London
Foto freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Die ausgewählten Werke zeigen die Entwicklung der Karriere des in Seattle (USA) lebenden Kultkünstlers, der schon in mehr als 240 Museen auf der ganzen Welt ausgestellt hat, über fünfzig Jahre hinweg auf.

Dale Chihuly: Summer Sun, Detail, 2010
Royal Botanic Gardens, Kew, London

Vom 15. August – 26. Oktober 2019 finden von Donnerstag bis Samstag ausserdem die ‘Chihuly Nights’ statt. Bei Sonnenuntergang werden die Glas-Kunstwerke beleuchtet, eine verführerische Anregung der Fantasie mit Essen, Trinken und Musik. Es empfiehlt sich, Plätze vorzubestellen.

Dale Chihuly: Summer Sun, 2010
Royal Botanic Gardens, Kew, London
Foto freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Info:

13. April – 27. Oktober 2019:

Chihuly at Kew: Reflections on nature

Kew Gardens
Kew
Richmond
London, TW9 3AE
England

www.kew.org/kew-gardens

Chihuly Nights:
15. August – 26. Oktober, Do – Sa, 19.30 – 22.30 Uhr

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The Festival of Quilts 2019

Das Festival of Quilts in Birmingham öffnet in wenigen Tagen seine Tore zu den drei riesigen Messehallen 7, 8 & 9 im NEC. Eigentlich ist es an dieser Stelle schon zu spät, um darauf hinzuweisen, aber da es sich um die führende Patchwork- und Quilt-Show in Europa handelt, kann man den Event einfach nicht sang- und klanglos übergehen und vielleicht gibt es ja doch noch einige Kurzentschlossene, die einen Besuch machen wollen.

Plakat

Anyway, alle Interessierten finden meine ausführliche Ankündigung in den Ausstellungstipps des letzten Monats, ganz unten in der Vorschau auf den August 2019. Und ich kann es nur wiederholen: Den Glücklichen, die hinkommen, wünsche ich ganz viel Spass, viele schöne Begegnungen mit Gleichgesinnten und spannende Entdeckungen!

Info:

1. – 4. August 2019

The Festival of Quilts 2019

NEC
Halls 7, 8 & 9
North Ave
Marston Green
Birmingham
B40 1NT
England

www.thefestivalofquilts.co.uk

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UNIKATE – Knopfkunst und Kunstquilt
Jutta Kohlbeck

Ein weiterer Reminder gilt Jutta Kohlbecks Ausstellung ‘UNIKATE – Knopfkunst und Kunstquilt’, auf die ich ebenfalls schon im Juli (ganz unten) hingewiesen hatte. An alle, die auf der Durchreise sind – auch ein Umweg lohnt sich! Ihre kleinen Kunstwerke, die Posamentenknöpfe, ihre Art Quilts und Zeichnungen verdienen nicht nur einen Blick.

Plakat

Info:

1. August – 31. Oktober 2019

UNIKATE – Knopfkunst und Kunstquilt
Jutta Kohlbeck

Deutsches Knopfmuseum
Tachauer Strasse 2
95871 Bärnau
Deutschland

www.deutsches-knopfmuseum.de
www.juttakohlbeck.de

Vernissage:
Sa, 3. August 2019, 12 Uhr

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Verena Sieber-Fuchs

In der Textilkunstgalerie ‘art textil sent’, in Sent im Unterengadin, können Sie in den ersten beiden Septemberwochen eine ganz spezielle Art der Textilkunst kennenlernen. Beatrice und Albert Lanter zeigen Werke der Appenzellerin Verena Sieber-Fuchs. Sie lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Zürich, ist aber ihrer Heimat und Herkunft immer verbunden geblieben.

Verena Sieber-Fuchs: Mushrooms 2015
Foto freundlicherweise von der Galerie zur Verfügung gestellt

Sie verwendet ganz ausgefallene, nichttextile Materialien. Diese schneidet oder reisst sie in kleinste Teile, um sie dann wieder zusammen zu stricken oder zu verhäkeln. Es entstehen wunderbare Gebilde, Schmuck, Objekte – auch Tücher.

Verena Sieber-Fuchs: Filmtuch 2000
Foto freundlicherweise von der Galerie zur Verfügung gestellt

Die Materialien werden aus ihrem ursprünglichen Kontext genommen und bekommen eine neue Bedeutung. Es entstehen interessante Strukturen, eine neue wunderbare haptische Qualität, überraschende Formen und Farbeindrücke.

Verena Sieber-Fuchs: Glasstäbchen
Foto freundlicherweise von der Galerie zur Verfügung gestellt

Das geduldige, langwierige, ja meditative Dranbleiben der Künstlerin Verena Sieber-Fuchs ist in ihrem Werk spürbar. Sie lässt sich vom Material inspirieren – es leitet sie. Sie lässt während der Arbeit aber auch Raum für Assoziationen – es entstehen neue Zusammenhänge. Die Titel der Werke lassen den Betrachter oft schmunzeln – sie zeigen, wo der Weg die Künstlerin hingeführt hat.

Verena Sieber-Fuchs: Hostienpapier
Foto freundlicherweise von der Galerie zur Verfügung gestellt

Die Arbeiten bezaubern durch eine grossartige Ausstrahlung – sie haben viel Tiefe und doch eine wunderbare Leichtigkeit.

Verena Sieber-Fuchs: Blumentuch, Detail
Foto freundlicherweise von der Galerie zur Verfügung gestellt

Verena Sieber-Fuchs hat ihre Werke schon an vielen Orten in der ganzen Welt zeigen dürfen. Sie hat sich in der internationalen, professionellen Kunstszene einen Namen schaffen können. Dies ist in der Textilkunst selten und zeugt von der hohen Qualität ihrer Arbeiten.

Verena Sieber-Fuchs: Blister
Foto freundlicherweise von der Galerie zur Verfügung gestellt

Lassen Sie sich von den Arbeiten der Künstlerin Verena Sieber-Fuchs überraschen und verzaubern. Sie sind herzlich eingeladen.

Info:

31. August – 15. September 2019

Verena Sieber-Fuchs

art textil sent
Stron 277
7554 Sent
Schweiz

www.beatrice-lanter.ch
www.verenasieberfuchs.ch

Öffnungszeiten:
Di – So: 12 – 18 Uhr
Mo geschlossen

Vernissage:
Sa, 31. August 2019, 14 Uhr

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Joana Vasconcelos
I’m your mirror

Derzeit zeigt die Kunsthal Rotterdam die eindrucksvolle Retrospektive ‘Joana Vasconcelos. I’m your mirror’. Erst kürzlich präsentierte das Max Ernst Museum Brühl des LVR mit ‘MAXIMAL’ die erste Einzelausstellung von Joana Vasconcelos (*1971), die als die international bekannteste Gegenwartskünstlerin Portugals gilt, in einem Museum in Deutschland.

Joana Vasconcelos: I’ll Be Your Mirror, 2018
Bronze und Spiegel
356 x 682 x 537 cm
Edition of 7 + 1 AP
Collection of the artist
Photo credit: © FMGB Guggenheim Bilbao Museoa, 2018. Photo: Erika Ede
© Joana Vasconcelos
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Aktivistisch und feministisch und mit tiefem Respekt für die portugiesische Kultur und Tradition verleiht sie der Realität ihre ganz persönliche Note. Vasconcelos verfügt über ein tiefes Gespür für Proportionen und eine meisterhafte Verwendung von Farben. Bekannt ist sie vor allem durch ihre ungewöhnliche Auswahl von Materialien; dazu zählen Haushaltsgeräte, Wandfliesen, Textilien, Medikamente, Urinale, Kochtöpfe oder Plastikbesteck, die sie verfremdet, umdeutet und zu einer eigenen Art von surrealer Objektkunst verbindet.

‘I’m Your Mirror’ umfasst eine Vielzahl von Skulpturen und Installationen, darunter ‘Lilicoptère, 2012’, ein vergoldeter Hubschrauber, besetzt mit Swarovski-Kristallen und rosa Straussenfedern sowie ‘A Noiva, 2001 – 2005’ (‘Die Braut’), ein sechs Meter hoher Kronleuchter aus 14.000 Tampons, einer Arbeit, mit der sie 2005 auf der Biennale von Venedig Aufsehen erregte.

Joana Vasconcelos sucht in ihrer Arbeit nach unterschiedlichen Identitäten – auch nach der von modernen Frauen – und nach der Disharmonie, die in ihnen zu finden ist. Dabei lässt sie sich vom traditionellen Handwerk ihrer Heimat inspirieren. Das Ergebnis ist eine verführerische, lustige, überschwengliche und manchmal absurde Ausstellung, in der nichts so ist, wie es scheint.

Info:

20. Juli – 17. November 2019

I’m your mirror
Joana Vasconcelos

Kunsthal Rotterdam
Museumpark
Westzeedijk 341
3015 AA Rotterdam
Niederlande

www.kunsthal.nl

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Das kuratorische Projekt: UNLABEL
Mode jenseits von Kategorien

Mädchen tragen rosa, Jungs tragen blau? Woher kommen solche Modestereotypen und welchen Einfluss haben sie auf die Konstruktion von Geschlecht? Wie wir uns kleiden beeinflusst, wie wir wahrgenommen werden. Die Ausstellung ‘UNLABEL – Mode jenseits von Kategorien’ präsentiert aktuelle Positionen von Modedesigner*innen, die über die Kategorien von Mann und Frau hinausdenken.

Key Visual
Herendi Artemisio, UNLABEL – Mode jenseits von Kategorien, Ausstellungsplakat, 2019 © Herendi Artemisio
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Die Ausstellung, konzipiert und umgesetzt von Studierenden der Zürcher Hochschule der Künste, regt dazu an, stereotype Geschlechteridentitäten zu hinterfragen und ist noch bis zum 29. September 2019 im Museum für Gestaltung Zürich, Toni-Areal, zu besichtigen.

Jacqueline Loekito: XXL Knit aus der Kollektion ‘Papin Madness II’, 2018
Foto: © Giovanna Léon, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Kleider machen Leute: Längst hüllt sich der Mensch nicht mehr nur in Stoffe, um den Körper zu bedecken oder sich vor Wind und Wetter zu schützen. Mode ist stets auch Mittel der Selbstdarstellung, der Abgrenzung sowie Projektionsfläche für gesellschaftliche Konstrukte. So unterliegt das Verständnis von ‘Geschlecht’ sozialen, politischen und kulturellen Zuschreibungen.

Das kuratorische Projekt: UNLABEL, Ausstellungsansicht
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Entsprechende Normen – die in der Mode sichtbar werden – ändern sich mit der Zeit und bilden sich je nach gesellschaftlichem Kontext unterschiedlich aus. Welche Kleidung gilt als männlich oder weiblich und wie können solche Zuschreibungen neu gedacht werden? Die Ausstellung ‘UNLABEL – Mode jenseits von Kategorien’ untersucht dies anhand aktueller Arbeiten von acht Modedesigner*nnen und Künstler*innen, die herkömmlichen Geschlechternormen mit alternativen Entwürfen und Konzepten gegenübertreten.

Rami Shalati: Variation I, Präsentation aus der Kollektion ‘Virile’, 2019
Foto: © Agnes Leclaire, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Das begleitende Vermittlungsprogramm lädt zur vertiefenden Auseinandersetzung mit dem Thema ein; Details zum Vermittlungsprogramm sind auf der Website des Museum für Gestaltung Zürich zu finden.

Das kuratorische Projekt: UNLABEL, Ausstellungsansicht
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Die Ausstellung wurde von der Idee bis zum fertigen Konzept von Studierenden des Masterstudiengangs Art Education Curatorial Studies an der Zürcher Hochschule der Künste entwickelt und umgesetzt. Betreut wurden sie dabei von den Dozierenden Prof. Angeli Sachs, Heiko Schmid und Prof. Serge von Arx. Als Teil der ZHdK engagiert sich das Museum für Gestaltung Zürich in der Ausbildung und Förderung des kuratorischen Nachwuchses und schlägt mit diesem experimentierfreudigen Projekt im Toni-Areal eine weitere Brücke zur Lehre.

Info:

24. Mai – 29. September 2019

Das kuratorische Projekt: UNLABEL
Mode jenseits von Kategorien

Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal
Pfingstweidstrasse 96
8005 Zürich
Schweiz

www.museum-gestaltung.ch

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Bally – Das Geschäft mit dem Schuh

Bally-Schuhe sind eine Klasse für sich. Das 1851 in der Schweiz gegründete Unternehmen schaffte sich damit weltweiten Ruhm. Die Ausstellung ‘Bally – Das Geschäft mit dem Schuh’ im Museum für Gestaltung Zürich blickt in die spannende Firmengeschichte und zeigt die Entwicklung von Schuhdesign und –produktion bis in die Gegenwart – noch zu sehen bis zum 11. August 2019.

Key Visual
Raffinerie AG für Gestaltung, Bally – Das Geschäft mit dem Schuh, Ausstellungsplakat, 2019, © Raffinerie AG für Gestaltung
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Manche wählen ihre Schuhe eher aus praktischen Gründen, andere gewichten ästhetische Aspekte stärker als den Komfort: Das Unternehmen Bally steht seit seinen Anfängen für beides – dank handwerklicher Meisterschaft, industrieller Innovation und dem richtigen Gespür für Modetrends. Ob für die Erstbesteigung des Mount Everest oder für die Strassen von London und Paris entworfen, Bally-Schuhe sind eine Klasse für sich.

Bally Schuhe, Fotografie: Manuel Fabritz, © Bally Schuhfabriken AG
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

ln der Ausstellung ‘Bally – Das Geschäft mit dem Schuh’ wird die ganze Bandbreite an Modellen des Schuhherstellers aus verschiedenen Epochen präsentiert.

Bally Kriegszeitschuhe mit exotischen Materialien, Fotografie: Manuel Fabritz, © Bally Schuhfabriken AG
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Gleich am Eingang empfängt eine riesige Vitrine mit zweihundert Archiv-Exemplaren die Besucherinnen und Besucher. Vom klassischen Lederschuh bis zum Sneaker in Popfarben dürfen die aktuellsten Modelle anprobiert und Materialproben befühlt werden. Es riecht wie in der Schuhfabrik, eine skurrile Maschine vermisst Lederoberflächen und von Zeit zu Zeit empfängt ein Schuhputzer Kundschaft.

Bally – Das Geschäft mit dem Schuh, Ausstellungsansicht
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Das Publikum wähnt sich in einer Art Kleinstadt, die zum Flanieren durch die Bereiche des Unternehmens einlädt. So ermöglicht die Ausstellung einen Blick hinter die Kulissen der Schweizer Traditionsmarke von der Entwicklung über die Produktion bis hin zur Vermarktung ihrer Schuhe im Verlauf der Jahrzehnte. Einiges läuft im heutigen Schuhgeschäft zwar anders – geblieben sind der gestalterische Anspruch und das handwerkliche Können, die ein herausragendes Produkt bestimmen.

Bally Création, ca. 1980, © Bally Schuhfabriken AG
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Bally war ein Pionier der industriellen Schuhproduktion. 1851 entschied Carl Franz Bally gegen die Widerstände der Schuhmacherzunft, die Herstellung von Schuhen in einzelne Arbeitsschritte aufzuteilen und diese durch Maschinen auszuführen. Das war revolutionär.

Absatzflecknagelmaschine, 1940er Jahre, © Bally Schuhfabriken AG
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Neben Mechanisierung und Internationalisierung beförderte der Aufbau eines eigenen Netzes mit Detailgeschäften das starke Wachstum der Firma im 20. Jahrhundert. In Paris oder London sollte die Kundschaft den Bally-Schuh in modern eingerichteten Läden kennenlernen. Deshalb entstanden dort früh architektonisch herausragende lnterieurs.

David Chipperfield Architects, Bally Store, New Bond Street, London
Fotografie: Chris Tubbs, 2014, © Bally Schuhfabriken AG
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Auch im Bereich Marketing und Kommunikation nahm Bally von Anfang an eine Pionierrolle wahr. Das erste Werbeplakat im Bally-Archiv stammt aus dem Jahr 1910.

Emil Cardinaux, Bally chaussures de sport, 1928, © Bally Schuhfabriken AG
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Die sorgfältig gestalteten Werbemittel widerspiegeln Schweizer Grafikkultur, den Stolz der Traditionsfirma und deren Vielseitigkeit. Neben hauseigenen Gestaltern zog Bally renommierte Fachleute bei. Eine Auswahl bekannter und neu zu entdeckender Plakate schmückt die Wände der Ausstellung.

Bernard Villemot, Bally – La mappemonde, 1988, © Bally Schuhfabriken AG
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Bally kreiert heute jährlich zwei neue Modekollektionen. Das Design-Team in Mailand entwirft einen Gesamt-Look, im Rahmen dessen der Schuh ein wichtiger, integraler Bestandteil ist. Die Ausstellung zeigt dazu Stücke aus der aktuellen Kollektion.

Bally Abendschuhe, Fotografie: Manuel Fabritz, © Bally Schuhfabriken AG
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Daneben breitet sich die gesamte Palette von Arbeits-, Militär- und Sportschuhen aus. Dieser Bereich thematisiert die funktionale Ausdifferenzierung verschiedener Schuhtypen im Verlauf der Jahre.

Bally Berg- und Skischuhe, Fotografie: Manuel Fabritz, © Bally Schuhfabriken AG
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Interessant ist dabei zu beobachten. wie sich Funktionalität zu einem modischen Faktor entwickelt – so tritt beispielsweise der stark profilierte Wanderschuh heute mehrheitlich auf Asphalt.

Bally – Das Geschäft mit dem Schuh, Ausstellungsansicht
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Die Ausstellung ist dank der Grosszügigkeit der Firma Bally sowie der Familienstiftung Ballyana zustande gekommen. Bally stellte den Kuratorinnen die Schätze des Firmenarchivs für die Konzeption und Erarbeitung der Ausstellung uneingeschränkt zur Verfügung. Viele der präsentierten Objekte werden zum ersten Mal einer breiteren Öffentlichkeit gezeigt.

Info:

14. März – 11. August 2019

Bally – Das Geschäft mit dem Schuh

Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal
Pfingstweidstrasse 96
8005 Zürich
Schweiz

www.museum-gestaltung.ch

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RESPONSIVE DESIGN ETHIOPIA
WEAVING IN ARCHITECTURE. DESIGN. FASHION.

Die internationale Textilindustrie zieht weiter. Ist Asien seit vielen Jahren der bedeutende Kontinent für die weltweite Textilproduktion mit ihren zum Teil desaströsen Produktionsbedingungen für die Mitarbeiter, so verlagert sich der Schwerpunkt zusehends in Richtung des für die Unternehmen noch kostengünstigeren Standorts Afrika. Immer mehr Fabriken entstehen dort und produzieren Massenware für den globalen Markt. Die lokal vorhandene Kultur des Webens droht dabei verloren zu gehen.

Arbeiterinnen und Arbeiter an einem Webstuhl in einer Textilmanufaktur in Addis Abeba
Foto: Nicola Borgmann, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt
WEBSTUHL
Thomas Kretzschmar, Michael Geldmacher, Firew Konjo
Die Weber bauen ihre traditionellen äthiopischen Handwebstühle aus naturbelassenen Stämmen des Eukalyptusbaumes mit einfachem Werkzeug, Hammer, Säge und Nägeln selbst. Das RESPONSIVE DESIGN ETHIOPIA begleitete der Weber Firew Konjo, der im Süden Äthiopiens, in Arba Minch, eine Weberei mit mittlerweile fast 50 Mitarbeitern aufgebaut hat. Durch den Produktionsprozess in seinem Unternehmen hilft er besonders auch Frauen, ein eigenes Einkommen zu erzielen, beginnend mit der Baumwolle, welche die Frauen mit der Hand spinnen. Das Weben selbst ist in Äthiopien traditionell Männersache. Mit seiner Weberei schafft Firew Konjo lokale Arbeitsplätze, ein humanes Arbeitsumfeld und freie Lebensräume.

Vor diesem Hintergrund haben die Münchner Architektin Nicola Borgmann und die Kostümdesignerin Juliane Kahl das Projekt ‘RESPONSIVE DESIGN ETHIOPIA’ ins Leben gerufen. Sie beschäftigten sich mit der Frage, wie textiles Design gestaltet sein muss, um die Bedürfnisse der Nutzer vor Ort am besten zu erfüllen und deren Leben nachhaltig zu verbessern. In der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba haben Borgmann und Kahl gemeinsam in Workshops und Hackathons mit einheimischen und internationalen Designern, Architekten, Modedesignern und Studierenden die Kultur und Technik des Webens untersucht.

Architekturstudierende der Hochschule in Addis Abeba mit einer Assemblage aus reflektierendem Metall und Kunststoff zur Verschattung eines Marktstandes
Foto: Nicola Borgmann, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt
LEUCHTFEUER
Von Alazar Dagne, Chaltu Dereje, Feven Mekuria
In einem Land, in dem ein grosser Teil des Warenumschlages über offene Märkte und den Einzelhandel geschieht, muss jeder Verkäufer sehr um die Aufmerksamkeit seiner Kunden werben. Die Architekturstudenten Alazar Dagne, Chaltu Dereje und Feven Mekuria haben dazu einen fröhlichen Markt- und Ladenschirm entworfen, der, über den Waren und Schaufenstern aufgehängt, die Blicke durch sein farbiges und glänzend reflektierendes Design auf sich zieht. Die drei Studierenden haben dazu bunte Kunststoffstreifen mit Blechen verwoben, die als Abfallprodukte einer Druckerei angefallen waren. Das Blech biegt sich leicht in zweidimensionale Kurven, durch das Verweben mit dem Kunststoff entstehen sogar dreidimensionale Gebilde, die ihre Form und Steifigkeit behalten. So ist letztlich ein dynamisches und lebendiges Produkt entstanden, dem hohe Funktionalität zukommt und das gleichzeitig als ein Kunstwerk gelten kann.

Das Ziel war, das Weben in unterschiedlichen Disziplinen zu neuen Anwendungen und Gestaltungsformen zu überführen. Dabei ging es vor allem darum, junge Kreativität zu fördern sowie innovative Technologien und einen internationalen Austausch langfristig zu etablieren. Ausserdem soll die regionale Szene der Weber und Designer gestärkt und der Aufbau eines selbständigen Unternehmertums unterstützt werden.

Junge Patientin im Black Lion Hospital in Addis Abeba kuschelt sich in eine handgewebte Decke
Fotos: Dominik Gigler, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt
DECKEN – BLACK LION HOSPITAL
Zur Sanierung und Neugestaltung der onkologischen Kinderstation des Black Lion Hospitals gehörte auch, die Textilien für die Station neu zu entwerfen. Jano Handicraft stellte die handgewebten Vorhänge und Decken her – sie stehen in der Tradition des klassischen äthiopischen Baumwolltuchs, des Gabi. Die figurativen Muster der Decken gehen auf Zeichnungen zurück, welche die kleinen Patienten gefertigt haben. Frauen aus Arba Minch und die Eltern der Kinder stickten diese Bilder zusammen mit den Namen der kleinen Künstler in die gewebten Textilien.

Aus diesem Prozess gingen neuartige Materialien hervor, die es galt, zu Kunst, Mode, Designserien und Architekturprojekten zu entwickeln. Dabei entstanden ebenso eindrucksvolle wie instruktive Gegenstände des täglichen Bedarfs, Bauteile, Möbel, Lichtobjekte sowie Konzepte des Urban Design und der Kunst.

Frau mit Kind beim Korbflechten in einer Kooperative in Addis Abeba
Foto: Katja Hettler, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt
KORBLAMPEN
Katja Hettler, Jula Tüllmann
Salem’s beschäftigt eine Gruppe von Frauen, die gemeinsam in Handarbeit Körbe und Deckel in verschiedensten Formen und Grössen flechten. In diesen Körben wird das äthiopische Nationalgericht Injera, ein Fladenbrot aus Teffmehl, aufbewahrt und serviert. Mit dem Ziel, neue Anwendungen für die traditionelle Flechttechnik zu finden, entwickelten Katja Hettler und Jula Tüllmann eine Leuchte, die aus zwei einfachen geometrischen Elementen besteht und die vorhandenen Materialien und Farben aufnimmt. Der gemeinschaftsorientierte und soziale Ansatz der Kooperative Salem’s entspricht der Haltung der Designerinnen Katja Hettler und Jula Tüllmann.

Diese spannenden textilen Arbeiten sind von 17. Juli bis 13. Oktober 2019 im Foyer des Staatlichen Textil- und Industriemuseums Augsburg (tim) zu bestaunen. Der Eintritt in die Foyerausstellung ist frei.

Info:

17. Juli – 13. Oktober 2019

RESPONSIVE DESIGN ETHIOPIA
WEAVING IN ARCHITECTURE. DESIGN. FASHION.

tim | Staatliches Textil- und Industriemuseum Augsburg
Augsburger Kammgarnspinnerei (AKS)
Foyer
Provinostrasse 46
86153 Augsburg
Deutschland

www.timbayern.de

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Taschentücher

Einmal gebraucht, zerknüllt und massenhaft weggeworfen – Papiertaschentücher sind heute im Alltag selbstverständlich. Noch bis vor 40 Jahren war das Stofftaschentuch ein unentbehrliches Accessoire und mehr als nur ein praktischer Begleiter. Das kleine quadratische Stück Stoff wurde immer wieder gewaschen, sorgfältig gebügelt, gefaltet und jahrelang verwendet.

Flyer

In Appenzell Innerrhoden entstanden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus kleinen Ferggereien rasch wachsende Taschentuchfabriken. Waren die feinen weissen Tüechli bis anhin mit Appenzeller Handstickereien verziert, entwickelte sich nun ein florierender Markt von farbig gewebten und bedruckten sowie maschinenbestickten Taschentüchern. Die Fabrikation, die Fertigstellung und das Ausrüsten der hochwertigen Textilien war arbeitsintensiv. Unzählige Arbeiterinnen schnitten die Taschentücher zu, säumten, bügelten, etikettierten und verpackten sie verkaufsfördernd.

Büglerei der Firma Huber-Lehner AG, Appenzell
Foto: Karl Künzler, St.Gallen, 1969
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Als besondere Form der Veredelung liess man die Tüechli in Heimarbeit von Hand roulieren. Und trotz des hohen Preises waren Taschentücher mit handgestickten Monogrammen und Mustern nach wie vor gefragt.

Bestickte Taschentücher der Firma Albin Breitenmoser AG, Appenzell
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Das Stofftaschentuch war immer auch ein Abbild des Zeitgeistes. Fein bestickte Blümchenarrangements oder Webmuster mit bunten Karos und Streifen zeigten den damals aktuellen Modegeschmack.

Gewebte Taschentücher der Firma Albin Breitenmoser AG, Appenzell
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Moderne Dessins auf bedruckten Taschentüchern widerspiegelten unter anderem die Sehnsüchte und Wünsche der Zeit.

Taschentuch aus Musterbuch der Firma Huber-Lehner AG, Appenzell
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Die Ausstellung zeigt eine grosse Fülle von Taschentüchern, deren Arrangements inspiriert sind von den topmodernen Verkaufspräsentationen der 1950er bis 1970er Jahre. Zudem gewährt sie einen Einblick in die Musterbücher mit ihren vielseitigen Kollektionen und versucht sich der aufwändigen Taschentuchfabrikation anzunähern.

Postkarten-Taschentuecher zum Thema ‘Ferien’
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Ein separater Teil widmet sich den von Hand bestickten Taschentüchern, die noch bis in die 1970er Jahre gekauft wurden.

Info:

15. März – 3. November 2019

mouchoirs
handkerchiefs
fazzoletti
Taschentücher

Museum Appenzell
Hauptgasse 4
9050 Appenzell
Schweiz

www.museum.ai.ch

Flyer

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Sigalit Landau. Salt Years

Die Bildhauerin und Videoinstallationskünstlerin Sigalit Landau (*1969, Jerusalem) zählt zu den bedeutendsten israelischen zeitgenössischen Künstlerinnen ihrer Generation. Seit über 15 Jahren nutzt sie das Tote Meer als Inspirationsquelle und Labor für ihre künstlerischen Arbeiten: Videoarbeiten, fotografische Serien und Salzskulpturen.

Plakat

Das Museum der Moderne Salzburg präsentiert derzeit an seinen beiden Standorten Mönchsberg und Rupertinum Landaus erste museale Einzelausstellung im deutschsprachigen Raum. Die umfangreiche und präzise choreographierte Schau zeigt berückend poetische und zugleich zutiefst politische Salzskulpturen und Videoinstallationen der letzten zwei Jahrzehnte. Darin thematisiert die Tochter jüdischer Immigranten mit österreichischen Wurzeln neben Fragen der weiblichen Identität und Körperlichkeit auch die politische Situation in Israel sowie das vom Menschen verursachte Umweltproblem und die daraus resultierende Bedrohung des Toten Meeres.

Sigalit Landau: Littoral
2017, Readymades
Hocker, Fischernetze, gehäkelte Tischdecken, geflochtene Wiege, Salzkristalle
Foto: Yotam From, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

In der Ausstellung auf dem Mönchsberg sind kristalline Salzskulpturen – Objekte, die von der Künstlerin ins Wasser des Toten Meeres getaucht wurden – in einer raumgreifenden Installation zu sehen. Durch das Bad im extrem salzhaltigen Wasser erfuhren Dinge wie Fischernetze, Instrumente und Kostüme eine physische wie auch metaphorische Verwandlung.

Sigalit Landau: Tutu
2017, Stoff, Salzkristalle
Foto: Yotam From, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Fast einem Ritual gleich taucht die Künstlerin zusammen mit ihrem Team Objekte in dieses einzigartige Gewässer.

Sigalit Landau: Hebung des Tutus aus dem Wasser des Toten Meeres
Foto: Shaxaf Haber, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Neben spezifischen Handarbeiten mit symbolischem Charakter, wie z. B. Fischernetze oder Skulpturen aus Stacheldraht, verwendet Landau auch immer wieder simple Alltagsgegenstände. Allen ist gemein, dass sie eine verlorene Welt symbolisieren.

Sigalit Landau: When I go (Wenn ich gehe)
2017, Readymades
doppelseitiger Hocker, Cello, Bogen, Holzstuhl, Brautschleier, Salzkristalle
Foto: Yotam From, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Durch das Wasser des Toten Meeres werden die Objekte und Skulpturen von einer Kruste aus Salzkristallen umschlossen. Was von Landau aus dem Toten Meer geborgen wird, ist zerbrechlich, schrecklich und schön gleichermassen.

Sigalit Landau: All those Grapes (Alle diese Trauben), Detail
2017, Fischernetz, Salzkristalle
Foto: Yotam From, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Die Künstlerin beschreibt ihre Ernte aus dem Salzsee als ‘Archäologie des 20. Jahrhunderts’ und ‘konzeptuelle Gedenk-Readymades’. In ihnen kommt Landaus tiefe Sorge um katastrophale, vom Menschen verursachte Veränderungen zum Ausdruck, die das Tote Meer in seiner Existenz bedrohen.

Sigalit Landau: Salt Years
Ausstellungsansicht, Mönchsberg
2019 © Museum der Moderne Salzburg
Foto: Rainer Iglar, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Eine Auswahl von Landaus Videoarbeiten über das Tote Meer und die Küste des Mittelmeeres wird im Rupertinum auf zwei Stockwerken präsentiert. Landau ist fasziniert von biblischen und mythologischen Erzählungen sowie von den expressiv-figurativen Traditionen der Kunstgeschichte.

Sigalit Landau: Salt Years
Ausstellungsansicht, Rupertinum
2019 © Museum der Moderne Salzburg
Foto: Andrew Phelps, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Immer wieder stellt sie ihren eigenen Körper in den Mittelpunkt ihrer künstlerischen Arbeit, was auch in Verbindung mit ihrer Ausbildung zur Tänzerin steht.

Sigalit Landau: DeadSee
2005, Filmstill
© Studio Sigalit Landau
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Darüber hinaus interpretiert sie in ihrer künstlerischen Praxis die Geschichte und Natur ihrer Heimat und versucht, dadurch einen Prozess der Heilung herbeizuführen und Brücken zwischen unterschiedlichen Lebenswelten zu schlagen.

Info:

6. Juli – 17. November 2019

Sigalit Landau. Salt Years

Museum der Moderne Salzburg
Mönchsberg 32 / Wiener-Philharmoniker-Gasse 9
5020 Salzburg
Österreich

www.museumdermoderne.at

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Gunta Stölzl – 100 Jahre Bauhaus-Stoffe

Key Visual
© Wall House #2 / Groninger Museum

Was sagt Ihnen der Name Gunta Stölzl? Er ist uns hier im Blog in den Ausstellungstipps schon da und dort begegnet, vor allem im Zusammenhang mit der Weberei und dem Bauhaus, der einflussreichen deutschen Gestaltungsschule, die 1919 von Walter Gropius gegründet wurde. Gunta Stölzl (1897-1983), die zunächst am Bauhaus in Weimar studierte, gelang es später als einziger Frau, eine vollwertige Führungsposition als Meisterin am Bauhaus einzunehmen: zunächst von 1926 an als Werkmeisterin, dann von 1927 – 31 als technische und künstlerische Leiterin der Webereiwerkstatt am Bauhaus Dessau.

Ausstellungsansicht
Ausstellung ‘Gunta Stölzl: 100 jaar Bauhausstoffen’
Wall House #2 / Groninger Museum
© Wall House #2 / Groninger Museum
Foto: Gea Schenk, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Der kunsthandwerkliche Bereich der Weberei genoss im 19. Jahrhundert nur wenig Ansehen – auch dann am Bauhaus. So soll der dort ebenfalls als Formmeister tätige Georg Muche stolz darauf gewesen sein, nie einen Faden in die Hand genommen zu haben. Gunta Stölzl aber führte die Handweberei zum industriellen Textildesign der Moderne und die Webereiwerkstatt am Bauhaus zu grossen, auch finanziellen Erfolgen, wodurch sie vor allem bekannt wurde.

Ausstellung ‘Gunta Stölzl: 100 jaar Bauhausstoffen’
Wall House #2 / Groninger Museum
© Wall House #2 / Groninger Museum
Foto: Gea Schenk, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Nachdem sie das Bauhaus 1931 verlassen hatte, emigrierte sie mit ihrer kleinen Tochter Yael aus erster Ehe in die Schweiz und gründete und leitete später über 30 Jahre lang erfolgreich eine Weberei in Zürich. 1942 heiratete sie den Autor Willy Stadler und erhielt die Schweizer Staatsbürgerschaft. Auch nach der Geburt ihrer zweiten Tochter Monika setzte sie die Arbeit in ihrer Handweberei fort und stellte hauptsächlich Textilien für Innenausstattungen her. 1967 löste sie das Geschäft auf und wandte sich fortan Wandteppichen zu. Sie starb 1983 in der Schweiz.

Ausstellungsansicht
Ausstellung ‘Gunta Stölzl: 100 jaar Bauhausstoffen’
Wall House #2 / Groninger Museum
© Wall House #2 / Groninger Museum
Foto: Gea Schenk, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Das Groninger Museum widmet mit ‘Gunta Stölzl – 100 jaar Bauhausstoffen’ (‘Gunta Stölzl – 100 Jahre Bauhaus-Stoffe’) dieser starken und unabhängigen Frau eine Ausstellung im mit dem Museum verbundenen Wall House #2, die noch bis zum 1. September 2019 zu sehen ist.

Ausstellung ‘Gunta Stölzl: 100 jaar Bauhausstoffen’
Wall House #2 / Groninger Museum
© Wall House #2 / Groninger Museum
Foto: Gea Schenk, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Der Name Gunta Stölzl sagt nicht jedem sofort etwas. Das Groninger Museum möchte ihre aussergewöhnliche Geschichte erzählen, die auch heute noch inspiriert. Es ist eine Geschichte von Mut, Schneid und harter Arbeit, aber auch von Kreativität und Erneuerung.

Monika Stadler & Mirjam Deckers
Ausstellung ‘Gunta Stölzl: 100 jaar Bauhausstoffen’
Wall House #2 / Groninger Museum
© Wall House #2 / Groninger Museum
Foto: Gea Schenk, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Gunta Stölzl hat eine umfangreiche Sammlung von Entwürfen, Zeichnungen und Arbeitsproben hinterlassen. Ihre Arbeiten beeinflussen bis heute Weber und Designer. Ihre Ideen und Entwürfe fliessen in die Ausbildung ein. Darum findet man in der Ausstellung neben Musterkarten, Originalstoffen, Bauhaus-Entwürfen und Aquarellen auch Möbel, die nach ihren Entwürfen gepolstert wurden und auch neuere Reproduktionen, die zeigen, wie innovativ und frisch ihre Arbeit noch immer ist.

Ausstellung ‘Gunta Stölzl: 100 jaar Bauhausstoffen’
Wall House #2 / Groninger Museum
© Wall House #2 / Groninger Museum
Foto: Gea Schenk, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Die Ausstellung ‘Gunta Stölzl: 100 Jahre Bauhausstoffe’, mit der sich das Groninger Museum den internationalen Feierlichkeiten zum 100. Bauhaus-Jubiläum anschliesst, wurde in Zusammenarbeit mit der Tochter von Gunta Stölzl – Monika Stadler – und Mirjam Deckers, Studentin des Master-Studiengangs Kunst- und Kulturwissenschaften an der Universität Groningen, zusammengestellt.

Monika Stadler & Mirjam Deckers
Ausstellung ‘Gunta Stölzl: 100 jaar Bauhausstoffen’
Wall House #2 / Groninger Museum
© Wall House #2 / Groninger Museum
Foto: Gea Schenk, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Der Ausstellungsort, das Wall House #2, ist mit seinen vielen Formen, Farben, den spannenden Details, Symbolen und Bedeutungen selbst eine Sehenswürdigkeit.

Wall House #2
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Es steht beispielhaft für die Architektur der 1980er und 90er Jahre, als sich die Stadt Groningen als Bühne für internationale postmoderne Architektur präsentierte. Entworfen hat das aussergewöhnliche Wohngebäude der Architekt John Quentin Hejduk (1929-2000, New York).

Info:

30. März – 1. September 2019

Gunta Stölzl: 100 jaar Bauhausstoffen
Gunta Stölzl – 100 Jahre Bauhaus-Stoffe

Groninger Museum
Wall House #2
A.J. Lutulistraat 17
9728 WT Groningen
Niederlande

www.groningermuseum.nl
www.groningermuseum.nl/de/museum/wall-house-2

www.guntastolzl.org

Öffnungszeiten:
Sa + So: 12 – 17 Uhr

Mehr zum Thema ‘Bauhaus-Stoffe’ findet man in den Ausstellungstipps Juli 2019 im Beitrag über die Ausstellung ‘Auf den zweiten Blick – Bauhaus-Stoffe als Inspiration’ im Tuchmacher Museum Bramsche.

***

Beautiful Lace & Carine Gilson

Die Zartheit der Spitze, die Leichtigkeit der Seide, die Finesse der Motive und die Exzellenz der Couture: Mit seiner neuen Ausstellung ‘Beautiful Lace & Carine Gilson’ lädt das Musée Mode & Dentelle in Brüssel seine Besucher*innen dazu ein, das Sinnliche in der anspruchsvollen Welt von Carine Gilson zu entdecken.

Key Visual
© Musée Mode & Dentelle

Gleichzeitig wird auch ein Dialog mit historischen Spitzen angeboten, denn die Museen der Stadt Brüssel, die seit Jahrhunderten berühmt für ihre Spitzen ist, verfügen über eine unvergleichliche Sammlung.

Aufgeklappter Fächer
Chantilly-Spitze, Seide, Schildpatt
37 X 70 cm, ca. 1900
Musée Mode & Dentelle
INV. D2003.06.09.
Das auffällige asymmetrische Dekor von Zweigen und Tannenzapfen zeigt die Jugendstil-Linien von Pflanzen und ist eine Inspirationsquelle für Carine Gilson.
Foto: © Musée Mode & Dentelle, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Carine Gilson, diplomierte Desgnerin der Académie Royale des Beaux-Arts in Antwerpen, verliebte sich vor 30 Jahren in die Spitze und machte sich an die Arbeit.

Carine Gilson: ‘Tuberose’
bedruckter Kimono aus Seidensatin
Herbst-/Winter-Collection 2018/19
Dieser lange Kimono hat breite Schmetterlingsärmel mit kontrastierendem Futter aus venezianisch blauem Seidensatin. Grössten Wert legt Carine Gilson auf die Platzierung des Designs auf dem Kimono, die zur Collection passen muss.
Foto: © Musée Mode & Dentelle, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Sie verwendet nur die besten Materialien und daraus entsteht filigrane Couture-Lingerie von seltener Eleganz. Sie eröffnete 2004 ihre erste Boutique in Paris und 2011 in London. Ihre Boutique am Boulevard de Waterloo in Brüssel spiegelt eine eigene Welt wider, eine Welt der filigranen Garderobe und der weiblichen Raffinesse – Verführung pur.

Carine Gilson: ‘Heather’
farbige Seiden-Musselin-Lingerie mit Intarsien aus ‘Florilège’-Spitze
Herbst-/Winter-Collection 2018/19
Foto: © Musée Mode & Dentelle, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Carine Gilson hat in den letzten 30 Jahren in Brüssel aus Seide und Spitze hinreissende Couture geschaffen. Die Modelle aus dem Maison Carine Gilson vereinen Können und Zeitgeist und werden von Berühmtheiten, wie etwa Beyoncé, Nicole Kidman oder Monica Bellucci, getragen und von renommierten Fotografen in Szene gesetzt.

Carine Gilson: Silhouette aus mehreren Bestandteilen
Herbst-/Winter-Collection 2018/19 für den Abend
bestehend aus Bustier, Hose und einer asymmetrischen Schleppe.
Bustier: ‘Timeless’-Spitze mit Pailletten, vollständig von Hand gefaltet.
Schmale Hose: schwarzer Seidenkrepp mit Intarsien aus Spitze.
Schleppe: handgefaltete ‘Timeless’-Spitze, an einem Obi-Gürtel aus schwarzem Seidenkrepp befestigt.
Foto: © Musée Mode & Dentelle, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Die Ausstellung im Brüsseler Mode- und Spitzen-Museum entstand anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Maison Carine Gilson, wo man in Sachen Spitze die Crème de la crème zwischen den Fingesrspitzen fühlt.

Rüsche, als Krawatte arrangiert
Flandern-Spitze, Leinen
24 x 340 cm, ca. 1670
Musée Mode & Dentelle
INV. D 93.10.01.
Foto:© Musée Mode & Dentelle, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Info:

10. Juli 2019 – 19. April 2020

Beautiful Lace & Carine Gilson

Musée Mode & Dentelle
Rue de la Violette 12
1000 Brüssel
Belgien

www.fashionandlacemuseum.brussels

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NEULAND
finden – erkunden – ankommen

Im Rahmen des gemeinsamen Ausstellungsjahres zeigt das Kreismuseum Zons als Mitglied des kulturgeschichtlichen Museumsnetzwerks Rhein-Maas im Kulturraum Niederrhein noch bis zum 25. August 2019 ‘NEULAND finden – erkunden – ankommen’, eine Ausstellung, die ich hier bereits angekündigt hatte.

Die Ausstellung nimmt Momente des Übergangs in unbekannte Gebiete in den Blick: Welche Gefühle, Hoffnungen, Ängste sind mit der Entdeckung und dem Betreten des Neulands verbunden? Welche Erfahrungen wurden gemacht? Was blieb in Erinnerung? Mit der Ausstellung sollte aber auch Neuland betreten werden: Neben eingeladenen Künstlerinnen und Künstlern sollten Akteure jeden Alters, mit und ohne Migrationsgrund, sich dem Prozess des Findens, Erkundens und Ankommens widmen.

Auch in eine Rauminstallation für alle Sinne, die durch den Kölner Künstler Joachim Römer realisiert wurde, konnten sich viele Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen einbringen.

Plakat

Inzwischen schickte mir die Kuratorin dankenswerterweise einige Fotos, und zwar von den Installationen der beiden in der Ausstellung vertretenen Textilschaffenden, Gabi Mett und Christina Althaus, die ich hier zeige.

Gabi Mett: Neuland (2019)
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Gabi Mett hat sich für die Ausstellung im Museum Zons mit dem reinen Begriff ‘Neuland’ auseinandergesetzt. Auf einer neun Meter langen Stoffbahn hat sie eigene Eindrücke, Erlebnisse, Gedanken und emotionale Reaktionen zu diesem Thema verschriftlicht. Die Worte drücken die verschiedenen Aspekte und Gefühle von ‘Neuland’ aus, sie nehmen mit auf eine Reise durch das Leben.

ich betrete neuland
nur wort
keine naht
kein stich
nichts
nachdenken
notieren
dem wort
raum geben
erforschen
erfragen
zum ende

Gabi Mett: Neuland (2019), Detail
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Die Installation ‘Jeder trägt sein Bündel’ von Christina Althaus zeigt ein Holzboot gefüllt mit bunten Bündeln von unterschiedlicher Grösse und Form. Denn jeder Mensch hat sein eigenes Bündel zu tragen, ein Bündel voller Erinnerungen, Emotionen und vergangenen Tagen. Niemand betritt völlig frei und ohne ‘Gepäck’ Neuland – doch muss dies nicht immer belastend sein, sondern kann auch eine bereichernde Grundlage für etwas ganz Neues bilden.

Christina Althaus: Jeder trägt sein Bündel (2019)
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Christina Althaus hat hierfür Stoffbahnen gerollt, verpackt, bemalt und gefüllt mit dem, was kostbar ist – Gedanken und Gefühle. Zu sehen ist eine Installation, die dem Besucher auf der einen Seite eine persönliche Nähe suggeriert und auf der anderen Seite etwas Unerforschtes zurücklässt – das was sich zwischen den Stoffbahnen, gut eingerollt, im tiefsten Inneren befindet.

Christina Althaus: Jeder trägt sein Bündel (2019), Detail
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Einen lesenswerten Bericht mit vielen Fotos hat Gabi Mett hier auf ihrem Blog veröffentlicht.

Ein Begleitheft zur Ausstellung ist beim Museum erhältlich.

Info:

7. Juli – 25. August 2019

NEULAND
finden – erkunden – ankommen

Kreismuseum Zons
Kulturzentrum des Rhein-Kreises Neuss
Schlossstrasse 1
41541 Dormagen
Deutschland

www.rhein-kreis-neuss.de

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Käthy Borer-Gut

Viel Neues aus Papier zeigt Käthy Borer-Gut in ihrer derzeit laufenden Ausstellung im Gemeindehaus Möhlin, die noch bis zum 29. August 2019 während der Öffnungszeiten des Gemeindehauses auf drei Etagen frei besichtigt werden kann.

Plakat

Käthy Borer-Gut, freie Künstlerin und Gestalterin Fachrichtung Papier, lebt und arbeitet in Frick, Schweiz. Kunst hat sie das ganze Leben begleitet. Aber erst in einem neuen Lebensabschnitt kann sie den Traum auch leben, eigene Kunstobjekte herzustellen und regelmässig Ausstellungen zu haben. Der erlernte Beruf als Hochbauzeichnerin hat sie auf die verschiedenste Weise geprägt. Sie lernte zu planen, millimetergenaues Arbeiten, Linien zu verfolgen und Räume zu sehen.

Käthy Borer-Gut: Schwimmen im See
Foto freundlicherweise von der Künstlerin zur Verfügung gestellt

Selber sagt sie: ‘Ich bin, immer in Bewegung. Arbeite in einem anspruchsvollem, sozialen Bereich. Wenn immer ich kann, bin ich kreativ tätig, und suche nach einer neuen Herausforderung.’

Das Weben und das Spinnen von Papier ist ihr Markenzeichen geworden. Es entstehen aber auch dreidimensionale Werke, immer mit der unverkennbaren Handschrift der Künstlerin.

Info:

28. Juni – 29. August 2019

Käthy Borer-Gut

Gemeindehaus Möhlin
Hauptstrasse 36
4313 Möhlin
Schweiz

www.moehlin.ch
www.neuesweben.ch

***

Keep Your Eye on the Planet

Die von der Deutsch-Afghanischen Initiative (DAI e.V.) – vertreten durch Pascale Goldenberg – organisierte Wettbewerbsausstellung ‘Keep Your Eye on the Planet’ ist weiter gewandert. Die nächste Station in Deutschland, die diesen inspirierenden textilen Blick auf unsere Welt, der durch das afghanische Stickprojekt ‘Guldusi’ angeregt wurde, zeigt, ist die Galerie BW in Bad Bellingen. Inhaberin Barbara Wartenberg eröffnet damit die Ausstellungszeit und lädt herzlich zur Vernissage und zu einem Besuch ein.

Einladung

Wie bereits berichtet, werden im Rahmen des Stickprogrammes ‘Guldusi’ von Hand beeindruckende Unikate gestickt und von der DAI in Europa verkauft, so dass die Stickerinnen in Afghanistan unterstützt werden können. Die nachfolgenden Wettbewerbe zu verschiedenen Themen fordern europäische Textilschaffende dazu heraus, die gestickten Unikate in eigene Gestaltungen zu integrieren.

Zu der Ausstellung ‘Keep Your Eye on the Planet’ ist ein wunderschönes Buch erschienen. Hier geht’s zu meinem Buchtipp

Info:

12. August – 13. September 2019

Keep Your Eye on the Planet

Galerie BW
Barbara Wartenberg
Rheinstrasse 15
79415 Bad Bellingen
Deutschland

www.galerie-bw.de
www.guldusi.com

Öffnungszeiten:
Mo, Di, Do + Fr: 15 – 18 Uhr und nach Vereinbarung

Vernissage:
So, 11. August 2019, 11 Uhr

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SCHLOSSLICHTSPIELE 2019

2015 wurden sie für 300 Jahre Karlsruhe erfunden – seither sind die ‘SCHLOSSLICHTSPIELE’ in den Sommermonaten eine Erfolgsgeschichte mit rund 1,4 Millionen Gästen in ihrer vierjährigen Geschichte. Auf die gesamte, 170 Meter weitläufige Fassade des Karlsruher Schlosses werden spektakuläre Lichtshows projiziert. Zu bestaunen sind Projektionen und Videomappings mit überraschenden visuellen Formen, die internationale Künstler extra für das Karlsruher Schloss entwickelten.

Schlosslichtspiele
Foto: Gudrun Heinz

Vom 8. August – 15. September finden die SCHLOSSLICHTSPIELE 2019 statt. Wieder erstrahlt die Fassade des Karlsruher Schlosses durch atemberaubende Projektionen und wird zum grössten digitalen Kunstwerk Europas – mit neuen Werken, die 2019 unter dem Motto ‘Ein Sommer der Liebe und des Lebens. Hate comes late – Love comes first’ stehen.

Kuratiert wurden die von der Karlsruhe Marketing und Event GmbH veranstalteten SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe vom künstlerisch-wissenschaftlichen Vorstand des ZKM | Karlsruhe, Peter Weibel.

Info:

8. August – 15. September 2019

SCHLOSSLICHTSPIELE 2019

Schlossgarten Karlsruhe
Schlossbezirk 10
76131 Karlsruhe
Deutschland

www.schlosslichtspiele.info
www.zkm.de

Eintritt frei

Die Spielzeiten der einzelnen Shows sind hier zu finden: www.schlosslichtspiele.info

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Das Blaue Wunder von Hand gewebt

Noch bis zum 25. August 2019 zeigt die Alte Duchfabrik, einziges Textilmuseum im Nachbarland Luxembourg, die Ausstellung ‘Das Blaue Wunder von Hand gewebt’, über die ich hier schon einmal berichtete.

Flyer

Anhand von einer professionellen Präsentation von ca. 130 Exponaten zeigt die Ausstellung die grosse Vielfalt handgewebter Textilien auf: zahlreiche Gestaltungsideen in unterschiedlichen Materialien, Strukturen und Bindungen, alle in Variationen der Farbe Blau. Zu sehen sind Kleidungsstücke, Textilien für den Wohn-und Schlafbereich, Tischwäsche und Deko-Objekte in handgefertigter hoher Qualität.

Info:

14. Juli – 25. August 2019

Das Blaue Wunder von Hand gewebt

Alte Duchfabrik
Naturpark Öewersauer
15, rue de Lultzhausen
9650 Esch/Sauer
Luxembourg

www.naturpark-sure.lu

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Fête du Fil

Vom 15. – 17. August 2019 findet das Fadenfest – la Fête du Fil – im Zentrum des Ortes Labastide Rouairoux, im Dreieck Toulouse, Montpellier, Narbonne – département du Tarn – gelegen, bereits im 20. Jahr statt.

Plakat

20 Jahre = 20 Ausstellungen! Die komplette Übersicht findet man hier. Das sieht doch sehr vielversprechend aus. Und daneben wird noch einiges geboten wie ungefähr 80 Händlerstände, Flohmarkt, Demonstrationen, Modenschau und am Sonntag, 18. August, sind Kurse dran. Es werden 5000 Besucher erwartet.

Info:

15. – 17. August 2019

Fête du Fil

Association organisatrice de la Fête du Fil
Mairie – Place Jean Jaures
81270 Labastide-Rouairoux
Frankreich

www.lafetedufil.jimdo.com

Programm

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Diplom-Ausstellung der Webausbildung von Zürcher Stalder AG

Zehn Absolventinnen der Webausbildung von Zürcher Stalder AG haben es geschafft – herzlichen Glückwunsch!

Einladung

Vom 11. August – 1. September 2019 sind die Diplom-Arbeiten (je eine mit einem vorgegebenen Thema und eine freie) im Kulturort Garnlager in Lyssach ausgestellt. Sie sind herzlich zur Vernissage eingeladen!

Einladung

Info:

11. August – 1. September 2019

Diplom-Ausstellung der Webausbildung von Zürcher Stalder AG

Kulturort Garnlager
Gewerbestrasse 9
3421 Lyssach
Schweiz

www.kulturortgarnlager.org

Vernissage und Diplomübergabe:
So, 11. August 2019, 14 Uhr

***

Bern: Gratis ins Museum 2019

Besuchen Sie die Berner Museen gratis an den fünf Samstagen im August!

Key Visual

Info: www.museen-bern.ch

***

Und dann noch Folgendes:

Frieder Burda gestorben

Alles begann mit einer roten Leinwand, aufgeschlitzt. Das Werk von Lucio Fontana (1899-1968) erwarb Frieder Burda auf der documenta 1968 und es erschien ihm in einer Zeit, in der andere auf die Strasse gingen, um sich von der Elterngeneration abzugrenzen, genau das Richtige zu sein, um den Vater zu provozieren.

Frieder Burda wurde am 29. April 1936 als einer der drei Söhne des Verlegerehepaars Franz und Aenne Burda (u.a. Zeitschrfit ‘burda moden’) geboren. Zunächst absolvierte er eine Drucker- und Verlagslehre und später eine Ausbildung als Kaufmann im Konzern. Als sein jüngerer Bruder Hubert Burda den Druck- und Verlagsbereich übernahm, war der Weg frei.

Vater Burda, der selbst der expressionistischen Malerei zugetan war, war nämlich von dem roten Fontana, für den sein Sohn 3500 DM hingeblättert hatte, überhaupt nicht schockiert. Frieder Burda hatte damit den Grundstein für seine hochkarätige Kunstsammlung gelegt, die im Jahr 2002 bereits über 500 Werke umfasste.

Schon 1998 gründete der Sammler die Stiftung Frieder Burda, deren Zweck die Förderung von Kunst, Kultur und Wissenschaft ist. 2004 eröffnete er in Baden-Baden in bester Lage das Museum Frieder Burda. Die Sammlung umfasst heute rund 1.000 Werke, darunter Arbeiten von Pablo Picasso, Max Beckmann, Ernst Ludwig Kirchner, Jackson Pollock, Gerhard Richter, Georg Baselitz oder Sigmar Polke und zählt international zu den bedeutendsten Privatsammlungen.

In die Schlagzeilen kam das Haus im Februar, als dort ‘Love is in the bin’ des Streetart-Künstlers Banksy bei freiem Eintritt vorübergehend zu sehen war. Das ursprüngliche Werk ‘Girl with balloon’ schredderte sich selbst, nachdem der Zuschlag bei einer Auktion erfolgt war und sorgte dadurch weltweit für Aufsehen.

Am 14. Juli 2019 ist Frieder Burda in Baden-Baden gestorben. Er wurde 83 Jahre alt und konnte 15 Jahre lang die Früchte seiner Sammlung geniessen.

Dazu zählt auch das derzeitige Ausstellungsprojekt: ‘Ensemble’, die ‘Geburtstagsausstellung’ zusammen mit dem Centre Pompidou, Paris. Der Kunstmäzen pflegte seit langem freundschaftliche Beziehungen zu diesem hochkarätigen Museum, in dessen Ankaufskommission er als erster und einziger Deutscher vertreten war. ‘Ensemble’ ist noch bis zum 29. September 2019 in Baden-Baden zu sehen.

Info: www.museum-frieder-burda.de

***

Operation Nachtwache

Rembrandt Harmenszoon van Rijn (1606-1669) zählt zu den bedeutendsten und bekanntesten Barockmalern Europas und zu den führenden Künstlern des ‘Goldenen Zeitalters’ der niederländischen Kunst. Er verlieh der Blütezeit seiner Heimat, als Holländer Herren der Weltmeere und des Welthandels waren, besonderen Glanz. Er starb vor 350 Jahren, am 4. Oktober 1669, so dass 2019 ein Rembrandt-Jahr darstellt, das in den Niederlanden besonders gefeiert wird.

Eines seiner berühmtesten Werke ist ‘Die Nachtwache’, ein 16 Quadratmeter grosses Ölgemälde, das 1642 entstand und heute – im Besitz der Stadt Amsterdam befindlich – als das Highlight des dortigen Rijksmuseums gilt, wo es von mehr als zwei Millionen Besuchern jährlich bewundert wird – das Prunkstück in der ‘Ehrengalerie’ ist ein Must-see.

Rembrandt van Rijn (1606-1669): Die Nachtwache
1642, Öl auf Leinwand
Rijksmuseum, Leihgabe der Stadt Amsterdam
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Das Gruppenportrait, eine Auftragsarbeit der Schützengilde für deren Festsaal, malte Rembrandt wie es damals kein anderer getan hätte, nämlich als dramatische Szene mit 34 Personen und mit seinem typischen meisterlichen Spiel von Licht und Schatten. Der Hauptmann erteilt seinem Leutnant den Marschbefehl. Die Männer zücken die Waffen, einer lädt das Gewehr, ein anderer schiesst, der Hund bellt – gleich rückt die Bürgerwehr aus.

Im Juli 2019 hat im Amsterdamer Rijksmuseum die ‘Operation Nachtwache’ begonnen – Experten wollen das Gemälde umfassend untersuchen und zwar vor den Augen des Publikums und mit Live-Übertragung im Internet. Das Bildnis wurde aus seinem Rahmen genommen und befindet sich in der Nähe von der Stelle, wo es sonst hängt, aber in einem speziell dafür angefertigten Glaskasten, in dem die Fachleute auf beweglichen Podesten arbeiten.

Rembrandt van Rijn (1606-1669): Die Nachtwache
1642, Öl auf Leinwand
Rijksmuseum, Leihgabe der Stadt Amsterdam
Start der ‘Operation Nachtwache’
Foto: Rijksmuseum, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

In der ersten Phase kommt neueste Technik, beispielsweise in Form von Scannern und hochauflösender Fotografie zum Einsatz mit dem Ziel, Aufschluss darüber zu erhalten, wie Rembrandt gearbeitet hat und welche Farben er benutzte. Diese Informationen bilden die Basis für eine nachfolgende Behandlung. Das Bild musste schon einiges über sich ergehen lassen: Beschneidung, Beschädigungen durch Messerstiche, Schnitte und Säurespritzer gehören genauso dazu wie ein Versteck in einer Höhle während Kriegszeiten. Darunter und unter früheren Restaurierungen litten die Farben und an einigen Stellen ist das Bild von einem weisslichen Schleier bedeckt.

Rembrandt van Rijn (1606-1669): Die Nachtwache
1642, Öl auf Leinwand
Rijksmuseum, Leihgabe der Stadt Amsterdam
Start der ‘Operation Nachtwache’
Foto: Rijksmuseum, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Die ‘Operation Nachtwache’ wird mindestens ein Jahr dauern und rund drei Millionen Euro kosten. Aber das sollte es wert sein, denn Rembrandts Meisterwerk hat nicht nur einen künstlerischen und kunsthistorischen Wert, sondern auch eine symbolische Bedeutung: Es ist der Schatz der Niederlande.

Info:

Rijksmuseum Amsterdam
Museumstraat 1
1071 XX Amsterdam
Niederlande

www.rijksmuseum.nl

Zum Livestream auf der Website des Rijksmuseums: www.rijksmuseum.nl/en/nightwatch

Zum Video, einem sehr sehenswerten Bericht von Gudrun Engel in der Tagesschau der ARD vom 8. Juli 2019, klicken Sie bitte hier und ein zweites Mal auf der Website, um es zu starten. Eine Leseempfehlung ist der dortige Bericht von Ludger Kazmierczak.

***

Ausschreibung

Textiel Festival 2020 X Leiden

Vom 13. – 16. Mai 2020 wird in Leiden, der alten Universitätsstadt in den Niederlanden, einst Zentrum der Textilindustrie und Geburtsstadt von Rembrandt, wieder ein Textilfestival stattfinden. STIDOC (Stitching Textiel Informatie & Documentatie Centrum) organisiert zum sechsten Mal in Zusammenarbeit mit verschiedenen nationalen Textil-Organisationen, wie z.B. der Quiltersgilde, das Textiel Festival 2020.

Flyer

Während des Festivals dreht sich hier alles um Textilien und Textilkunst, in der Pieterskerk und entlang der Textilstrasse in der Innenstadt. Einige Eindrücke gewinnt man durch meinen Bericht über das vorhergehende Festival im Mai 2015.

Wer dabei mitmachen will, ist eingeladen! Als Besucher*in natürlich, aber auch als Teilnehmer*in am jurierten internationalen Wettbewerb ‘Points of the Compass’, bei dem bei freier Materialwahl alle textilen Techniken erlaubt sind.

Die näheren Teilnahmebedingungen (in englischer Sprache) findet man hier.

Deadline: 1. Oktober 2019

Info: www.textielfestival.nl

***

Bitte informieren Sie sich vor einem Ausstellungsbesuch auf der jeweiligen Website besonders über die genauen Öffnungszeiten – es kann sich immer etwas ändern.

Weitere Ausstellungen finden Sie auf meiner Website in der Rubrik AUSSTELLUNGSKALENDER.

Den verschiedenen Beteiligten herzlichen Dank für das Zur-Verfügung-Stellen von Informationen und Bildmaterial!

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Kommentare zu diesem Artikel

10 Responses

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  • Erika Bornemann

    Liebe Gudrun,

    deine Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten, aber spontan muß ich sagen, sind es die Glassculpturen. Der Künstler hat unlängst in Groningen ausgestellt und meine Tochter hatte sich seine Arbeiten dort angesehen, da sie selbst mit der Glaskunst zu tun hat. Sie hat auch sehr geschwärmt.Aber diese großen Sachen, die du hier präsentierst sind so farbstark und gewaltig, dass man begeistert sein muß.

    Liebe Grüße

    Erika

    • Gudrun Heinz

      halli hallo erika,

      hach! das ist ja klasse! das glas also 🙂

      dann schliesse ich doch hier gleich eine bitte an alle an, denen eine so tolle ausstellung unter die augen kommt: lasst mich doch bitte davon wissen!

      kurze e-mail an info(at)quiltsundmehr(dot)de genügt.

      nochmals lieben dank und

      beste grüsse

      gudrun

  • Erika Bornemann

    Liebe Gudrun,

    es ist unglaublich, was du alles auf die Augen bekommst . Das ist  eine geballte Ladung schöner Kunst, die du uns hier vermittelst. Damit kann man sich eine Weile beschäftigen.

    Wie schön, dass du uns teilhaben läßt, denn wer kann sich schon eine solche Ausstellungsladung ansehen.

    Vielen Dank dafür und liebe Grüße

    Erika

    • Gudrun Heinz

      halli hallo erika,

      und, was gefällt dir persönlich denn besonders gut?

      auf jeden fall ganz herzlichen dank für deine immer wieder hier in den kommentaren zum ausdruck gebrachte anerkennung und wertschätzung – das freut mich sehr und ist meine motivation, mit dieser rubrik am ball zu bleiben 🙂

      beste grüsse

      gudrun

  • Jutta Kohlbeck

    Liebe Gudrun, vielen herzlichen Dank!!! Du hast wirklich wieder Wunderbares zusammengetragen und am Liebsten würde man sich alles anschauen wollen! Und ich freu mich sehr das Plakat zu meiner Ausstellung mitten drin zu sehen 🙂 am Samstag gehts los …. Alles Liebe für dich und einen schönen Sommer! Deine Jutta

    • Gudrun Heinz

      halli hallo jutta,

      danke schön für deine liebe reaktion! ich drücke dir sämtliche zur verfügung stehende daumen, damit bei deiner ausstellung alles wunschgemäss klappt und du eine wunderbare vernissage haben wirst. viel spass und erfolg!

      beste grüsse

      gudrun

  • sabinemoertz

    Liebe Gudrun, nicht zu fassen, wie viele spannende Künste es gibt, danke für den Überblick! Zu der Glaskunst muß ich aber betonen: das ist so unglaublich schön!!! Zu Glas bekam ich ein ganz neues Gefühl, da ich im schwedischem “Glasreich” lebe, nicht so weit von Kosta Boda. Viele der kleinen Hütten arbeiten nicht mehr, oder nur zeitweise. Ich hatte mal das Glück Bertil Vallien bei der Arbeit mit seinem Team zu erleben, als eines seiner berühmten Schiffsrümpfe in die Form gegossen wurde. Alle Schritte abgestimmt, die unterschiedlichen Glasmassen im rechtem Moment angereicht, welch ein Zusammenspiel! Und dann diese Skulpturen in London, jedes Detail für sich ein Unikat, einfach wunderbar!

    Danke für diesen Bericht! Sabine

    • Gudrun Heinz

      halli hallo sabine,

      1000 lieben dank für deinen begeisterten und zugleich informativen kommentar! das geht mir runter wie öl. ich bin – kaum hättest du es vermutet, oder? – nämlich auch ein glas-fan und das, was du schilderst, würde ich auch liebend gern mal sehen 🙂

      an der ausstellung in kew gardens kam ich einfach nicht vorbei, so hat mich das geflasht. meine tochter meinte, warum hast du mir das nicht schon letzte woche gesagt? – da ist sie über london nach hause geflogen – aber da wusste ich es leider noch nicht, sonst hätte ich sie hingeschickt.

      ich finde solche events mit dem blick über den tellerrand hinaus äusserst inspirierend, daher erlaube ich mir, auch so etwas in einem eigentlich auf textiles konzentrierten blog zu bringen. ‘denken ohne geländer’ eben 🙂

      beste grüsse

      gudrun

  • Birgit Berndt

    Hallo Gudrun,

    Bauhaus, Glas, Taschentücher, Mode, Quilts und… herrlich, deine ausführlichen Informationen über kommende oder bereits laufende Ausstellungen. Es ist einfach immer wieder überwältigend, welche Vielfalt die Kunst bietet und wie du es schaffst, einen spannendenÜberblick zu geben.

    Viele Grüße

    Birgit

    • Gudrun Heinz

      halli hallo birgit,

      vielen lieben dank für deine lobenden worte, das ist sehr schön, dies zu lesen. jedesmal, wenn ich als erstes denke, dass es im kommenden monat nicht allzuviel oder nicht viel ‘aus dem rahmen fallendes’ geben würde, wird’s besonders interessant, umfangreich und vielfältig, man sollte es nicht für möglich halten … aber schön, wenn ich für möglichst viele was leseswertes gefunden habe 🙂

      eine schöne sommerzeit und

      beste grüsse

      gudrun

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