Kreative Artikel zum Thema Nähen

Midi-Rock ruckzuck selber nähen

Immer wieder kommt der Midi-Rock. Gerade ist er wieder hochaktuell. Bereits in den 70er- und 80er-Jahren, aber auch in den 50er-Jahren war der Midi Rock full on vogue. In den 50er-Jahren war ein ganzer Tellerrock, so nannte man diese damals, etwas ganz Besonderes, da der Rock viel Stoff braucht.

Heutzutage ist den meisten Damen ein ganzer Tellerrock zu schwer. Die etwas abgespeckte Variante ist ein halber Tellerrock. Dieser schwingt wunderbar. Ich habe meinen Rock im Fadenlauf schräg zugeschnitten, da schräg zugeschnittene Röcke immer wunderschön fallen. Bei diesem Rock ist der Zuschnitt aufwendiger, das Nähen ist dann ein Kinderspiel.

Als Stoff habe ich einen Jeansstoff aus dem Stoffhaus in Stockach verwendet. Immer die erste Wahl, wenn ich etwas brauche. Ich liebe die wuselige Atmosphäre in Stoffläden. Dort stöbere ich die einzelnen Regale durch, und oft kommen mir neue Ideen beim Entdecken der einzelnen Stoffe. So auch bei diesem leicht strukturierten Jeansstoff, der regelrecht nach einem Tellerrock gerufen hat.

Als Schnitt habe ich einen vorhandenen Rock verwendet. Gerade bei Röcken lässt sich der Schnitt eines vorhandenen Lieblingsstücks gut übertragen.

Im Anschluss habe ich einen schrägen Fadenlauf in mein Schnittmuster gezeichnet, indem ich ein Lineal mit 45 Grad Winkel verwendet habe.

Das Lineal an die Bruchkante anlegen und die 45-Grad-Winkel markieren. Anschließend diese Markierung statt der Bruchkante für den Fadenlauf verwenden.

Als ich noch Modedesign studierte, habe ich einmal auf einem Flohmarkt dieses alte Schnittheft aus den 50er-Jahren entdeckt. Dort wird sehr praxisnah erklärt, wie Schnittmuster erstellt werden. Unter anderem auch, wie man ein Schnittmuster für einen halben Tellerrock erstellen kann. Dieser ist, wie auf den Bild zu sehen, einfach aus Streifen zusammengesetzt.

Nun kann der Stoff zugeschnitten werden. Kleiner Tipp: Ich habe ein Hohlkreuz und deshalb ist das Rückteil oben am Bund 1 cm kürzer. Die 1 cm bei der Seitennaht einhalten. Gerade bei so einer langen Strecke ist das kein Problem.

Zuerst die Seitennähte und den Bund versäubern. Im Anschluss die Seitennähte zusammennähen und die Nähte auseinander bügeln.

Als Bund habe ich ein breites Gummiband verwendet. Diese gibt es inzwischen in einer großen Auswahl an Farben. Es ist einerseits ruckzuck genäht und andererseits beim Tragen sehr angenehm. Zuerst nähe ich den Gummizug entsprechend meiner Taille zusammen.

Zusätzlich nähe ich die Nahtzugabe ab, damit der Gummizug nicht ausfransen kann.

Damit dieser gleichmäßig an den Rock genäht werden kann, teile ich Ihn in vier gleich große Teile auf. Gleiches mache ich mit dem Rock und fixiere mir diese Punkte mit Hilfe von Stecknadeln fest. Im Anschluss nähe ich unter Spannung mit einem Zickzackstich das Gummiband Stück für Stück am Rock fest.

 Zum Schluss noch den Saum nähen. Gerade bei Tellerröcken oder anderen weit schwingenden Röcken ist der Rollsaum ideal. Dazu verwende ich meine BERNINA Overlock L 460. Mit Hilfe des Einstellblattes stelle ich mir die Overlock entsprechend ein. Als Stich verwende ich die Nr. 8, den 3-Faden-Rollsaum.

Die Fäden der Farbe des Rockes entsprechend anpassen.

Zum Schluss die Enden mit Hilfe einer Nadeln im Saum fixieren. Fertig ist der Tellerrock.

Schwierigkeitsgrad: Anfänger
Zeitaufwand: einen Abend
Verwendete Materialien: Jeans, Jeansstoff
Verwendete Produkte:
BERNINA 750 QE
BERNINA 750 QE
BERNINA L 460
BERNINA L 460

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Kommentare zu diesem Artikel

2 Responses

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  • Monika Werder

    Wow!!!!, dein Rock ist einfach nur genial, hast du dafür ein Schnittmuster??? oder kann ich mir das auch anhand deiner wunderbaren Beschreibung abschauen???

    liebe Grüße

    Monika

    • Stephanie Friedrich Friedrich

      Liebe Monika,

       

      Schnittmuster habe ich keins. Darum habe ich es auch so ausführlich erklärt, hoffe Du kommst zurecht:-)

      Herzlichst

      Stephanie

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