Kreative Artikel zum Thema Quilten

Ausstellungstipps Oktober 2019

Painting with Cloth
Cas Holmes

Schon im Oktober 2018 brachte Cas Holmes, eine der bekanntesten britischen Textilkünstlerinnen, ihr viertes Buch ‘Textile Landscape’ heraus und macht seither damit Furore. Eine Reihe von Kursen und Ausstellungen schloss sich an, die nächste Ausstellung findet nun ab dem 5. Oktober 2019 in der Queen Street Gallery in Neath (Wales) unter dem Untertitel des Buches ‘Painting with Cloth’ statt.

Cas Holmes: Textile Landscape, Detail vom Buchcover
Foto freundlicherweise von der Künstlerin zur Verfügung gestellt

Sowohl im Buch als auch in der Ausstellung geht um die Verbindung zwischen Landschaft, Menschen und Ort. Cas Holmes arbeitet auf ihre eigene – unkonventionelle – Weise: Sie kombiniert gern gefundene Materialien, Stoffe, Farben und Stiche und in diesem Fall auf eine malerisch wirkende Weise. Sie lässt sich von der Welt inspirieren; sie stellt sich den Herausforderungen des Unvorhergesehenen und Unerwarteten – und führt dies zum Erfolg.

Arbeit von Cas Holmes, Detail
Foto freundlicherweise von der Künstlerin zur Verfügung gestellt

Die gezeigten Arbeiten orientieren sich sowohl an den Materialien, mit denen sie arbeitet, als auch an ihrer Verbindung zu ihren Vorstellungen von Landschaft und Natur. Cas ist fasziniert von Gegenständen, die eine Story zu erzählen haben, von abgelegten Blättern und Kleidungsstücken, handbeschriebenen Papieren und der Geschichte, wie wir mit ihnen umgehen und wie vertraut sie in unserem eigenen Leben sind.

Zu meinem Buchtipp geht es hier und hier.

Info:

5. Oktober – 2. November 2019

Painting with Cloth
Cas Holmes

Queen Street Gallery
33 Queen Street
Neath, SA11 1DL
UK

www.queenstreetgalleryneath.co.uk

Meet the Artist Evening:
Sa, 12. Oktober 2019, 18 Uhr

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Gute Wünsche in Seide: Kinderkimonos der Sammlung Nakano

Die ausgestellte Sammlung von Kinderkimonos beruht auf der Sammelleidenschaft der Japanerin, Frau Kazuko Nakano (geb. 1935), die in Yamagata, Nordjapan lebt. Sie hat eine unerschöpfliche Fülle an nahezu tausend Kimonos zusammengetragen, die Einblicke in die farben- und symbolträchtige Kunst der Kimonogestaltung aus der Edo-Zeit (1603-1868) bis in die Gegenwart gewähren.

Nach Ausstellungen in Japan, Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz und Österreich können die Kinderkimonos nun erstmals in Deutschland in der Heidelberger Textilsammlung Max Berk präsentiert werden. Neben einer weiteren Ausstellung in Deutschland werden die prächtigen Exponate auch in Ungarn und Polen zu sehen sein. Das Augenmerk wird hierbei auf glücksbringende Motive und unterschiedliche Textilien gelegt.

Mädchen-Kimono aus 197 Stoffstücken
Foto: Unger Tamás, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

In der japanischen Kinderbekleidung des Kimonos spielen Motive eine aussergewöhnliche Rolle, da in ihnen Zukunftserwartungen der Eltern für ihre Kinder eingeschrieben sind. Durch Bemalen, Aufdrucken, Einweben und Einfärben erscheinen die elterlichen Wünsche und Glückserwartungen in besonders dekorativen Gestaltungselementen und sind über bezaubernde Kunstwerke hinaus als nonverbale Botschaften zu verstehen, die zum Beispiel ein langes Leben oder eine glückliche Ehe den Kindern verheissen sollen. So stehen Pflanzen- und Tiermotive nicht allein für eine Naturverbundenheit des japanischen Volkes, sondern stellen oft in Kombination mit Gegenständen für uns als Nichteingeweihte geheime Botschaften dar, die es zu entschlüsseln gilt.

Jungen-Kimono mit Szene aus Kriegsepos
Foto: Unger Tamás, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Mädchen- und Jungenkleidung ähnelten sich bis Ende der Edo-Zeit im Allgemeinen sehr, da man ähnliche Motive verwendete, die einerseits der Jahreszeit angepasst waren, andererseits auf dieselben elterlichen Wunschvorstellungen auf ein gesundes Wachstum, langes Leben und Glück zurückzuführen sind. Erst später kamen ‘modische’ Elemente hinzu, die Mädchen- und Jungenkleidung leichter differenzierbar machten. Auch gibt es Unheil abwehrende Stickerelen, die man aus Aberglaube noch bis heute auf der Rückseite von Kinderkimonos findet.

Mädchen-Kimono mit Kranich
Foto: Unger Tamás, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Diese Ausstellung zeigt neben Kimonos aus verschiedenen Seidenarten auch Kimonos aus Baumwolle, Wolle sowie verschiedenen pflanzlichen Fasern, die auf unterschiedliche Weise gewebt und geschmückt wurden. Leichte Sommerkimonos, gefütterte Winterkimonos sowie mehrschichtige Kleidung geben Zeugnis eines sehr variationsreichen Kleidungsstückes.

Der die von Frau Csilla Schmitt kuratierte Ausstellung begleitende Katalog ‘Gute Wünsche in Seide’ bietet den interessierten Besucher*innen tiefere Einblicke in die wunderbare Welt der Kinderkimonos.

Das interessante Rahmenprogramm ist auf der Website zu finden.

Info:

27. Oktober 2019 – 12. Januar 2020

Gute Wünsche in Seide: Kinderkimonos der Sammlung Nakano

Textilsammlung Max Berk
Brahmsstrasse 8
69118 Heidelberg-Ziegelhausen
Deutschland

www.museum-heidelberg.de

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The Knitting & Stitching Show

Ein Muss für alle, die Nadel und Faden sowie Kunsthandwerk lieben, ist in Grossbritannien und Irland die ‘Knitting & Stitching Show’ mit einem breiten Angebot: Zubehör, Workshops und Textilkunst-Ausstellungen von traditionell bis aktuell, ab Oktober bis Ende November nacheinander in London, Dublin und Harrogate. Ein Blick auf die Website des Veranstalters – es ist übrigens der gleiche wie beim Festival of Quilts – lohnt sich.

Logo

Im Oktober geht es in London mit der Flagship-Show los: Wie immer im Ally Pally. Besonders interessant dürften die angekündigten Ausstellungen werden, es sind über 20! Von der Royal School of Needlework über die Gewinnerquilts vom Festival of Quilts bis hin zur Präsentation verschiedener Einzelkünstler und Gruppen. Hier steht nicht nur eine Technik im Mittelpunkt, sondern es geht um eine Vielzahl, vom Nähen über Sticken und Stricken bis zu aussergewöhnlichen Experimenten. Ich habe mir drei angekündigte Ausstellungen etwas näher angesehen:

CQ London, eine Untergruppe der Quilters’ Guild of the British Isles, trifft sich seit 2017 regelmässig. Es ist eine vielseitige Gruppe, deren Mitglieder eine breite Palette von Fähigkeiten und Interessen besitzen und die sich gegenseitig unterstützen und inspirieren.

Lucy Poloniecka: MonteVetro
Foto freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Man zeigt die erste Ausstellung bei der Knitting & Stitching Show und hat sich dafür auf zwei Themen geeinigt: Das erste Thema lautet ‘London’ und die Quilts spiegeln die Energie, Vielfalt und Lebendigkeit der Stadt wider.

Jill Holden: Stones and Scribbles
Foto freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Die zweite Quilt-Kollektion wurde von Notan inspiriert, einer …

Nicqui Willis: Fearful Symmetry
Foto freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

… japanischen Designtechnik, die positive und negative Formen in einer harmonischen Balance von Licht und Dunkelheit zeigt.

Rachel Snee: Notan Wave
Foto freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

In einem Gruppenworkshop untersuchten die Mitglieder die Notan-Technik, indem sie zuerst Papier und dann Stoff verwendeten. Dabei wurden beeindruckende Ergebnisse erzielt, die die Kraft von Schwarz und Weiss demonstrieren.

Die 14 Quilts, die in den verschiedenen Wettbewerbs-Kategorien beim diesjährigen Festival of Quilts die ersten Plätze belegten, werden in einer eigenen Ausstellung gezeigt.

Betty Busby: Vertex
Winner Art Quilts
Foto freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Ich habe mich hier auf die Sieger in den Kategorien Art Quilts, Pictorial, Traditional und Contemporary Quilts beschränkt.

Juana Castaneda Romera: De Oriente a occidente la mas
Winner Pictorial Quilts
Foto freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

 


Gwenfai Rees Griffiths: Pennsylvania
Winner Traditional Quilts
Foto freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

 

Claudia Pfeil: Fractal
Winner Contemporary Quilts
Foto freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Und natürlich ist hier auch noch die Kategorie ‘The Vlieseline Fine Art Textiles Award’ zu nennen, früher bekannt unter ‘Fine Art Quilt Masters’, nach wie vor eine internationale und jurierte Ausstellung, die allen Amateur- und Profiquilter*innen offensteht.

Ann Goddard: On the Brink
Winner Fine Art Textiles Award
Foto freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

 

Marilyn Rathbone: Self-avoiding Walk, Detail
Runner Up (2. Platz) Fine Art Textiles Award
Foto freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Alle Sieger-Quilts findet man übrigens auf der Website des Festival of Quilts (unter dem Button ‘Quilt Competition’ >>> ‘Winning Quilts 2019’).

‘Rebirth or The Body Garden’ nennt die französische Textilkünstlerin Karine Jollet ihr Installationsprojekt, das aus weichen weissen textilen Skulpturen oder Teilen davon besteht, die in einen Raum gesetzt werden, der als Zen-Garten betrachtet wird.

Karine Jollet: Fünfjähriges Kind, Detail
Foto freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Ein Zen-Garten ist ein kontemplativer Raum, den wir mit unserem Verstand betreten. Der Garten ist als eine Metapher der Existenz, der Ort, an dem die Zyklen der Natur, Tod und Wiedergeburt, im ursprünglichen Mysterium der Entstehung und Entfaltung des Lebens stattfinden, zu verstehen.

Karine Jollet: Segnende Hand
Foto freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Die Skulpturen bestehen aus Stoff und Polyesterfasern wie Kissen, die Struktur wird von Draht getragen, aber es sind die Stoffdichten, die alles zusammenhalten. Textile sculpture at its purest!

Info:

10. – 13. Oktober 2019

The Knitting & Stitching Show

Alexandra Palace
Alexandra Palace Way
Wood Green
London, N22 7AY
UK

www.theknittingandstitchingshow.com

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History in Fashion. 1500 Jahre Stickerei in Mode

Das GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig präsentiert ab 21. November 2019 in der Ausstellung ‘History in Fashion. 1500 Jahre Stickerei in Mode’ die Vielfalt der Handwerkstechnik Stickerei. Gezeigt werden rund 150 Objekte aus den eigenen Sammlungen, darunter eine Vielzahl von Textilien, die noch nie der Öffentlichkeit zugänglich waren. Angefangen mit faszinierenden Arbeiten aus koptischer Zeit und Mittelalter, über reiche Stickereien des Barock, Arbeiten des 19. Jahrhunderts bis zu Neuerwerbungen von den hauseigenen Grassimessen im 20. und 21. Jahrhundert sowie innovativen Werken von Textilkünstler*innen und jungen Talenten bietet sie nicht nur einen Streifzug durch die Geschichte der Kleidermode.

Stiefel ‘Flora’s Present’
Italien, Deutschland 2017
Stickerei in Seide auf textile Oberfläche
Inv. Nr. 2017.832a,b
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Stickerei erfüllte immer das Bedürfnis, Individualität und Bedeutung in Kleidung ‘einzuschreiben’. Als Kontrast zu Fast-Fashion und Massenproduktion erlebt diese jahrhundertealte Technik der individuellen und detailverliebten Verzierung ein Comeback. Die in insgesamt sechs Themeninseln gegliederte Ausstellung stellt die Bedeutung von Stickerei in der Mode dar und verspricht, sehr spannend zu werden.

Katalog erhältlich.

Info:

21. November 2019 – 29. März 2020

History in Fashion
1500 Jahre Stickerei in Mode

GRASSI Museum für Angewandte Kunst
Johannisplatz 5 – 11
04103 Leipzig
Deutschland

www.grassimuseum.de

Eröffnung:
Mi, 20. November 2019, 19 Uhr

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3ème Biennale des Arts Textiles Contemporains

Vom 11. – 20. Oktober 2019 ist der Ort Avenges im Schweizer Kanton Waadt wieder Schauplatz für zeitgenössische Textilkunst. ‘Eloge du fil’ organisierte eine Neuauflage der Veranstaltung ‘Biennale zeitgenössischer Textilkunst’ mit Werken international anerkannter Künstler*innen, wie beispielsweise Judith Mundwiler und Gabi Mett, die mir dankenswerterweise Fotos von einigen ihrer Arbeiten für diesen Bericht zur Verfügung gestellt haben.

Flyer

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Quilting, Weben, Klöppeln, Sticken, Häkeln oder Stricken.

Flyer

Maryline Collioud-Robert, Judith Mundwiler, Gabi Mett, Isabelle Wiessler, Cécile Ahn, Mary Radmann, Odile Texier, Christa Lienhard, Catherine Lambert und die Klöpplerinnen ‘Dentelières suisses’ – klingende Namen aus der Schweiz, Deutschland, Belgien und Frankreich – stellen ihre Kreationen an sechs im historischen Zentrum von Avenches verteilten Ausstellungsorten aus.

Gabi Mett: Neon 1
Foto freundlicherweise von der Künstlerin zur Verfügung gestellt

In der Welt der Textilien spricht man gerne von der ‘Intelligenz der Hand’. Die Werke der Aussteller*innen der Biennale 2019 bringen diese Intelligenz, die sich vom ursprünglich nützlichen Handwerk im Laufe der Zeit zu einer schönen Brücke zwischen zeitgenössischer Kunst und Textilkunst entwickelt hat, gekonnt zum Ausdruck. So wird der Weg zur Anerkennung des Materials geebnet und auch zu dem, was damit ausgedrückt werden kann. Die ‘Dessous d’Eloges du Fil’, Lingerie-Kreationen, die von ‘Fadenpassionnierten’ aus der Broyeregion sowie umliegender Städte und Kantone gestrickt und gehäkelt wurden, schmücken die Hauptstrasse von Avenches.

Arbeit von Judith Mundwiler
Foto freundlicherweise von der Künstlerin zur Verfügung gestellt

Das genaue Programm und Informationen zu den Workshops findet man auf der Website.

Info:

11. – 20. Oktober 2019

3ème Biennale des Arts Textiles Contemporains / 3. Biennale Zeitgenössischer Textilkunst

Historisches Zentrum von Avenches
1580 Avenches
Schweiz

www.elogedufil.ch

Öffnungszeiten:
Täglich: 11 – 18 Uhr

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Bauhaus-Stoffe als Inspiration – Vom Muster zur Kollektion

Das vor 100 Jahren gegründete Bauhaus setzte entscheidende Impulse für die Entwicklung und Professionalisierung des Textildesigns. Die Weberei war die am längsten existierende und erfolgreichste Bauhaus-Werkstatt. Gunta Stölzl (1897–1983), die am Bauhaus in Weimar studierte und von 1927 bis 1931 als erste Meisterin die Webereiwerkstatt in Dessau leitete, hat eine umfangreiche Sammlung von Entwürfen, Zeichnungen und Arbeitsproben hinterlassen. Davon inspiriert haben Studierende der Universität Osnabrück, begleitet von der Textildesignerin Lucia Schwalenberg, eine exklusive Kollektion von Wolldecken geschaffen, die auf dem 100 Jahre alten Jacquardwebstuhl im Museum gewebt werden.

Bauhaus-Stoffe als Inspiration – Vom Muster zur Kollektion
Ausstellung bis Sonntag, 3.11.2019 im Tuchmacher Museum Bramsche
Foto: TMB, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Die Präsentation ‘Bauhaus-Stoffe als Inspiration – vom Muster zur Kollektion’ ist bis Sonntag, 3. November 2019 verlängert worden. Bis dahin kann noch der gesamte Prozess der Herstellung von Wolldecken – vom Entwurf, über die Bemusterung, die Patronenzeichnung und das Schlagen der Lochkarten bis zum-Weben – in der Kornmühle und im authentischen Maschinensaal des Museums mitverfolgt werden.

Die Präsentation war Teil der umfassenderen Ausstellung ‘Auf den zweiten Blick’, die am 8. September 2019 endete. Hier geht’s zu meinem ausführlichen Bericht.

Weitere Infomationen zu Gunta Stölzl findet man in den Ausstellungstipps August 2019 im Beitrag über die Ausstellung ‘Gunta Stölzl – 100 Jahre Bauhaus-Stoffe’ im Groninger Museum.

Dem Thema ‘Bauhaus’ werde ich demnächst noch eine Sonderausgabe der Ausstellungstipps widmen.

Info:

bis zum 3. November 2019

Bauhaus-Stoffe als Inspiration – Vom Muster zur Kollektion

Tuchmacher Museum Bramsche
Mühlenort 6
49565 Bramsche
Deutschland

www.tuchmachermuseum.de

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Alke Reeh – drehen und wenden

Am 20. September 2019 eröffnete die Galerie der Stadt Backnang eine Ausstellung mit Wand- und Bodenobjekten, Installationen und Plastiken der Düsseldorfer Künstlerin Alke Reeh, die auch an der Ausstellung ‘Ausbruch aus der Fläche – Das Origami-Prinzip in der Kunst’ (Marta Herford, 2018) beteiligt war – hier geht’s zu meinem damaligen Bericht.

Plakat
Abb. Copyright: Alke Reeh

Darüber hinaus sind auch einige, teilweise mit Materialien überarbeitete Fotografien zu sehen. Die Künstlerin verwendet in ihrer Arbeit häufig Textilien, aber auch Holz, Gips, Keramik, Metallstrukturen, (Spiegel-) Glas, Papier oder gemischte Materialien aus vorgefertigten Produkten.

Alke Reeh: Decke genäht, Detail, 2018
Copyright: Alke Reeh
Foto freundlicherweise von der Galerie zur Verfügung gestellt

Alke Reeh setzt sich intensiv mit der Materialität und den Grundformen von Objekten auseinander. Dabei stellt sie oft Formen über Faltungen her und schafft auf diese Weise aus Flächenzusammenhängen bestehende Konstruktionen, die sich facettenartig aufblättern.

Alke Reeh: o.T., 2016
Copyright: Alke Reeh
Foto freundlicherweise von der Galerie zur Verfügung gestellt

Ihre Arbeiten sind auf die Räumlichkeiten der Galerie bezogen installiert. Spielerisch-sinnlich, aber stets mit einem konzeptionellen Grundgerüst ausgestattet, löst sie das Material zugunsten der Form auf. Dabei schärft sie den Blick auf die Zusammenhänge von innen und aussen, erarbeitet und hinterfragt formale Muster und Prinzipien.

Alke Reeh: Zelte Innenansicht, Detail, 2016
Copyright: Alke Reeh
Foto freundlicherweise von der Galerie zur Verfügung gestellt

Oft werden Materialien gegen ihre gewohnte Verwendung eingesetzt und gegen den Strich gebürstet verwendet. Dabei klingen immer wieder auch formale Wechselwirkungen zwischen rein abstrakter und dekorativer Form an.

Alke Reeh: Flächen weiterdenken, 2019
Copyright: Alke Reeh
Foto freundlicherweise von der Galerie zur Verfügung gestellt

Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Publikation.

Info:

21. September – 10. November 2019

Alke Reeh – drehen und wenden

Galerie der Stadt Backnang
Petrus-Jacobi-Weg 1
71522 Backnang
Deutschland

www.galerie-der-stadt-backnang.de

Karte

Der Eintritt in die Ausstellung ist frei.

Öffnungszeiten:
Di – Fr: 17 – 19 Uhr
Sa / So: 14 – 19 Uhr

Individuelle Führungen für Gruppen oder Schulklassen sind auch ausserhalb der regulären Öffnungszeiten möglich. Ausserdem gibt es spezielle Aktionen für Kinder und Jugendliche.

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Kaiser und Sultan
Nachbarn in Europas Mitte 1600 – 1700

Das Badische Landesmuseum feiert im Jahr 2019 sein 100-jähriges Gründungsjubiläum. Zum Kernbestand des Hauses zählt die weltbekannte ‘Karlsruher Türkenbeute’ – eine Trophäensammlung der badischen Markgrafen aus den Türkenkriegen des 17. Jahrhunderts. Wie kaum eine andere Sammlung steht sie für die Geschichte Badens und beleuchtet gleichzeitig deren europäische Dimension.

Plakat
© Badisches Landesmuseum, Grafik: Danica Schlosser
Abb. Turbanhelm polnisch, Ende 17. Jh.
© laboratory Stock National Museum in Krakow

Erstmals widmet sich die Grosse Landesausstellung ‘Kaiser und Sultan’ den historischen und kulturellen Verflechtungen in Ostmittel- und Südosteuropa. Das im Herzen Europas gelegene und von den Osmanen Rumelien genannte Gebiet war im 17. Jahrhundert Schauplatz von Kriegen und Glaubenskonflikten. Im Spannungsfeld der Grossmächte wurden Ungarn, Siebenbürgen und die Balkanhalbinsel zu Transit- und Grenzräumen. Gerade dieser Korridor bildete sich auf dem europäischen Kontinent zu einem bislang kaum bekannten Tor des Wissenstransfers heraus.

Köchergarnitur siebenbürgisch, datiert 1627
© Badisches Landesmuseum
Foto: Goldschmidt, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Die Grosse Landesausstellung rückt die zivilisatorischen Neuerungen in den Mittelpunkt, die im Schatten von Machtpolitik und Glaubenskonflikten entstanden: Innovationen in Architektur, Kunst und Mode oder die Einführung neuer technischer Verfahren. Hochkarätige Exponate von osmanischen oder osmanisch beeinflussten Artefakten dokumentieren den gegenseitigen fruchtbaren Austausch.

Handpauke osmanisch, 17. Jh.
© Bayerisches Armeemuseum Ingolstadt
Foto: Christian Stoye, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Die gewählte Zeitspanne umfasst rund 100 Jahre vom ‘Langen Türkenkrieg’ (1593–1606) bis zum Ende des ‘Grossen Türkenkriegs’ (1683–1699). Mit seinen politischen, wirtschaftlichen und religiösen Kriegen, die breite Flucht- und Migrationsströme zur Folge hatten, ist das 17. Jahrhundert ein Spiegel unserer Zeit: Es bietet Anknüpfungspunkte zur gegenwärtigen Globalisierung mit ihren zunehmend interkulturellen Gesellschaften und hinterfragt gegenwärtige Stereotypen über den Islam und das vermeintlich Fremde.

Ringkragen Dresden, 1664
© Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Foto: Elke Estel, Hans-Peter Klut, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Die Ausstellung präsentiert rund 350 Exponate. Erstmals vereint sie in grossem Umfang die Sammlungen aus Karlsruhe mit der bedeutenden ‘Türckischen Cammer’ der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

Rossschweif osmanisch, 2. Hälfte 17. Jh.
© Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Foto: Elke Estel, Hans-Peter Klut, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Darüber hinaus werden Leihgaben aus anderen deutschen Städten sowie international aus Budapest, Krakau, Wien sowie aus Ptuj (Slowenien) präsentiert. Ein wissenschaftlicher Beirat mit Vertreterinnen und Vertretern von Universitäten und Museen aus Deutschland, Kroatien, Österreich, Polen und Ungarn begleitet das Projekt.

Katalog erhältlich.

Info:

19. Oktober 2019 – 19. April 2020

Kaiser und Sultan
Nachbarn in Europas Mitte 1600 – 1700

Badisches Landesmuseum
Schloss Karlsruhe
76131 Karlsruhe
Deutschland

www.landesmuseum.de

Öffnungszeiten:
Di – So, Feiertage: 10 – 18 Uhr

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Zeitkolorit – Mode und Chemie im Farbenrausch

Das Deutsche Textilmuseum Krefeld präsentiert derzeit – im Rahmen des Bauhausjahres – Damenmode der 1850er bis 1930er Jahre unter dem Aspekt der Farbigkeit.

Plakat

Aus dem Versuch Teer als Rohstoff zu nutzen, entstand 1856 der erste synthetische Farbstoff Mauvein, ein intensiv leuchtendes Violett, das seine Beliebtheit bis heute nicht eingebüsst hat. Diese Entdeckung setze einen wirtschaftlichen Boom in der deutschen chemischen Industrie in Gang, der zu ihrer Weltgeltung beitrug. In immer kürzeren Abständen wurden jetzt neue Textilfarben entwickelt und gleichzeitig die Modeindustrie angetrieben, immer schneller neue Trends zu setzen. Eine Entwicklung, die bis heute anhält.

Zu den Exponaten zählen neben Kleidung und Accessoires auch Fläschchen mit originalen Färbesubstanzen, Färbeproben, Musterbücher, Modejournale und Fotografien. Als Zeugnisse des gesellschaftlichen Lebens, der Politik und Wirtschaft vermitteln sie sowohl individuelle Ausdruckweisen als auch ein Stimmungsbild der Zeit.

Zur Ausstellung erscheint eine umfangreiche Begleitpublikation.

Info:

29. September 2019 – 29. März 2020

Zeitkolorit – Mode und Chemie im Farbenrausch

Deutsches Textilmuseum Krefeld
Andreasmarkt 8
47809 Krefeld
Deutschland

www.krefeld.de

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Lisa Reichmann – Fäden

Lisa Reichmann widmet sich dem Textilen, das als eines der ältesten Kulturgüter eine höchst komplexe Kombination von Material, Technik, Funktion und Ästhetik ist. Im Besonderen liegt der Fokus der Künstlerin auf der Stickerei, einem Medium, dem das Vorurteil des Traditionellen und Altmodischen anhaftet. Ihre Arbeiten, die zum Teil über mehrere Jahre hinweg entstanden, stellen sich diesen entgegen und berühren auf ihre ganz eigene Art.

Plakat
Abb. Lisa Reichmann: Hände I, Detail, 2015, Foto: Sascha Linke

Der Fund eines alten Familienfotos inspirierte die Künstlerin dazu, sich mit der Erinnerung an ihre Urgrossmutter künstlerisch auseinanderzusetzen. Vermischt mit Erzählungen der Eltern und Erinnerungen an Erinnerungen bringt ihr Gedächtnis wiederkehrend ein Bild der mit ruhiger und rhythmischer Geste stickenden Urgrossmutter hervor. Diese textile Technik wählt sie als Grundlage ihrer Arbeit. Reichmanns Herangehensweise zeigt dabei schon fast performative Züge – das Sticken dient als kontemplativer Akt, um untergegangene Erinnerungen an die Urgroßmutter aus den Tiefen des Gedächtnisses zu heben und sich ihrer Person durch die nachempfundene Geste anzunähern.

Lisa Reichmann: Hände III, Detail, 2016
Handstickerei, Baumwolle, 42 × 64 cm, 2016
Foto: Sascha Linke, freundlicherweise von der Galerie zur Verfügung gestellt

Erinnertes fixiert sie in Textform und Zeichnungen, um diese dann mit Nadel und Faden auf den Stoff zu übertragen. Alle in der Ausstellung gezeigten Arbeiten haben dies gemeinsam – sie sind von der Materialität, Stofflichkeit und Ästhetik des Textilen beeinflusst.

Lisa Reichmann und ihren Arbeiten begegneten wir hier im Blog schon mehrfach, z.B. in meinem Artikel über die Gruppenausstellung ‘fingerspitzengefühle’, der hier zu finden ist.

Info:

20. September – 2. November 2019

Lisa Reichmann – Fäden

kunstRaum22
Askanische Strasse 22
06842 Dessau
Deutschland

www.anhaltischer-kunstverein.de

Öffnungszeiten:
Di – Sa: 14 – 17 Uhr

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GRASSIMESSE

Die GRASSIMESSE, die in der Tradition der 1920 begründeten und als ‘Treffpunkt der Moderne’ berühmt gewordenen historischen Grassimessen steht, ist ein internationaler Treffpunkt für Designinteressierte und Liebhaber schöner Dinge. Sie ist Kunstausstellung und Verkaufsmesse in einem. Zeitgenössische Künstler, Kunsthandwerker und Designer können entdeckt sowie alle Kunstobjekte und Produkte auch gekauft werden.

Bettina Kletzsch: Gürteltaschen, 2019
DDR Zeltplanen, genäht; je H 15,0/ B 38,0/ T 10,0 cm
Foto: Bettina Kletzsch, freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Die internationalen Aussteller bieten Unikate, Kleinserien und beispielhafte Industrieerzeugnisse u.a. aus den Bereichen Textil, Mode, Schmuck, Keramik, Glas, Möbel, Metall, Leder, Papier und Spielzeug an. Jedes Jahr wählt eine Fachjury nach hohen qualitativen Standards die Aussteller aus. Den Besuchern bietet sich an diesen drei Tagen ein vielfältiges Angebot vom freien Kunstobjekt bis hin zum alltagstauglichen Gebrauchsgeschirr.

Gabi Veit: Löffel ‘spericolata’, 2018/19
Messing, Holz, Schnitzen, Sammeln, Kleben und verlorener Wachsguss / Schnitzen, Sammeln, Kleben; L 22,0/ B 7,00/ T 6,00 cm und L 23,0/ B 7,0/ T 6,0 cm
Foto: Federico Cavicchioli, freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Die GRASSIMESSE reflektiert damit die Ideenwelt und Vielfalt der aktuellen angewandten Kunst und des Designs. Sie befördert künstlerische Entwicklungen und schärft das Bewusstsein für gestalterische Qualität.

Guido Zimmermann: Kuckuksuhr ‘Hamburg-Kirchdorf Süd’, 2019
Holz; MDF; H 75,0/B 26,0 / 17,0 cm
Foto: Guido Zimmermann, freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Jedes Jahr werden die rund 70 internationalen Aussteller ergänzt um besondere Höhepunkte: WERT/VOLL – Schmuck als Kunst der Nachhaltigkeit; Gastland China wird sich unter anderem mit modernem Seladonporzellan präsentieren und auch als Plattform für den Nachwuchs. Jedes Jahr wird Studierenden die Möglichkeit gegeben, ihre Produkte zu präsentieren.

Info:

25. – 27. Oktober 2019:

GRASSIMESSE

GRASSI Museum für Angewandte Kunst
Johannisplatz 5 – 11
04103 Leipzig
Deutschland

www.grassimuseum.de
www.grassimesse.de

Öffnungszeiten:
Do, 19 Uhr: Eröffnung und Preisverleihung
Do, 20 Uhr: Warm-up und Get-together mit den Ausstellern
Fr, Sa: 10 – 19 Uhr
So: 10 – 18 Uhr

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Die Welt neu geordnet – Schmuck aus der Zeit Napoleons

Napoleon Bonaparte veränderte die europäische Staaten-Landschaft grundlegend. Mit ihm änderte sich in kürzester Zeit die politische Landkarte Europas tiefgreifend und nachhaltig. 2019 jährt sich sein Geburtstag: 250 Jahre sind seit der Geburt des Feldherrn, Politikers und Kaisers der Franzosen vergangen. Ebenso wie Alexander von Humboldt, der die Sicht auf die Natur revolutionierte und modern-interdisziplinäre wissenschaftliche Blickweisen entwickelte, hat auch Napoleon die heutige Welt entscheidend geprägt.

‘Napoleons Gestalt und seine Weitsicht faszinieren noch immer. Sein Code civil – seinerzeit Code Napoléon – schrieb die in der Französischen Revolution deklarierte Gleichstellung aller Menschen – zumindest für die Männer – fest, und weder Adel noch Klerus wurden nur aufgrund ihres Standes länger bevorzugt’, erläutert Cornelie Holzach, Leiterin des Schmuckmuseums Pforzheim.

Das Schmuckmuseum rückt im Jahr 2019 zwei zukunftsorientierte Persönlichkeiten in den Fokus. Nach der Humboldt-Schau ‘Offene Horizonte – Schätze zu Humboldts Reisewegen’ widmet es sich vom 19. Oktober 2019 – 1. März 2020 mit ‘Die Welt neu geordnet – Schätze aus der Zeit Napoleons’ dem Wirken Napoleons und dem Schmuck sowie der Mode seiner Epoche, die sich entscheidend änderten. Etwa 150 Exponate werden zu bestaunen sein, darunter auch Arbeiten von Chaumet, dem Hofjuwelier Napoleons. Zahlreiche Bilder zeigen, wie Napoleon sich inszenierte und darstellen liess, und veranschaulichen im Zusammenspiel mitDokumenten, Gebrauchs- und Luxusgegenständen die damalige Zeit.

Plakat

Der Schmuck zu Zeiten Napoleons war ganz anders als vor der Französischen Revolution: schlichter in der Anmutung, aber nicht weniger wertvoll, eher sogar noch wertvoller. Die formale Sprache ähnelte dem Biedermeier: Im Gegensatz zum üppigen Barock-Schmuck war er zart und sehr delikat ausgearbeitet, teils vergoldet oder mit Gemmen oder Lorbeerblättern verziert. Diademe und repräsentativer Halsschmuck aus dieser Zeit erwarten die Besucher. Auch ein goldenes Tafelservice wird zu sehen sein, ebenso wie ein für damalige Zeiten typischer Gürtel mit Malachit und Gemmen, der im Rücken mit Seidenbändern zusammengenommen wurde und so die weich fliessenden, unter der Brust zusammengefassten Gewänder hielt.

Halsschmuck
Gold, Perlen, Rubine
Verm. deutsch, um 1820
Angeblich aus dem Besitz von Marie Louise, der zweiten Gemahlin Napoleons
© Schmuckmuseum Pforzheim, [Inv. Nr. 1967-19 | MF 48]
Foto: Petra Jaschke, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

‘Wir zeigen auch Mode-Stiche und Modezeitschriften, um den Zusammenhang zwischen Schmuck, Mode und Politik zu verdeutlichen. Die Kleidung des Ancien Régime, bestehend aus Kniehosen und Perücken, Schnürmiedern und Reifröcken, geriet durch den Politikwechsel gänzlich aus der Mode und war nicht mehr tragbar. Mit dem Directoire entstand ab 1795 wieder eine eigenständige, antikisierende Pariser Mode: Nun wurden kurzärmlige Kleider mit hoher Taille getragen,deren Schnitte und Formen neue Typen von Schmuckstücken erforderten. Napoleon war ein Freund von Kameen und Gemmen im Stil der klassischen Antike, die, neben dem imperialen Anspruch, besonders schön die Vielschichtigkeit der Steine zum Vorschein brachten’, sagt Co-Kuratorin Martina Eberspächer. Auf Stoffen tauchte damals häufig die Biene auf, die in gewisser Weise eine Abkehr von der royalistischen Lilie symbolisierte.

Modestich für den revolutionären Habitus
Costume Parisien
Vermutlich 1799
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Eine weitere Facette ist Berliner Eisenschmuck: In der Zeit der Befreiungskriege 1813 – 15 wurden die Damen aufgefordert, ihren Schmuck aus Edelmetallen abzugeben und ihn gegen Eisenschmuck einzutauschen. Getreu dem Motto ‘Gold gab ich für Eisen’ sahen sie sich als Patriotinnen zur Rettung des Vaterlandes. ‘Hier lassen sich sehr schön die Zusammenhänge zwischen Kunsthandwerk und Politik aufzeigen, das finde ich besonders spannend an dieser Ausstellung’, meint Martina Eberspächer und ergänzt: ‘Wir geben einen Überblick über die napoleonische Zeit, die in einer relativ kurzen Zeitspanne von 15 Jahren wesentliche gesellschaftliche Veränderungen bewirkte und in diesen Jahren von grosser Dramatik auch hervorragendes Kunsthandwerk hervorbrachte. Die Napoleonische Zeit hatte gerade auch in Baden-Württemberg, dessen Vorläuferstaaten damals ihre Konturen erhielten, weitreichende Folgen.’

Joséphine im Krönungsornat
Baron François Gérard, 1807/08
Öl auf Leinwand
Musée National du Château de Fontainebleau
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

1769 in der korsischen Hauptstadt Ajaccio geboren, stammte Napoleone Buonaparte aus einer italienischen Familie, die dem niederen Adel angehörte. Er hatte sieben Geschwister. Dank eines Stipendiums für verarmte Adlige kam er auf eine Militärschule, wo seine strategischen Stärken und sein Machtwille schnell zu einer steilen Karriere führten. Napoleon wusste seine Erfolge auf den Schlachtfeldern in politische Macht umzumünzen und stieg durch die Heirat mit der adeligen und in der Pariser Hautevolée bestens vernetzten Joséphine de Beauharnais auch gesellschaftlich auf.

1799 stürzte Napoleon die Revolutionsregierung und wurde Erster Konsul. 1804 veröffentlichte er den Code Civil als das erste bürgerliche Gesetzbuch Frankreichs, das bald auch in zahlreichen weiteren Staaten galt. Zentrale Freiheitsgedanken der Revolution brachte Napoleon damit in eine bis heute gültige Gesetzesform. Im selben Jahr ernannte er sich selbst zum Kaiser und begann seine Expansionskriege. 1809 liess er sich von Joséphine scheiden, weil die Ehe kinderlos blieb und heiratete die österreichische Kaisertochter Marie Louise, mit der er seinen einzig legitimen Sohn Napoleon II. zeugte.

1812 wurde der Russland-Feldzug zum Desaster und Napoleon verlor ein Jahr später die Völkerschlacht bei Leipzig. Vom Exil auf Elba gelang ihm die Flucht, doch bei Waterloo wurde er vernichtend geschlagen und auf die englische Insel St. Helena verbannt, wo er 1821 starb. Heinrich Heine schrieb: ‘Napoleon ist nicht von dem Holz, woraus man Könige schnitzt – er ist von jenem Marmor, woraus man Götter macht.’

Info:

19. Oktober 2019 – 1. März 2020

Die Welt neu geordnet – Schmuck aus der Zeit Napoleons

Schmuckmuseum Pforzheim
Im Reuchlinhaus
Jahnstrasse 42
75173 Pforzheim
Deutschland

www.schmuckmuseum.de

Flyer

Eröffnung:
Fr, 18. Oktober 2019, 19 Uhr

***

13. Ortenauer Textiltage 2019

Hochwertige Textilkunst und feine Handarbeiten in einer sehr grossen Vielfalt, die ganze Welt der Fasern, der Garne und Stoffe werden hier greifbar. Mehr als 50 Aussteller präsentieren Objekte und Produkte, bekannte und unbekannte, alte und neue textile Techniken werden in der Ausstellung gezeigt.

Flyer – 13. Ortenauer Textiltage 2019

Sonderausstellungen:

COWandMore – Stickprojekt Deutsch-Afghanische Initiative Freiburg
ARTQuilts und Textilkunst von Luitgard Möschle
Biblische Erzählfiguren von Eva Hamm-Bartberger
Mustertücher und Werkproben aus dem Handarbeitsunterricht unserer Mütter und Grossmütter, präsentiert vom Verein für Heimatgeschichte Diersheim e.V.

Info:

19. – 20. Oktober 2019

13. Ortenauer Textiltage 2019

Stadthalle Freistett
Maiwaldstrasse 32
77866 Rheinau – Freistett

www.schwarzwaelder-spinnstube.de

Flyer

Öffnungszeiten:
Sa / So: 10 – 18 Uhr

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Reine Formsache
Ute und Bernd-Dieter Baunach
Textiles und Keramik

Vom 30. September – 15. November 2019 zeigt die Galerie BW in Bad Bellingen die Ausstellung ‘Reine Formsache’ von Ute und Bernd-Dieter Baunach aus Steinbach im Taunus.

Plakat

Die Textilkünstlerin Ute Baunach zeigt Bilder aus nicht versponnener Seide, aber auch Arbeiten in ihrer unverwechselbaren Streifentechnik.

Der Keramikkünstler Bernd-Dieter Baunach verschliesst dieses Mal seine Vasen. Hier welken keine Blumen still vor sich hin, hier strahlen die Blumen zu jeder Jahreszeit. Bernd-Dieter Baunach kann aber auch das Spiel mit den Worten nicht lassen, was sich in seinen Fischobjekten widerspiegelt.

Info:

30. September – 15. November 2019

Reine Formsache
Ute und Bernd-Dieter Baunach
Textiles und Keramik

Galerie BW
Barbara Wartenberg
Rheinstrasse 15
79415 Bad Bellingen
Deutschland

www.galerie-bw.de

Vernissage:
So, 29. September 2019, 11 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Mo, Di, Do, Fr: 15 – 18 Uhr u.n.V.

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Papierkunst von Käthy Borer-Gut

Käthy Borer-Gut zeigt ihre Papierkunst ab dem 29. September 2019 in der Galerie Sonderwunsch in Baden (Schweiz).

Käthy Borer-Gut: Papierobjekt
Foto freundlicherweise von der Künstlerin zur Verfügung gestellt

In ihrem Atelier in Frick lagern verschiedenste Papiere, die auf ein neues Leben warten. Hier hat die Künstlerin, die sich beim Arbeiten oft von Stimmungen leiten lässt, einen Blick ins Weite. Hier verspinnt sie Papier zu Fäden, die sie anschliessend verwebt.

Käthy Borer-Gut: Papierobjekt
Foto freundlicherweise von der Künstlerin zur Verfügung gestellt

Das gewobene Papierobjekt ist die Grundlage ihres Schaffens. Ein eigenständiges Objekt mit einer sehr persönlichen Handschrift – ihr Markenzeichen.

Info:

29. September – 12. Oktober 2019

Papierkunst von Käthy Borer-Gut

Galerie Sonderwunsch
Haus zum Igel und zum Schwarzen Mann
Obere Gasse 23 + 27
5400 Baden
Schweiz

www.sonderwunsch.ch

Vernissage:
So, 29. September 2019, 14 – 18 Uhr

Öffnungszeiten:
Di: 14 – 17 Uhr u.n.V.

Käthy Borer-Gut wird auch am Sa, 12. Oktober 2019, von 14 – 17 Uhr in der Galerie anwesend sein.

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20 x Glas aus Gernheim und mehr

Seit 20 Jahren ist die Glashütte Gernheim ein Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Zum Jubiläum eröffnete das LWL-Industriemuseum Ende 2018 eine Ausstellung mit Objekten, die im Gernheimer Glasturm entstanden sind oder die Konzeption des Hauses reflektieren.

Jaakko Liikanen: Vasenobjekte, 2016
Foto: LWL/Hübbe, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Das Spektrum reicht von internationalem Design über die frühe Studioglasbewegung – die Glas erstmals zum Material künstlerischen Ausdrucks erhob – bis hin zu Kunst und Design der Gegenwart. Jetzt wurde die Schau deutlich erweitert und ist unter dem Titel ’20 x Glas aus Gernheim und mehr’ bis Januar 2020 in Petershagen zu sehen.

Rasit Rejwan: Marks of Society, 2016
Foto: LWL/Hübbe, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Info:

21. Oktober 2018 – 6. Januar 2020

20 x Glas aus Gernheim und mehr

LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim
Gernheim 12
32469 Petershagen
Deutschland

www.lwl.org

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Ist das Mode oder kann das weg!?
40 Jahre VOGUE Deutschland

‘Ist das Mode oder kann das weg!?’ lautet der Titel der Ausstellung, die anlässlich des 40. Geburtstags der deutschen VOGUE die Geschichte eines der einflussreichsten Modemagazine der Welt erzählt. VOGUE wurde 1892 in den USA gegründet, eine deutsche Ausgabe erschien erstmals vom April 1928 bis Oktober 1929 mit Verlagssitz in Berlin. Seit August 1979 wird die deutsche VOGUE monatlich am heutigen Verlagsstandort München herausgegeben.

VOGUE Deutschland, 2003
Foto: Ruven Afanador, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Seit vier Jahrzehnten widmet sich die Zeitschrift nun schon den ästhetischen Phänomenen ihrer Zeit, stellt Mode in den Kontext von Gesellschaft und Kultur und ist dabei immer auf dem neuesten Stand der Fotografie und des Designs. Für die deutsche Ausgabe ist seit 2003 Christiane Arp als Chefredakteurin verantwortlich, Vorgängerinnen waren unter anderem Angelica Blechschmidt und Christa Dowling. Die Ausstellung im Museum VILLA STUCK anlässlich des 40-jährigen Bestehens der deutschen Ausgabe der VOGUE ist eine Zeitreise in das Gestern, Heute, vor allem aber das Morgen des Mode-Journalismus, der längst nicht mehr auf das gedruckte Magazin beschränkt ist, sondern Mode auf vielen Plattformen – digital, audio-visuell oder in Form von Events erlebbar macht.

VOGUE Deutschland, 2014
Foto: Luigi & Iango, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Auch deshalb wird es in der Ausstellung Video-, Sound- und Virtual-Reality-Stationen geben, die den Besucher*innen nie gesehene Einblicke in diese faszinierende Welt erlauben. Daneben sind Vintage-Drucke aus den letzten vier Jahrzehnten, wegweisende Fotografien aus herausragenden Modeshootings, unveröffentlichte Arbeiten und Originalmagazine ausgestellt. Darunter Karl Lagerfeld, Peter Lindbergh und David Bailey.

VOGUE Deutschland, 2019
Foto: Chris Colls, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Eine Ausstellung des Museums VILLA STUCK.
Kurator*innen: Christiane Arp, Michael Buhrs, Martin Fengel

Info:

10. Oktober 2019 – 12. Januar 2020

Ist das Mode oder kann das weg!?
40 Jahre VOGUE Deutschland

Museum Villa Stuck
Prinzregentenstrasse 60
81675 München
Deutschland

www.villastuck.de

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Fürstenkostüm aus Dresden
Farbenprächtiger Almosenbeutel

Ein prunkvolles Fürstenkostüm aus Dresden sowie ein farbenprächtiger, rund 700 Jahre alter Almosenbeutel sind derzeit nach abgeschlossenen Restaurierungsarbeiten in einer kleinen Sonderpräsentation der Abegg-Stiftung in Riggisberg zu sehen.

Nach aufwendiger Restaurierung stellt die Abegg-Stiftung ein prachtvolles Kostüm von Kurfürst August von Sachsen (1526–1586) für wenige Wochen aus. Das dreiteilige Ensemble gehört der Rüstkammer in Dresden und wurde der Abegg-Stiftung zur Untersuchung und Restaurierung anvertraut. Es besteht aus einer kurzärmeligen Jacke, genauer einem Leibrock, einem Wams und einer kurzen, gebauschten Hose. Schnitt und Machart der Gewandteile repräsentieren die deutsche Variante der spanisch dominierten Fürstenmode der 1560er bis 1570er Jahre.

Leibrock von Kurfürst August von Sachsen
entstanden 1550–1570, Seidenatlas, Seidenstickerei auf Filetgrund
Dresden, Rüstkammer, Inv. Nr. i.5
© Abegg-Stiftung, CH-3132 Riggisberg
Foto: Christoph von Viràg, freundlicherweise von der Stiftung zur Verfügung gestellt

Als Oberbekleidung trug Kurfürst August von Sachsen einen sogenannten Leibrock, eine körpernah geschnittene Jacke mit Viertelärmeln und hüftlangen Schössen. Sie ist aus gelbem Seidenatlas genäht und mit schwarzer Filetstickerei verziert.

Das Wams wurde unter dem Leibrock getragen. Sichtbar waren nur die mit Filetstickerei verzierten Ärmel. Es ist leicht tailliert, hat einen hohen Stehkragen und einen kurzen Schoss. Seine Verschlussleiste ist mit geflochtenen Posamentenknöpfen besetzt. Die kurze, gebauschte Hose mit Schamkapsel ist aus mehreren Streifen eines gelben Seidengewebes gearbeitet und ebenfalls mit schwarzer Filetstickerei belegt. Zwischen den gelb-schwarzen Streifen quillt der Goldstoff des Hosenbauschs hervor.

Die sehr fragile schwarze Spitze, die den Leibrock, die Ärmel des Wamses und die Hose schmückt, besteht aus einem feinen, geknüpften Filetnetz, das anschliessend bestickt wurde. Sie ist nur noch fragmentarisch erhalten.

Das Kostüm ist ganz in Gelb und Schwarz, den Hausfarben des Herzogtums Sachsen gestaltet. Es gehört zu den wenigen praktisch vollständig erhaltenen Prunkkleidern der Spätrenaissance. Frühere Restaurierungen, hohe Lichtbelastung während fast 100 Jahren Ausstellung sowie Auslagerungen und Transporte im 2. Weltkrieg haben aber seine ästhetische Ausstrahlung stark beeinträchtigt. Besonders die flächenübergreifende schwarze Filetstickerei und der Goldstoff des Hosenbauschs haben gelitten. Deshalb war die Erforschung und Restaurierung des Ensembles – trotz seiner erstaunlich guten Erhaltung – delikat und zeitaufwendig. Rund fünf ‘Mannjahre’ haben die Fachfrauen der Abegg-Stiftung investiert. Nun ist das kostbare Gewand gesichert, sein Erscheinungsbild verbessert und seine einst festliche Wirkung nachvollziehbar. Bevor es wieder nach Deutschland zurückgebracht wird, kann es während weniger Wochen in Riggisberg bestaunt werden.

Im Rahmen einer Abschlussarbeit im Studiengang Textilkonservierung/-restaurierung wurde ein reich verziertes mittelalterliches Täschlein aus der Kathedrale Como eingehend untersucht, dokumentiert und behutsam restauriert. Dieser sogenannte Almosenbeutel ist nun für ein paar Wochen in Riggisberg ausgestellt, bevor er wieder nach Italien zurückgebracht wird. Sein Erhaltungszustand ist für ein rund 700 Jahre altes textiles Objekt einzigartig, vor allem die noch immer intensiven Farben der Seidenfäden und die kaum korrodierten Metallfäden faszinieren. Die charmanten Darstellungen spiegeln die höfische Lebenswelt des Mittelalters: ein berittener Falkner mit seinem Hündchen, ein Paar beim Schachspiel, ein Ritter, der vor seiner Dame kniet. Mit seinen fein gewirkten Szenen, die wohl auf den grossen mittelalterlichen Liebesroman ‘Tristan und Isolde’ anspielen, war der Beutel eine ideale Minnegabe und ein geeignetes Hochzeitsgeschenk.

Das Fürstenkostüm und der Almosenbeutel sind neben der Sonderausstellung ‘Luxus am Nil – Spätantike Kleidung aus Ägypten‘ noch bis zum 10. November 2019 zu sehen. Weitere sehenswerte Fotos gibt es auf der Website der Stiftung.

Mehr zur kurfürstlichen Prunk-Mode aus der Zeit um 1550 bis 1650 findet man in meinem Bericht ‘Macht & Mode’

Info:

14. September – 10. November 2019

Fürstenkostüm aus Dresden
Farbenprächtiger Almosenbeutel

Abegg-Stiftung
Werner Abeggstrasse 67
3132 Riggisberg
Schweiz

www.abegg-stiftung.ch

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Eröffnung der Königlichen Paraderäume Augusts des Starken und das Porzellankabinett im Residenzschloss Dresden

Am Samstag, den 28. September 2019, wurden die Königlichen Paraderäume Augusts des Starken und das Porzellankabinett im Turmzimmer eröffnet. Damit erlebt der 1986 begonnene Wiederaufbau des Dresdner Residenzschlosses seine Krönung. Die repräsentative Raumfolge im Westflügel – vom Kurfürst-König persönlich als zeremonielles Herzstück seiner Residenz konzipiert – führt das Publikum im musealen Schlossrundgang zum Höhepunkt fürstlicher Prachtentfaltung.

Audienzgemach
virtuelle Rekonstruktion der Paraderäume von 1719, Dresden, 2014
© mic-vis.de, Studio für Visualisierung Berlin / SIB D1
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Die aufwendig rekonstruierten Räume werden gemeinsam mit originalen Kunstwerken aus mehreren Museen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) zu einem einzigartigen musealen Ensemble. Im harmonischen Zusammenspiel von Wandtextilien, Gemälden, kostbaren Prunkmöbeln und Porzellanen, prächtigen Staatsgewändern und den Herrschaftsinsignien Augusts des Starken werden sowohl die europäische Kunstfertigkeit des frühen 18. Jahrhunderts als auch die höfische Repräsentationskultur wieder erlebbar.

Krönungsfigur Augusts II. von Polen im Krönungsornat von 1697
Ursprüngliche Zusammenstellung 1697–1704, Originalbestandteile: Krone, Zepter, Reichsapfel, Fussturnierharnisch, Säbel, Nachbildungen: Mantel (Original nicht ausgestellt), Ober- und Unterschurz, Lebendmaske, Kronhaube, Stiefel, Mantelschliesse, Hose, Strümpfe, Wehrgehänge, Rüstkammer der SKD
© SKD
Foto: Jürgen Lösel, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Vor genau 300 Jahren, anlässlich des Hochzeitsfestes zu Ehren von Kurprinz Friedrich August und der Kaisertochter und Erzherzogin Maria Josepha von Österreich, waren die Paraderäume im September 1719 durch August den Starken eröffnet worden. 1997 beschloss die sächsische Staatsregierung, die im Krieg völlig zerstörte Festetage soweit wie möglich wiedererstehen zu lassen. Die heutige bis ins kleinste Detail gehende Rekonstruktion der Räume in ihrer historischen Fassung des 18. Jahrhunderts ist die immense Leistung des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) und einer Vielzahl regionaler und internationaler Künstler*innen und Kunsthandwerker*innen.

Paradeschlafzimmer
virtuelle Rekonstruktion der Paraderäume von 1719, Dresden, 2014
© mic-vis.de, Studio für Visualisierung Berlin / SIB D1
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Dank umfangreicher Überlieferungen war eine Wiederherstellung möglich, die dem Original so nah als möglich kommt. So konnten die monumentalen Deckengemälde von Louis de Silvestre nach Farbfotografien von 1942/44 rekonstruiert werden. Die erhalten gebliebenen barocken Prunktextilien des Audienzgemaches aus Pilastern mit aufwendigen Goldstickereien und Posamenten konnten restauriert und der karmesinrote Seidensamt anhand eines Fragmentes ‘fadengenau’ über die gesamte Wandfläche rekonstruiert werden. Verlorene Tapisserien entstanden nach vergleichbaren Vorbildern neu. Insgesamt arbeiteten 300 Handwerksbetriebe aus ganz Europa, die die alten Techniken noch beherrschen, gemeinsam an diesem Projekt.

Audienzgemach der Paraderäume
© SKD
Foto: Oliver Killig, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Dank rechtzeitiger Auslagerungen hat sich eine grosse Zahl an kostbaren Möbeln aus dem frühen 18. Jahrhundert und den folgenden Jahrzehnten erhalten, die nachweislich zu den Repräsentationsräumen gehörten und seit Ende des Zweiten Weltkrieges unter Verwaltung des Kunstgewerbemuseums stehen: der Audienzstuhl, seltene Augsburger Silbermöbel und französische Prunkmöbel in Boulle-Marketerie. Für diesen Ort bestimmte Gemälde und Supraporten von Louis de Silvestre aus der Gemäldegalerie Alte Meister machen die jetzige Wiedereinrichtung komplett.

Galakleid Augusts II. von Polen mit dem Stern vom Königlich-Polnischen Weissen Adlerorden
Oberstoff: französisch; Schneiderarbeit: Dresden, zwischen 1705 und 1720, Seide hellblau, rosa, rot, hellgrün, dunkelblau, Silberfäden; Seide creme; Ordensstern Gold- und Silberstickerei; Posamentenknöpfe, Rüstkammer
© SKD
Foto: Jürgen Lösel, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

In vier Räumen, die wie die wiederhergestellten Paraderäume zum Westflügel gehören, zeigen Exponate der Rüstkammer, mit welch überwältigender Pracht August der Starke seine eigene Person und seine Macht inszenierte. Neben der ‘Königlichen Garderobe’ und den Herrschaftsinsignien der sächsisch-polnischen Union beeindruckt die Krönungsfigur mit den Regalien von 1697 und dem Gesicht Augusts des Starken nach der Lebendmaske von 1704. Weitere Zeugnisse des Herrschens, wie der Kurhut und die Kronschwerter von Polen und Litauen, lassen die europäische Dimension der sächsisch-polnischen Personalunion sichtbar werden.

Das Turmzimmer im Residenzschloss Dresden, 1896
In: Das königliche Schloss zu Dresden, 1896, Tafel 20
© Foto und Lichtdruck von Römmler & Jonas, Repro: SKD, Andreas Diesend
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Der Weg zu den Paraderäumen führt die Besucher*innen auch durch das 100 m² grosse Turmzimmer im Hausmannsturm des Residenzschlosses. Zum Zeitpunkt der Hochzeit präsentierte August der Starke darin auf Podesten und Wandkonsolen seine ausserordentlich kostbaren monumentalen Silbergefässe. In den 1730er Jahren wurde aus dem Silberbuffet ein Porzellankabinett, das gut 200 Jahre lang als prominenter Schauraum für die kurfürstlich-königliche Porzellansammlung dienen sollte. Der rekonstruierte Raum nimmt nun mit einer Auswahl an Porzellanen, wie den herausragenden Elementvasen von Johann Joachim Kändler, diese historische Funktion wieder auf.

Verschiedene Publikationen sind erhältlich.

Weitere Informationen und Fotos sind auf der sehr empfehlenswerten Website zu finden.

Info:

ab 28. September 2019

Königliche Paraderäume Augusts des Starken und Porzellankabinett im Residenzschloss Dresden

Residenzschloss
Taschenberg 2
01067 Dresden
Deutschland

www.skd.museum

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MANUFACTUM Staatspreis NRW 2019 für das Kunsthandwerk

Seit 1963 vergibt die nordrheinwestfälische Landesregierung alle zwei Jahre den Staatspreis für das Kunsthandwerk an Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker aus Nordrhein-Westfalen.

Birgit Reinken: Summ Summ Summ, Detail
Quilt
Baumwollnesselstoff, Viskosestoff, Wattevlies, Transferfolie, Nähgarn, 87 x 57 cm
Foto: © Jennifer Braun, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Er ist damit einer der traditionsreichsten und mit insgesamt 60.000 Euro Preisgeld eine der bedeutendsten Kunstpreise seiner Art in Deutschland. Er rückt das Unikat, das handgefertigte Einzelstück, in den Mittelpunkt.

Heike Reul: Drei Kleider, Detail
Umsetzung eines malerischen Entwurfs in Kleidung, Triptychon
Seide, Leinen, Wolle, Polyamid, Holz, Leinwand
Kleider ca. 150 x 45 x 30 cm
Gemälde 130 x 80 cm
Foto: © Jennifer Braun, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Handwerkliche Präzision, innovative Gestaltung und ein ausdrücklich erwünschter experimenteller Umgang mit Materialien waren Bewertungskriterien für die Vergabe der NRW Staatspreise für das Kunsthandwerk Manufactum 2019.

Marita Schäfers: Drei Gewebe, Detail
Seide, Seide – Kaschmir, 180 x 180 cm
Foto: © Jennifer Braun, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Wettbewerb und Ausstellung wurden im Auftrag der Landesregierung NRW und der Beratungsstelle für Formgebung der Handwerkskammer Aachen Gut Rosenberg durchgeführt.

Traudel Lindauer: Ein Kleid für Sophia, Detail
Kleid-Installation
Organza, Tüll, 165 x 87 x 30 cm
Foto: © Jennifer Braun, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

381 Arbeiten wurden in diesem Jahr eingereicht, 128 Arbeiten von der Fachjury ausgewählt, die derzeit im Museum für angewandte Kunst Köln (MAKK) zu sehen sind. Unter diesen Nominées wählte eine zehnköpfige Jury Arbeiten von sechs Kunsthandwerker*innen aus und zeichnete diese mit dem Staatspreis aus.

Inge Hueber: The Sea
Quilt
Selbstgefärbte Baumwolle, 170 x 192 cm
Foto: © Jennifer Braun, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

In sechs Themenbereichen wurden die Staatspreise vergeben – hier geht’s zur Übersicht.

Nilufar Badiian: Lichtkleid
Kleidobjekt
Seide, Japangold (feine Goldstreifen um eine Seidenseele gewunden), Schellack, 56 x 45 x 31 cm
Foto: © Jennifer Braun, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Der konzeptionelle Ansatz der im Bereich ‘Kleidung und Textil’ ausgezeichneten Arbeit ’Von der blauen Blume’ von Veronika Moos aus Bergisch Gladbach überzeugte das Preisgericht.

Veronika Moos: Von der Blauen Blume, Detail
Leinengewebe, 2100 x 90 cm
Foto: © Jennifer Braun, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

In der Kategorie ‘Skulptur’ geht der Preis an Claudia Merx (Aachen) für ihre Arbeit ’HautHemd’.

Claudia Merx: Hauthemd
Mullgaze, Perlonfaden und Dispersionsbinder
1200 x 250 x 20 cm
Foto: Screenshot Katalog, dieser freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Alle 128 in die Vorauswahl gekommenen Werke sind im MAKK noch bis zum 13. Oktober 2019 zu sehen.

Info:

31. August – 13. Oktober 2019

MANUFACTUM Staatspreis NRW 2019 für das Kunsthandwerk

MAKK – Museum für Angewandte Kunst Köln
An der Rechtschule
50667 Köln
Deutschland

www.museenkoeln.de
www.staatspreis-manufactum.de

Katalog

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Bildgewebe – Webgebilde
Ingeborg Mende

40 Jahre gewebte Textilkunst – Zum 80. Geburtstag von Ingeborg Mende zeigt das Textil- und Rennsport Museum (TRM) in Hohenstein-Ernstthal noch bis zum 27. Oktober 2019 die Sonderausstellung ‘Bildgewebe-Webgebilde’.

Plakat

Ingeborg Mende ‘malt’ ihre Bilder aus Fäden – Tapisserien, die am Hochwebstuhl nach ihren eigenen Entwürfen enstehen und durch die Verbindung von Tradition und Moderne einen besonderen Reiz ausstrahlen. Die in Pleißa (Sachsen) lebende und arbeitende Künstlerin verfügt über einen profunden Hintergrund: Sie absolvierte ein Studium an der Fachhochschule für Angewandte Kunst in Schneeberg, ist Handwerksmeisterin der Handweberei und entwickelte ihre eigene Bildsprache und eigene Techniken.

Mehr über die Künstlerin und ihre Arbeiten findet man in meinem Bericht ‘Bildgewebe – Webgebilde’ und auf der Website des Museums.

Info:

14. September – 27. Oktober 2019

Bildgewebe – Webgebilde
Ingeborg Mende

Textil- und Rennsport Museum (TRM)
Antonstrasse 6
09337 Hohenstein-Ernstthal
Deutschland

www.trm-hot.de

Öffnungszeiten:
Di – So: 13 – 17 Uhr

***

Quilt Fest 2019

Vom 25. – 27. Oktober 2019 veranstaltet die Patchwork Gilde Austria wieder ihr Quilt Fest, den Höhepunkt im Quiltjahr, diesmal in Althofen in Kärnten. Wie immer werden verschiedene Ausstellungen, Geschäfte und Workshops geboten. Nähere Informationen sind auf der Website der Gilde zu finden.

Lesezeichen 2019

Info:

25. – 27. Oktober 2019

Quilt Fest 2019

Kulturhaus Althofen
Schulgassse
9330 Althofen
Österreich

www.patchworkgilde.at

Öffnungszeiten:
Fr: 17 – 20 Uhr
Sa: 10 – 18 Uhr
So: 10 – 17 Uhr

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Webermarkt

Zum Treffpunkt für Freunde hochwertiger Handwerkskunst wird das Museum Tuch + Technik in Neumünster vom 12. – 13. Oktober 2019: Der 12. Webermarkt bietet individuelle und meist handgefertigte Kreationen aus feiner Seide, flauschigen Wollstoffen und rustikalen Leinen- und Baumwollgeweben.

Webermarkt – Flyer

Die Aussteller bauen ihre Stände direkt im Museum neben den imposanten Textilmaschinen auf und präsentieren ihre Produkte, Unikate, die die Besucher erwerben können. Parallel zum Webermarkt bietet das Museum ein abwechslungsreiches Programm an: Maschinenvorführungen, Vorführungen der Handwebstühle des Museums sowie Themenführungen zu Ur- und Frühgeschichte und Mittelalter.

Info:

12. – 13. Oktober 2019

Webermarkt

Museum Tuch + Technik
Kleinflecken 1
24534 Neumünster
Deutschland

www.tuchundtechnik.de

Flyer

Eröffnung:
Fr, 11. Oktober 2019, 19 Uhr

Öffnungszeiten:
Sa / So: 10 – 18 Uhr

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Und dann noch:

Peter Lindbergh gestorben

Am 3. September 2019 ist der deutsche Fotograf Peter Lindbergh gestorben. Der vor allem für seine markanten Schwarzweissbilder bekannte Künstler war ein Star in der internationalen Modeszene, seit ihm 1990 der Durchbruch gelang.

Makellose Schönheit interessierte Peter Lindbergh nicht; vielmehr zeigte er die Models ehrlich, ungeschminkt und mit ihrer ganz eigenen Ausstrahlung und Natürlichkeit. Er läutete ein neues Zeitalter der Modefotografie ein und erschuf damit die Generation der Supermodels, die er zu Ikonen erhob. Er arbeitete für alle grossen Designer*innen und Modemagazine und prägte mit seinem Stil für die nächsten Jahrzehnte die Modefotografie. Wegen seines anderen Blickwinkels machte er unter anderem Models wie Claudia Schiffer, Naomi Campbell oder Kate Moss zu Superstars.

2017 zeigte die Kunsthalle München eine Ausstellung mit Peter Lindberghs Fotografien, Filmen und Requisiten unter dem Titel ‘From Fashion To Reality’ – hier geht es zu meinem damaligen Bericht.

Seinen Prinzipien blieb er sowohl in seiner Modefotografie als auch in seiner Portraitkunst treu. Zuletzt widmete sich Lindbergh hauptsächlich Schauspieler*innen. Eine seiner letzten Portraitaufnahmen entstand in Zusammenarbeit mit der Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg für die britische Ausgabe der ‘Vogue’.

Den Menschen zu ergründen – das hat Lindbergh selbst zur Ikone werden lassen. Nun ist er im Alter von 74 Jahren gestorben.

Info:

www.peterlindbergh.com

***

Bitte informieren Sie sich vor einem Ausstellungsbesuch auf der jeweiligen Website besonders über die genauen Öffnungszeiten – es kann sich immer etwas ändern.

Weitere Ausstellungen finden Sie auf meiner Website in der Rubrik AUSSTELLUNGSKALENDER.

Den verschiedenen Beteiligten herzlichen Dank für das Zur-Verfügung-Stellen von Informationen und Bildmaterial!

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Kommentare zu diesem Artikel

12 Responses

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  • monika

    Liebe Gudrun, ja wirklich eine geballte Ladung Können servierst Du uns da. DANKE ! Es hat Spaß gemacht durch all die Ankündigungen zu spazieren. Ich werde das MAKK besuchen – Danke für den Tipp!  Lieben Gruß monika

    • Gudrun Heinz

      halli hallo monika,

      herzlichen dank! sehr gute wahl – diese woche hast du ja noch für das MAKK in köln. die ausstellung ‘manufactum’ ist so vielversprechend, es handelt sich um ein füllhorn an ausgewählten objekten aus allen kunsthandwerklichen bereichen – das lohnt sich auf jeden fall! also nix wie hin! einen erfolgreichen und inspirierenden ausstellungsbesuch wünsche ich dir.

      beste grüsse

      gudrun

      • Monika Többe

        Grandios! Ich habe das MAKK besucht und bin begeistert! Diese Vielfalt an ganz besonderen Arbeiten hat mich beeindruckt.  Die prämierten Arbeiten sind wirklich außergewöhnlich! Danke Gudrun für Deinen  Tipp ! Herbstliche Grüße  von monika

      • Gudrun Heinz

        das freut mich sehr! wunderbar! vielen dank und bis zum nächsten mal

        beste grüsse

        gudrun

  • Isabelle Wiessler

    Vielen Dank liebe Gudrun über deine, wie immer, sehr ausführliche Newsletter. Danke auch, dass du unsere Biennale in Avanches inkludiert hast. Wir hoffe auf viele Besucher – die Ausstellungen und den Ort Selbst sind sicher sehr interessant!

    • Gudrun Heinz

      halli hallo isabelle,

      lieben dank zurück! du hast recht, ich stelle mir diesen event auch wunderbar vor – geht ja gar nicht anders, bei dieser star-besetzung!

      viel erfolg!

      beste grüsse

      gudrun

  • Birgit Berndt

    Hallo Gudrun,

    wieder ein spannender Überblick, was es an Ausstellungen so gibt. Danke dafür! Besonders interessant finde ich die Kinderkimonos mit all ihren Mysterien.

    Viele Grüße

    Birgit

    • Gudrun Heinz

      halli hallo birgit,

      1000 dank! ja, die kinderkimonos sind für mich erreichbar, daher bin ich schon gespannt. ich habe aber die leise vermutung, dass ich diese ausstellung schon mal in paris bei l’aiguille en fête gesehen habe. und dann natürlich das schmuckmuseum pforzheim – die vernissagen dort sind immer sehr interessant, schon allein deswegen, weil das publikum bemerkenswerten schmuck trägt – und die grosse landesausstellung im badischen landesmuseum in karlsruhe – die sog. türkenbeute habe ich vor vielen jahren zum letzten mal gesehen – und war damals sehr beeindruckt von den tollen textilen exponaten.

      beste grüsse

      gudrun

  • Wiebke Maschitzki

    Hallo Gudrun!
    Der Sonntag wird erst schön (bei uns ist es grau in grau und regnet) mit Deinem wieder sehr interessanten Beitrag.
    Webermarkt steht schon länger in meinem Kalender.
    Einen schönen Sonntag mit dem schönen Wetter bei Euch!
    Liebe rüße
    Wiebke

    • Gudrun Heinz

      halli hallo wiebke,

      dir auch herzlichen dank! ich hab das schöne wetter gestern genutzt, um ein paar topfpflanzen, die noch draussen stehen, umzutopfen. es ist ja abzusehen, dass sie bald wieder rein ins haus müssen und immer grössere töpfe kann ich nicht mehr unterbringen, also muss manches verjüngt und verkleinert werden. damit fertig geworden bin ich allerdings noch nicht, denn am späteren nachmittag fing es dann an zu wehen und zu tröpfeln. das atlantik-sturm-tief …

      beste grüsse

      gudrun

  • Erika Bornemann

    Liebe Gudrun,

    da zeigst du uns doch wieder eine geballte Ladung Prunk, Farbe und Können.

    Jede Ausstellung möchte man besuchen,- leider geht es nicht.

    Aber du lieferst uns immer einen guten Überblick und bringst uns damit ins Bild.

    Herzlichen Dank und liebe Grüße

    Erika

    • Gudrun Heinz

      halli hallo erika,

      freut mich sehr zu lesen, vielen dank! diesmal musste ich die ‘geballte ladung’ sogar noch teilen; die events rund um das thema ‘bauhaus’ folgen in einer ausstellungstipps-sonder-edition etwa mitte oktober. und unsere bilder aus ste marie-aux-mines warten auch noch auf die bearbeitung … aber heute ist ein so schöner sonniger tag – da setze ich mich nicht stundenlang ans laptop.

      dir auch einen schönen sonntag noch!

      beste grüsse

      gudrun

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